Anwurf der Partie am Mittwoch um 20.15 Uhr in Eugen-Haas-Halle Wiedersehen mit Ex-Geschäftsführer Axel Geerken Zunächst mussten sie viel länger als ihre Ligakonkurrenten auf den Start ins neue Handball-Jahr 2010 warten und jetzt steht für die Bundesliga-Handballer der HSG Wetzlar gleich eine sogenannte „Englische Woche“ auf dem Programm. Nach dem hart umkämpften aber letztlich verdienten 26:23-Heimspiel-Erfolg über den Tabellenletzten GWD Minden, müssen die Timo Salzer & Co. bereits am Mittwochabend beim aktuellen Tabellenachten VfL Gummersbach antreten, dessen Geschäfte seit Beginn diesen Monats von Axel Geerken geleitet werden. Der ehemalige Nationaltorhüter war bis Ende Januar noch Geschäftsführer der HSG Wetzlar.
„Sicherlich müssen wir uns im Vergleich zum Spiel gegen Minden steigern, wenn wir in Gummersbach etwas reißen wollen“, verrät Wetzlars Trainer Michael Roth, der allerdings auch weiß, dass das Duell am vergangenen Samstag gegen die Ostwestfalen unter einem anderem Stern stand. „Gegen GWD waren wir der Favorit und hatten deshalb die Last auf unseren Schultern, das Spiel unbedingt gewinnen zu müssen. In Gummersbach sind wir der Außenseiter, was aber nicht heißen soll, dass wir dort ohne Druck aufspielen. Das Spiel im DHB-Pokal zu Beginn der Saison hat nämlich gezeigt, dass meine Mannschaft auch in der traditionsreichen Eugen-Haas-Sporthalle eine Chance hat zu gewinnen, wenn alle an einem Strang ziehen!“ Ende September hatten sich beide Teams in Gummersbach einen beachtlichen “Pokalfight” geliefert, den die HSG Wetzlar erst in der zweiten Verlängerung knapp mit 37:39 verlor. Den entscheidenden Treffer für die Oberbergischen markierte damals der Wetzlarer Neuzugang Steffen Fäth, der ab der kommenden Saison das grün-weiße Bundesliga-Trikot der Hessen tragen wird.
„Gummersbach ist eine ausgebuffte Mannschaft, die wenig Fehler macht“, weiß auch HSG-Kapitän Timo Salzer. „Wenn wir aus diesem Spiel etwas zählbares mitnehmen wollen, dann müssen wir 60 Minuten Volldampf spielen und dürfen uns keine Konzentrationsschwächen leisten. Vor allem im Angriff heißt es konsequent und kompromisslos abzuschließen, denn beim VfL steht Goran Stojanovic im Kasten, einer der besten, wenn nicht sogar aktuell der beste Keeper der Liga. Wenn er ins Spiel findet, dann hat es jeder Gegner schwer. Das hat nicht zuletzt erst das Pokalspiel des THW Kiel in Gummersbach gezeigt, dass Stojanovic dem ersten Ein-druck nach fast alleine gewonnen hat.“
Inklusive zweier Duelle in der Vorbereitung im Sommer standen sich beide Teams in dieser Spielzeit bereits vier Mal gegenüber. Immer entschieden die Nordrhein-Westfalen die größtenteils rassigen Partien für sich. Am klarsten war die Spielaus-gang ausgerechnet im Hinspiel der aktuellen Bundesliga-Saison, als die Oberber-gischen in der RITTAL Arena mit 32:24 triumphierten. „Dafür wollen wir uns re-vanchieren“, verrät der slowakische Linkshänder im Wetzlarer Rückraum, Daniel Valo. Dem Nationalspieler gelang im letzten Spiel gegen Minden, laut seines Trainers Michael Roth, der bislang beste Auftritt im HSG-Trikot. „Um eine Überraschung schaffen zu können, müssen wir in der Abwehr hart zupacken und im Angriff mehr Ideen als zuletzt entwickeln. Aber ich bin überzeugt, dass uns das gelingen wird. Ganz sicher werden unsere vielen Fans, die mit nach Gummersbach fahren werden, eine andere HSG Wetzlar zu sehen bekommen, als im Hinspiel.“
Für die Partie in Gummersbach stehen HSG-Trainer Michael Roth nach derzeitigem Stand alle Spieler zur Verfügung. Anwurf der Partie, die vom erfahrenen Schiedsrichter-Gespann Matthias Brauer und Kay Holm geleitet wird, ist am Mittwochabend um 20.15 Uhr.
zurück |