HSG Wetzlar U19 holt im Spitzenspiel in Leipzig verdienten Punkt!

Bild: www.sportfoto-vogler.de

Nachwuchs DKB Handball-Bundesliga

Mittelhessen mussten auf Jugendnationalspieler Till Klimpke und Ian Weber verzichten - Torben Waldgenbach und Hendrik Schreiber ragen aus geschlossener Mannschaftsleistung heraus

Im Spitzenspiel der A-Jugend-Bundesliga Ost hat die HSG Wetzlar U19 einen wichtigen Schritt in Richtung Gruppensieg gemacht. Die Mittelhessen sicherten sich am Samstagnachmittag ein 24:24-Unentschieden beim punktgleichen Tabellenzweiten SC DHfK Leipzig. Dabei hatte das Team von Trainer Thomas Weber vor dem Duell zwei personelle Rückschläge einstecken müssen. Die beiden Jugendnationalspieler Till Klimpke (Gehirnerschütterung) und Ian Weber (Lehrgang Hessenauswahl) konnten im Topspiel nicht mit dabei sein. "Bei Till wollten wir, entsprechend des Rats unserer Ärzte, kein Risiko eingehen. Dass Ian nicht dabei sein konnte, ist ein absolutes Ärgernis, denn der Hessische Handballverband hat eine Freistellung vom Lehrgang der Hessenauswahl kategorisch abgelehnt. Ian hat das vollends akzeptiert, ich persönlich habe dafür allerdings sehr wenig Verständnis", so HSG-Geschäftsführer Björn Seipp. "Gerade in solchen Spitzenspielen gegen Teams auf Augenhöhe sammeln die Spieler wertvolle Erfahrungen, die sie in ihrer individuellen Entwicklung enorm weiterbringen."

Vor den Augen der kompletten Wetzlarer Erstliga-Mannschaft, die am heutigen Sonntag ebenfalls in Leipzig antreten muss, starteten die Gäste aus Mittelhessen schlecht in die Partie. In der mit 200 Zuschauern ausverkauften Sporthalle Rabet gingen die Hausherren schnell mit 3:0 (4.) in Führung, ehe Jugendnationalspieler Hendrik Schreiber, der unter der Woche noch krank das Bett gehütet hatte, den ersten Treffer für Wetzlar erzielen konnte. Über eine massive Deckung fanden die Grün-Weißen danach besser ins Spiel. Erneut war er Schreiber, der in der 10. Spielminute den Ausgleichstreffer zum 4:4 markierte. Vor allem die Rückraum-Achse Schreiber/Waldgenbach (Bild) war es nun, die Leipzig Probleme bereitete. Deren Torgefahr sorgte auch für Lücken der Mitspieler und in der 20. Minute war es Linksaußen Luca Kaiser, der mit seinem Treffer zum 10:6, die erste Vier-Tore-Führung für Wetzlar markierte. Doch die Hausherren ließen sich nicht weiter abschütteln und so war es der beste Leipziger, Oskar Emanuel, der kurz vor dem Pausenpfiff zum 12:15-Halbzeistand traf.

Nach dem Wechsel konnten die konzentriert aufspielenden Mittelhessen ihren Drei-Tore-Vorsprung zunächst behaupten. In der 40. Spielminute war es Kreisläufer "Madu" Okpara, der zum 18:15 für die HSG Wetzlar traf. Doch danach schwanden den ersatzgeschwächten Gästen nach und nach die Kräfte, was sich vor allem im Angriffsspiel bemerkbar machte. Leipzig kam besser ins Spiel, auch danke zahlreicher starker Paraden ihres Torhüters, der in der Schlussphase einige freie Würde, darunter auch einen Siebenmeter parierte. Leipzigs Timo Leser war es in der 49. Minute, der zunächst den vielumjubelten 20:20-Ausgleichstreffer und zwei Minuten später die Führung der Hausherren markierte. Wetzlars Coach Thomas Weber war zur Auszeit gezwungen, um sein Team noch einmal neu einzustellen, was auch Wirkung zeigte. Denn die Gäste hielten dagegen.

In der 57. Minute war es Lutz Parzeller, der aus dem linken Rückraum zum 24:23 für die Mittelhessen traf und hätte Luca Vater kurz später eine freie Chance genutzt, wären die Grün-Weißen aller Voraussicht nach sogar als Sieger vom Feld gegangen. So scheiterte der eifrig kämpfende Halbrechte am "Matchwinner", dem starken Leipziger Schlussmann, und die Hausherren konnten in der 59. Spielminute per Siebenmeter den 24:24-Ausgleich erzielen. Dabei blieb´s am Ende - alles in allem, ein gerechtes Unentschieden im Spitzenspiel der Staffel Ost.

Stenogramm:

SC DHfK Leipzig: Badstübner, Prager; Jürgens, Leubner (3), Löser (6), Emanuel (7/2), Seidler (1), Günther (3), Ruoff (3), Wellner (1), Neumann, Langer. - Trainer: Andre Haber.

HSG Wetzlar: Fischer, Finn Weber; Reuschling (1), Parzeller (1), Weimer, Vatter, Strum, Schreiber (5), Kaiser (1), Rüdiger (5/2), Okapra (3), Waldgenbach (8), Wassberg. - Trainer: Thomas Weber.