Wetzlars Kreisläufer Gregor Werum sagt nach Saisonende „tschüss“ 32jähriger beendet Karriere auf eigenen Wunsch Werum: „Entschluss ist lange in mir gereift“ Wenn die Bundesliga-Handballer der HSG Wetzlar am Samstag, den 5. Juni 2010 im letzten Spiel der laufenden Bundesliga-Saison in der SAP-Arena auf die Rhein-Neckar-Löwen treffen, neigt sich auch eine beachtliche Sportlerkarriere ihrem Ende entgegen. Nach diesem Spiel wird HSG-Kreisläufer Gregor Werum (Bild) seine Laufbahn als Profi-Handballer auf eigenen Wunsch beenden. Seine Entscheidung teilte der 32jährige heute den Vereinsverantwortlichen der Lahnstädter in einem persönlichen Gespräch mit.
„Der Entschluss, am Saisonende aufzuhören, ist sehr lange in mir gereift“, so der gebürtige Wiesbadener. „Für mich steht fest, dass es an der Zeit ist, mich anderen beruflichen Zielen zu widmen. Ich bin sehr stolz, dass ich am Ende der Saison auf eine tolle und unvergessliche Karriere zurückblicken kann. Meine Familie hat mir bei meiner Entscheidung völlig freie Hand gelassen, wofür ich ihr sehr dankbar bin.“
Mit seinem letzten Spiel gegen die Rhein-Neckar-Löwen (früher SG Kronau-Östringen) schließt sich für den studierten Diplom-Betriebswirt zumindest ein „kleiner Kreis“, denn von den ambitionierten Badenern war Werum Ende Oktober 2005 zur HSG Wetzlar gewechselt. Dort entwickelte sich der Kreisläufer schnell zum Leistungsträger und Führungsspieler. Nicht umsonst trug der liebevolle Familienvater drei Jahre lang die Kapitänsbinde der Mittelhessen.
"Gregors Abschied wird ein ziemlicher Einschnitt für das Team werden, nicht nur, weil er ein spielintelligenter Kreisläufer sondern vor allem abseits des Spielfelds die Leitfigur unserer Mannschaft ist", sagt HSG-Trainer Michael Roth, der den 32jährigen als sehr sympathischen und zuverlässigen Vorzeigeprofi beschreibt.
Nach seinem Abschied Anfang Juni wird „Klaus“, so nennen ihn seine Mannschaftskameraden, auf annähernd 300 Erstligaspiele zurückblicken können. Dabei gelangen dem Rechtshänder über 450 Treffer. Seine Karriere startete Werum Mitte der 90iger Jahre bei Eintracht Wiesbaden in der zweiten Liga. Im Jahr 1999 wechselte er gemeinsam mit dem späteren Handball-Weltmeister Pascal Hens zur SG Wallau-Massenheim. Fünf Jahre spielte der Rechtshänder unter der Leitung von Trainer Martin Schwalb im „Ländche“, ehe es ihn zur SG Kronau-Östringen verschlug. Bei den „Kröstis“ war Werum maßgeblich daran beteiligt, dass der Verein in der Saison 2004/2005 den Aufstieg in die 1. Handball-Bundesliga schaffte.
“Bis zum Saisonende werde ich gemeinsam mit den Jungs Vollgas geben und alles daran setzen, dass unsere Mannschaft das ausgegebene Ziel, nämlich den zwölften Tabellenplatz, auch erreicht. Von mir aus kann es gerne auch weiter nach vorne gehen”, lächelt der Kreisläufer verschmitzt.
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