A-Lizenz-Inhaber Arno Jung wird neuer Jugendkoordinator!

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53jähriger soll Nachwuchsarbeit der HSG Dutenhofen/Münchholzhausen auf noch professionellere Füße stellen

Mit Arno Jung hat die HSG Dutenhofen/Münchholzhausen, die Spielgemeinschaft der Trägervereine des Erstligisten HSG Wetzlar, die Position des hauptamtlichen Jugendkoordinators neu besetzt. Der 53jährige Unternehmer und A-Lizenz Inhaber (Bild) stieg im Sommer 2011 nach siebenjähriger Pause wieder ins Trainergeschäft ein und führte die A-Jugend des Vereins für viele überraschend in die Nähe der Spitzengruppe der neugeschaffenen Bundesliga. „Wir sehen in ihm die ideale Besetzung für diese enorm wichtige Position im Nachwuchsbereich, denn er hat jahrzehntelange Erfahrung im Leistungssport und uns durch seine Vorstellungen über die nachhaltige Entwicklung unserer Jugendarbeit überzeugt“, begründet der HSG-Vorsitzender Horst Knorz diese Personalentscheidung. Jung übernimmt die Position des Jugendkoordinators von Thomas Wallendorf, der bei der HSG Dutenhofen/Münchholzhausen nunmehr ausnahmslos die Herren-Mannschaft in der Oberliga trainiert.

Jung selbst betont, dass nur die Teamarbeit in einem Verein zum Erfolg führen kann. Von daher sieht er sich eher als Moderator, als Schnittstelle in einem vielfältigen Geflecht einzelner Komponenten. „Mittel- und langfristig kann die Entwicklung eines Top-Talentes gar nicht mehr in einem Verein isoliert erfolgen, in Zeiten von Ganztagsschule und G8 müssen alle Beteiligten ganz stark eingebunden werden“, spricht er die Zusammenarbeit vor allem mit den Schulen, den Eltern und dem Verband an. Diese Entwicklung bezieht er auf sämtliche Sportarten und hat die Vision eines „runden Tisches Leistungssport Mittelhessen“, in dem auch die heimische Wirtschaft maßgeblich beteiligt sein soll.

Zunächst einmal jedoch heißt es, die unmittelbar anstehenden Aufgaben bei der HSG Dutenhofen/Müncholzhausen in Angriff zu nehmen. Dazu zählt Jung die Ergänzung des Trainerstabes, die effektivere Abstimmung zwischen den einzelnen Altersstufen, die vereinsinterne Trainer-Weiterbildung und die Einrichtung einer regelmäßigen Kommunikation aller Beteiligten. „Auf die Koordination unter den Jugendtrainern, aber auch mit den Verantwortlichen der Aktiven, allen voran Erstligacoach Gennadij Chalepo, wird viel Energie zu verwenden sein“, so der aus der SG Kleenheim stammende Trainer, der im „Anschlusstraining nach der A-Jugend“ die größte Schwäche im deutschen Handball sieht. „Wir werden Welt- und Europameister bei Jugend und Junioren, und die Nationalmannschaft krebst um Platz 10 herum – da muss sich was tun! Wir haben ähnliche Probleme auch hier vor Ort. Die Maßnahmen, die den Proficlubs durch HBL-Jugendzertifikat an die Hand gegeben werden, weisen grundsätzlich den richtigen Weg – sie gilt es noch konsequenter und gezielter umzusetzen.“

Parallel dazu wird ein Konzept mit Vereinen aus der Region zu entwickeln sein. „Unser Ziel kann nur darin bestehen, den vielen Talenten im heimischen Raum eine optimale Plattform zu bieten. Bis hin zur Erstliga-Mannschaft die bestmögliche Förderung – das ist keine aktuelle Zustandsbeschreibung, aber in wenigen Jahren sollten wir an diesem Punkt angelangt sein. Ich freue mich riesig auf diese spannende Aufgabe“, so kommentiert Jung seine Berufung auf diesen Posten.

HSG Wetzlar will Anbindung der Talente an Profi-Bereich verbessern!

"Wir sind sehr froh, dass wir mit Arno Jung einen erfahrenen Mann für diese entscheidende Position im Nachwuchsbereich gewinnen konnten und er von Seiten unserer Trägervereine auch mit den entsprechenden Kompetenzen ausgestattet wurde, um unsere Jugendarbeit nachhaltig zu professionalisieren – ohne auch den Breitensport zu vergessen“, so Björn Seipp, Geschäftsführer der HSG Wetzlar, die die Talentförderung in Dutenhofen und Münchholzhausen selbstverständlich auch in Zukunft finanziell und organisatorisch unterstützt. „Es gibt sehr viele Möglichkeiten Synergie-Effekte zu schaffen, von denen auch die Nachwuchsspieler entsprechend profitieren können. Unser Hauptaugenmerk muss in Zukunft darauf liegen, talentierte Jugendliche aus der B- und A-Jugend näher an die Bundesliga-Mannschaft heran zu führen und somit Nachwuchsarbeit und Profisport sorgfältiger zu verzahnen. Nur so wird es möglich sein, dass in absehbarer Zeit wieder ein Eigengewächs den Sprung in den Erstligakader schafft – das Potential dazu haben einige, die bereits in unseren grün-weißen Trikots spielen. Es nur zu erkennen, reicht aber nicht – wir müssen es dauerhaft fördern!“