Ärger über Niederlage in Lemgo!

Hielt trotz der 27:30-Niederlage in Lemgo ein Lob für seine Mannschaft parat: HSG-Coach Kai Wandschneider.

DKB Handball-Bundesliga

Grün-Weißen geht zum Ende die Luft aus! Trainer Kai Wandschneider lobt Team für Engagement und Kampfgeist

Die Vorzeichen standen denkbar schlecht vor dem Aufeinandertreffen mit dem TBV Lemgo. Mit Philip Müller, Alois Mraz, Daniel Valo, Nikolai Weber und Tobias Reichmann gingen gleich fünf Spieler angeschlagen in die Begegnung und mit Kari Kristjan Kristjansson fällt eine wichtige Alternative in der Offensive für längere Zeit aus. Als Ersatz für den isländischen Nationalspieler wurde das Kreisläufertalent aus der eigenen A-Jugend Moritz Zörb mitgenommen.

Die Marschroute, die HSG-Trainer Kai Wandschneider vor dem Spiel aussprach war deutlich: "Einen weiteren Schritt nach vorne machen." Dieses Minimalziel wurde von den Domstädtern erfüllt, jedoch ohne Zählbares mit auf die Rückreise zu nehmen. Trotz der vielen Zeitstrafen, die es zum größten Teil auf Wetzlarer Seite hagelte, und den großen Personalsorgen war ein Sieg in greifbarer Nähe. 

Die Wandschneiderschützlinge fanden gut in die Begegnung und konnten sich nach kurzer Spieldauer auf 6:3 absetzen. Diese Führung war jedoch nicht von langer Dauer, da die Heimsieben immer wieder den Anschluss fand. Angeführt von Steffen Fäth, Jens Tiedtke und Michael Müller konnte sich die HSG bis zum Halbzeitpfiff eine 16:15 Führung herausspielen. Die beiden "Rückraumshooter" und der etatmäßige Kreisläufer erhielten nach der Partie ein Sonderlob von Wandschneider: "Neben Michael Müller, der eine herausragendes Spiel abgeliefert hat, präsentierten sich Steffen Fäth und Jens Tiedtke ebenfalls in guter Form."

Im zweiten Durchgang begegneten sich beide Mannschaften auf Augenhöhe. Erst zum Ende der Partie machte sich die angeschlagene Verfassung der Wandschneider-Sieben bemerkbar, so dass man den Gastgebern aus Lemgo, trotz starker kämpferischer Leistung, in den Schlussminuten nichts mehr entgegen zu setzten hatte. "Die Mannschaft hat alles gegeben, am Ende waren die Jungs platt", so der HSG-Geschäftsführer Björn Seipp und ergänzte: "Die tiefere Bank des TBV Lemgo und ein paar, zumindest für mich, nicht nachvollziehbare Entscheidungen der Referees haben das Spiel letztlich entschieden."

Mit diesem Sieg bleibt der TBV Lemgo die "Mannschaft der Stunde" und ungeschlagen in der Rückrunde. Für die HSG Wetzlar heißt es nun, die Personalnot zu minimieren, da als nächstes das Auswärtsspiel beim Topteam der SG Flensburg/Handewitt ansteht. Um im Norden Deutschlands bestehen zu können, bedarf es eines weiteren Schritts nach vorne und einer breiteren Personaldecke.