„Torjäger vom Dienst“ will nächsten Karriereschritt vollziehen Wechsel zu finanzstarken Füchsen aus Berlin hat nur sportliche Gründe! Mit der Empfehlung von 18 Feldtoren gegen den TV Großwallstadt wechselte Sven-Sören Christophersen vor zwei Jahren vom Absteiger Wilhelmshavener HV zur HSG Wetzlar – und dass er herausragende Abschlussqualitäten besitzt, bewies „Smöre“ auch im grün-weißen Trikot schnell. Sein Tordrang, der unbändigen Ehrgeiz sich verbessern zu wollen und eine beachtliche Entwicklung in Sachen Abwehrarbeit ließen Christophersen in den vergangenen beiden Spielzeiten auch zu einer festen Größe in der deutschen Nationalmannschaft werden. „Smöre“ vertrat die Wetzlarer Farben bei den Olympischen Spielen in Peking und bei der Europameisterschaft in Österreich. In der Liga gelangen ihm für die HSG Wetzlar in aktuell 60 Spielen 384 Tore, was ihm gleich zwei Mal einen Platz in den Top10 der Torschützenliste bescherte. Jetzt ist es für den gebürtigen Lübecker, der in Mittelhessen seine Leidenschaft zum Golfsport entdeckte, an der Zeit den nächsten Karriereschritt zu gehen. Deshalb wechselt „Smöre“ nach Ablauf der Saison zu den ambitionierten Füchsen Berlin.
Im Rückblick auf Deine Zeit bei der HSG Wetzlar, was kannst Du in wenigen Sätzen heute schon als Resümee wiedergeben?
„Smöre“ Christophersen: „Ich bin von Anfang an mit offenen Armen empfangen worden und in eine tolle Mannschaft gekommen. Ich habe bei der HSG Wetzlar die Chance bekommen, als Stammspieler erste Sieben zu spielen. Das hat mich sehr viel weiter gebracht, auch im Hinblick auf die Nationalmannschaft. Ich habe mich immer sehr wohl gefühlt hier. Meine Entscheidung zu wechseln, war auch immer nur eine rein sportliche. Es fällt mir nicht leicht meine Zelte hier in Wetzlar abzubrechen – soviel ist sicher!“
Welches Erlebnis hier in Wetzlar wird dir am nachhaltigsten in Erinnerung bleiben?
„Smöre“ Christophersen: “Gleich zu Beginn gab es eine eher lustige Anekdote. Wir wollten gerade mit einigen Spielern am Heuchelheimer See Wasserski fahren, als ich den Anruf bekam, dass ich für Olympia nachnominiert worden bin: Also quasi vom Heuchelheimer See zu Olympia. In besonderer Erinnerung bleiben mir die Heimsiege gegen große Mannschaften wie Lemgo und die Rhein-Neckar Löwen – und die Stimmung die dabei in der RITTAL Arena herrschte.“
Was wünschst Du dir sportlich und persönlich für die HSG Wetzlar und das neue Team und was möchtest Du zum letzten Heimspiel den Fans sagen und für sie tun?
„Smöre“ Christophersen: „Der HSG Wetzlar wünsche ich, dass sie ihre gesteckten Ziele erreicht und den Klassenerhalt im nächsten Jahr noch früher unter Dach und Fach bringt. Ich möchte mich gegen Melsungen, in der wohl schönsten Halle der Liga, mit einem Sieg von den tollen Fans verabschieden. Wir werden gegen Melsungen jedenfalls noch einmal Vollgas geben. Eines ist klar: Ich werde mit einem Auge immer nach den Ergebnissen der HSG Wetzlar schielen, da ich mich hier sehr wohl gefühlt habe. Meine Ziele mit Berlin sind die Europapokalplätze zu erreichen, mich weiter zu verbessern und in der Nationalmannschaft fest zu etablieren. Nochmals Danke für alles, der Schritt nach Wetzlar hat mich nicht nur sportlich sehr viel weitergebracht.“
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