Für HSG Wetzlar U19 beginnt heute "Jagd nach dem Titel"!

Die Tim Rüdiger & Co. wollen sich eine gute Ausgangslage für´s Rückspiel am kommenden Wochenende erarbeiten.

DKB Handball-Bundesliga Nachwuchs

A-Jugend der Mittelhessen muss um 15 Uhr im Viertelfinale um die Deutsche Meisterschaft beim heimstarken TSV Bayer Dormagen ran

Für die männliche A-Jugend der HSG Wetzlar beginnt mit den Entscheidungsspielen um die Deutsche Meisterschaft der spannende Teil der Saison. Nach einer souveränen Runde, in der sich die Grün-Weißen als ungeschlagener Meister der Staffel Ost krönten, steht das erste Viertelfinalspiel beim TSV Bayer Dormagen an, der als Tabellenzweiter in der Staffel West ebenfalls das Ticket für die Finalrunden löste. 

Für den Osten gehen die HSG Wetzlar und der amtierende Meister SC DHfK Leipzig an den Start, der Süden wird von der JSG Balingen-Weilstetten und der SG Kronau/Östringen vertreten, während sich in der Weststaffel die GWD Minden und Dormagen durchsetzten.

Mit Dormagen hat die HSG aus Wetzlar kein einfaches Los gezogen. Die kommenden Gastgeber haben es im letzten Jahr bis ins Halbfinale geschafft und scheiterten dort knapp am SC Magdeburg, der Wetzlar damals im Viertelfinale ausschaltete. Dieses Jahr sind die Karten aber neu gemischt, denn besonders das Team von HSG-Übungsleiter Thomas Weber hat sich sehr verändert. „Die letzten beiden Jahre hatten wir ein eingespieltes Team und dieses Jahr mussten wir uns erst finden“, verriet Weber und sagt, auf wen es zu achten gilt: „Sie haben mit Eloy Morante Maldonade und Lukas Stutzke zwei überragende Spieler im Rückraum, die nicht ohne Grund zur Jugendnationalmannschaft gehören. Die beiden müssen wir als aller erstes in den Griff bekommen. Zudem spielen sie in der Kleingruppe sehr gut mit dem Kreis zusammen.“ 

Chancenlos reisen die Mittelhessen natürlich nicht gen Rhein, zumal sie mit Till Klimpke, Tim Rüdiger, Torben Waldgenbach, Ian Weber und Hendrik Schreiber ebenfalls herausragende Einzelkönner in ihren Reihen haben und zudem eine sehr starke 3:2:1-Deckung stellen. Ein großes Fragezeichen steht jedoch hinter dem Einsatz von Jugendnationalspieler Hendrik Schreiber, der die tragende Säule im HSG-Spiel ist. Schreiber verletzte sich an den Bändern und konnte am Dienstag seine erste Einheit absolvieren. „Ich möchte Hendrik ungern einsetzen, wenn er nicht bei 100 Prozent ist, da ich ein Risiko für das Rückspiel eingehen würde“, verrät Weber. 

Ein weiterer Faktor wird die Atmosphäre sein. „Da müssen wir schnell unsere Nervosität ablegen. Meine Jungs sind solche Kulissen nicht gewohnt“, offenbarte Weber, der ebenfalls die Tagesform als wichtigen Aspekt ansieht und ergänzt: „Es wird darauf ankommen, die Heimspiele zu gewinnen, wenn man eine Chance haben möchte.“ Für Wetzlar ist es nicht die erste Begegnung mit dem TSV, da man sich in der Vorbereitung auf die Runde schon in Dormagen traf und damals der Gastgeber mit drei Toren gewann. Schafft es Wetzlar nun, ein enges Ergebnis in Dormagen zu erzielen, stehen die Chancen aufs Weiterkommen gut, zumal Schreiber im Rückspiel fest eingeplant ist.

Quelle: Gießener Anzeiger/Conrad Melle