20. Hessenderby auch „Duell der Tabellennachbarn“!

DKB Handball-Bundesliga

HSG Wetzlar empfängt am Mittwochabend MT Melsungen in Rittal Arena Wetzlar – Nur noch Stehplatzkarten erhältlich!

Zwei Mal pro Saison elektrisiert das Hessenderby zwischen der HSG Wetzlar und der MT Melsungen die Handballfans in der Mitte Deutschlands – und am Mittwochabend ist es wieder soweit! Dann hat das Team von Trainer Kai Wandschneider den ambitionierten Europapokalteilnehmer aus Nordhessen in der Rittal Arena Wetzlar zu Gast. Die 20. Auflage des Duells der beiden hessischen Rivalen aus der DKB Handball-Bundesliga verspricht 60 Minuten Emotionen pur, Spannung bis zur letzten Sekunde und, alleine wegen der Tabellenkonstellation (Wetzlar 7. Platz/Melsungen 6. Platz) einiges mehr. Geleitet wird die Partie von den erfahrenen Schiedsrichtern Marcus und Andreas Pritschow. Die Spielaufsicht hat DHB-Schiedsrichterwart Peter Rauchfuß. Für die Partie sind nur noch Stehplatzkarten im Vorverkauf und an der Abendkasse (ab 18.45 Uhr) erhältlich. Anwurf ist um 20.15 Uhr.

„Mit dem klaren Heimsieg über den HSV sind wir natürlich toll ins Handballjahr 2015 gestartet“, blickt HSG-Trainer Kai Wandschneider zufrieden auf den vergangenen Samstag zurück, weiß aber auch, „dass die Partie gegen Melsungen eine ganz andere wird!“ So schiebt der 55jährige den finanziell auf Rosen gebetteten Gästen klar die Favoritenrolle zu. „Die MT hat vor der Saison das Ziel ausgegeben, Fünfter werden zu wollen. Davon trennen den Club aktuell drei Punkte. Also denke ich, dass Melsungen am Mittwoch deutlich mehr unter Druck steht als wir! Der Club hat sich in den vergangenen drei Jahren personell enorm verstärkt und muss dementsprechend den gehobenen Ansprüchen auch gerecht werden!“

Während die Gäste, bei denen mit Michael Allendorf, Christian Hildebrand, Philipp und Michael Müller sowie dem Trainergespann Michael Roth und Mile Malesevic gleich sechs ehemalige Wetzlarer unter Vertrag stehen, am Mittwoch alle Mann an Bord haben, müssen die Grün-Weißen weiterhin auf Kapitän Jens Tiedtke (neurologische Behandlung) und Maximilian Holst (Kreuzbandriss) verzichten. „Ansonsten steht mir nach derzeitigem Stand der Kader vom Wochenende wieder zur Verfügung“, so Wandschneider, der weiß, dass „wir vor allem auf die zweite Welle der Melsungen aufpassen müssen. Damit haben sie uns um Hinspiel, besonders in der Anfangsphase, große Probleme bereitet. Wenn die MT ins Rollen kommt, dann wird es für jeden Gegner schwer! Sollte es uns gelingen, Melsungen nicht in Fahrt kommen zu lassen, dann haben wir eine gute Chance, nach den 5:5-Punkten aus den vergangenen fünf Spielen, in Führung zu gehen!“

Die MT Melsungen war mit einer deutlichen 32:41-Heimniederlage gegen den Serienmeister THW Kiel in die Restrunde gestartet, hatte sich am Wochenende aber im EHF-Pokal (Heimsieg gegen Eskilstuna aus Schweden) in die Erfolgsspur zurück gekämpft. Trotzdem weiß MT-Trainer Michael Roth, dass sein Team derzeit noch Abstimmungsprobleme, allen voran in der Deckung hat.

„Nach dem auch in der Höhe verdienten Heimsieg über Hamburg haben wir natürlich derzeit alle ein breites Grinsen im Gesicht. Die Stimmung bei der Mannschaft ist gut, trotzdem arbeitet das Team konzentriert an der Vorbereitung auf das Derby, das für unseren Club und unsere Fans natürlich immer eine besondere Bedeutung hat und haben wird“, so HSG-Geschäftsführer Björn Seipp, der hofft am Mittwochabend wieder über 4.000 Zuschauer in der Rittal Arena begrüßen zu können. „Melsungen ist uns in den wirtschaftlichen Möglichkeiten weit voraus und hat in den vergangenen Jahren in Sachen Kaderzusammenstellung einen hervorragenden Job gemacht. Sie sind der Favorit, aber wir werden ganz sicher alles geben, um den Aschermittwoch selbst für die vielen Karnevalisten in Wetzlar zu einem freudigen Tagen werden zu lassen. Schaffen wir es erneut eine so konzentrierte und engagierte Leistung abzurufen wie gegen Hamburg, dann sehe ich uns in der Lage die MT zu schlagen und weitere wichtige Punkte zu sammeln, um unserem Saisonziel ‚frühzeitiger Klassenerhalt‘ ein großes Stück näher zu kommen!“