„HSG-Eigengewächs“ will in der Nachbarschaft Spielpraxis sammeln Rückkehr nicht ausgeschlossen! Seit 1993 ist er Vereinsmitglied bei der HSG Wetzlar bzw. dem Trägerverein TSV Dutenhofen. Er durchlief alle Jugendteams der Grün-Weißen und schaffte als B-Jugendlicher mit seinem Mannschaftskameraden das „Kunststück“ den deutschen Meistertitel nach Mittelhessen zu holen. Sowohl in der Abwehr als auch im Angriff stand der 1,90 Meter große Kreisläufer in der TOYOTA Handball-Bundesliga seinen Mann, was ihn auch zum Junioren-Nationalspieler werden ließ. Vor vier Jahren gewann der heute 23jährige mit dem DHB-Nachwuchs die Europameister-Titel. Leider wurde die tolle Entwicklung „Sebbels“ in den vergangenen Monaten durch zahlreiche schwere Verletzungen gebremst. In den abgelaufenen drei Spielzeiten brachte es Weber nur auf 72 Spiele und 119 Tore, so dass das „HSG-Eigengewächs“ nun den Weg in die 2. Liga antritt, um beim benachbarten TV Hüttenberg mehr Spielpraxis sammeln zu können – Rückkehr nicht ausgeschlossen!
Im Rückblick auf Deine Zeit bei der HSG Wetzlar, was kannst Du in wenigen Sätzen heute schon als Resümee wiedergeben?
Sebastian Weber: „Als sich mir die Chance geboten hat, beim Profiteam der HSG Wetzlar zu spielen, ging für mich ein Kindheitstraum in Erfüllung. Schließlich stand ich als Jugendlicher mit einer Trommel im Fanblock. Diesen Traum leben zu dürfen, ist einfach das Größte und für diese Chance möchte ich mich herzlich bedanken! In den Jahren als Handballprofi gab es viele positive, aber auch negative Erlebnisse, von denen ich in meinem Leben ganz sicher profitieren werde!“
Welches Erlebnis hier in Wetzlar wird dir am nachhaltigsten in Erinnerung bleiben?
Sebastian Weber: „Auf jeden Fall das „Endspiel“ gegen Magdeburg in der Saison 2006/2007, als wir Magdeburg mit einem Tor geschlagen und somit die Klasse gehalten haben. Das war einfach riesig! Die Stimmung in der RITTAL Arena, die Emotionen und die Jubelstürme werde ich nie vergessen!“
Was wünschst Du dir sportlich und persönlich für die HSG Wetzlar und das neue Team und was möchtest Du zum letzten Heimspiel den Fans sagen und für sie tun?
Sebastian Weber: “Nur das Beste, schließlich stamme ich aus diesem Verein, wohne in Dutenhofen und habe sehr viele Freunde hier! Die HSG Wetzlar gehört in die Bundesliga! Unser letztes Heimspiel werden wir gewinnen, das sind wir den Fans und uns selbst schuldig!!! Außerdem habe ich keine Lust, mein 100. Bundesliga Spiel zu verlieren!“
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