Ein Pünktchen fehlt noch!

Bildquelle: HSG Wetzlar

Nachwuchs

HSG Wetzlar U23 kann bei Verfolger SG Kleenheim Titel in der Oberliga perfekt machen

Ein Pünktchen. Nur ein kleines Pünktchen fehlt der HSG Wetzlar U23 noch, um den Titel in der Handball-Oberliga endgültig perfekt zu machen. Sechs Zähler beträgt derzeit der Vorsprung des Tabellenführers auf Verfolger SG Kleenheim, der noch drei Spiele zu absolvieren hat. Die HSG hat noch zwei Partien, um den entscheidenden Zähler einzusammeln. Und wie es der Zufall so will, treffen beide Teams heute Abend  um 20 Uhr zum ultimativen Showdown in der Weidig-Sporthalle Oberkleen aufeinander.

Rückblick: Es ist der 15. Dezember des Vorjahres. Die Sporthalle Münchholzhausen ist gut gefüllt. Kurz vor Ende der Partie zwischen der Wetzlarer U23 und Kleenheim steht es 31:31. Die HSG hat den letzten Angriff. Der Wechsel von Lukas Gümbel mit Matthias Schwalbe ist nicht optimal, im zweiten Anlauf bringt der Rückraumrechte den Ball zu Timo Ludwig. Der bundesligaerfahrene Rechtsaußen nimmt sich fast von der Grundlinie den Wurf – und befördert den Ball tatsächlich am Kleenheimer Keeper vorbei ins Tor. Riesenjubel!

Gegenwart: „Wir wollen gewinnen! Ob wir dann Meister sind oder nicht, daran verschwende ich keinen Gedanken“, sagt Thomas Weber, Trainer der Wetzlarer Jungs. So pragmatisch sich das auch anhören mag, so gut tun Coach und Spieler daran, nicht den zweiten vor dem ersten Schritt zu machen. Weber weiß mit solchen Situationen umzugehen, die richtigen Worte zu finden. Die Deutsche Meisterschaft mit der A-Jugend im vergangenen Jahr beweist das. Und mit Kleenheim wartet heute immerhin die Mannschaft, die „zurecht auf dem zweiten Platz steht“.

Ausblick: Mit der Meisterschaft winkt gleichzeitig auch der langersehnte Aufstieg in die dritte Liga. „Der Aufstieg wäre für uns der nächste wichtige Schritt in unserer Nachwuchsarbeit“, sagt Jugendkoordinator Andy Klimpke. „Wir müssten unserer Spieler dann nicht mehr an andere Drittligisten ausleihen, sondern sie könnten sich bei uns optimal weiterentwickeln. Außerdem ist der Schritt von der dritten Liga in die Bundesliga einfacher als von der Oberliga aus.“