15 Minuten sind (viel) zu wenig!

DKB Handball-Bundesliga

HSG Wetzlar U17 verliert auch zweites DM-Qualifikationsspiel in Pforzheim mit 17:22

Nur 15 Minuten einen engagierten und guten Handball zu spielen sind leider zu wenig, um bei einem starken Gegner Punkte sammeln zu können. Diese Erfahrung musste die U17 der HSG am Wochenende beim Qualifikationsturnier zur Deutschen Meisterschaft in Pforzheim machen. Lediglich in der zweiten Halbzeit zeigten die Beppler-Schützlinge, wieso sie als Hessenmeister um die Krone der Deutschen Jugendmeisterschaft mitspielen.

Zu diesem Zeitpunkt lagen die Grün-Weißen aber bereits mit 12:5 zurück! Eine völlig verkorkste erste Spielhälfte – das erste eigene Tor fiel in der 16. Spielminute durch einen 7 m - hatte den Hessen schon eigentlich früh das Genick gebrochen, doch ab der 33. Spielminute fand die Mannschaft ins Spiel zurück.

Gestützt auf Keeper Jan Stroh - mit 13 Paraden einer der wenigen Akteure mit Normalform an diesem Tag - kämpfte sich die HSG Wetzlar  innerhalb von 10 Minuten vom Spielstand 12:5 auf 16:13 wieder heran. Nun endlich gab es die davor so schmerzlich vermissten Tore aus dem Rückraum oder durch gelungen vorgetragene Tempo-Gegenstöße. Pforzheim geriet zunehmend unter Druck, kassierte einige Zeitstrafen und nach einer rüden Abwehraktion gegen Jonas Leger eine Rote Karte. Beim 17:15 (18. Spielminute) durch Lukas Gümbel war der Hessenmeister wieder in Schlagdistanz und hätte sogar den Anschlusstreffer erzielen können, doch aus guter Wurfposition fand der Ball nicht seinen Weg ins gegnerische Netz.

Im direkten Gegenzug erhöhte Pforzheim seinen Vorsprung wieder auf drei Treffer, hielt diesen und konnte in der letzten Spielminute durch zwei schnelle Tore gar den 22:17-Endstand markieren.

Wie bereits im ersten Qualifikationsspiel gegen Leipzig, scheiterte die Mannschaft an ihrer vermeintlichen Blockade im ersten Spielabschnitt. Dass sie mehr kann, hat sie in vielen Rundenspielen hinlänglich gezeigt, doch wer um die Deutsche Meisterschaft mitspielen möchte, muss dies auch gegen starke Gegner unter Beweis stellen.

Nach dem sich Leipzig einen Tag später erneut gegen Pforzheim durchsetzen konnte, stehen die Sachsen als erster Final-Four-Teilnehmer fest.

Beim Turnierwochenende in Dutenhofen (17. und 18. Mai, Sporthalle Dutenhofen) bietet sich dann die Gelegenheit, mit Leipzig einen heißen Anwärter auf die Deutsche Meisterschaft live zu erleben. Gleichzeitig möchten sich unsere Jungs mit einem ausgeglichenen Punktekonto aus der Qualifikationsphase verabschieden. Es bleibt dabei: Ein Turnier mit Jugendhandball auf höchstem Niveau und ein absolutes Muss für Handballfeinschmecker!