An schwachen Gegner angepasst!

Nachwuchs

Wetzlar U 23 trotzdem siegreich / Sieben Kraft-Tore

Der vergangene Spieltag brachte der HSG Wetzlar U 23 unterm Strich nicht viel mehr als einen weiteren Sieg. Beim Schlusslicht der Männerhandball-Landesliga Mitte, der SG Nied, passten sich die Grün-Weißen größtenteils an das holprige Spiel der Hausherren an und zeigten ihre Qualität nur dann, wenn unbedingt notwendig. Am Ende prangte ein torreicher 37:31 (19:17)-Auswärtserfolg an der Anzeigetafel. „Über die Einstellung meiner Mannschaft bin ich hauptsächlich enttäuscht und sauer. Nach wenigen Minuten hatten wir die Partie im Kopf schon gewonnen und präsentierten uns auch dementsprechend“, ärgerte sich Andreas Klimpke, Coach der Wetzlarer, über den Auftritt seiner Schützlinge.

SG Nied – HSG Wetzlar U 23 31:37

Schon nach drei gespielten Minuten kehrte der Schlendrian in das Spiel der Mittelhessen ein, nachdem Alexander Krell per Gegenstoß zum 3:0 der Gäste erhöht hatte. In der Defensive präsentierten sich die Youngster der HSG Wetzlar nachlässig und ließen immer wieder Lücken für die Gastgeber. „Natürlich zeigte sich die SG Nied handballerisch limitiert, doch wenn man sie hemmungslos spielen lässt, dann sind sie auch torgefährlich“, begründete Klimpke. So blieben die Frankfurter Stadtteiler stets auf Augenhöhe der individuell deutlich stärkeren HSG.

In der 16. Spielminute stellte Julian Wallwaey per Strafwurf nur einen dünnen 7:5-Vorsprung her. Ohne die über 23-Jährigen Lukas Loh und Dennis Agel taten die Gäste zumindest etwas für die Einhaltung der U 23-Quote – einer der wenigen positiven Aspekte dieser Begegnung, wie Klimpke erklärte. Immer wenn die Gäste ihre Einzelspielerqualität durchblitzen ließen, setzten sie sich ein wenig ab, bevor sie wieder einen Gang herausnahmen. Als der erfahrene Hendrik Schaus in der 47. Minute zum 29:24 verwandelte, war die SG Nied zwar bereits bezwungen, doch ein fader Beigeschmack blieb dennoch erhalten.

„Wenn wir nächste Woche gegen Oberursel so auftreten, dann sehe ich schwarz. Doch ich denke, die Jungs werden ihre Einstellung unter der Woche überdenken“, vermutete Klimpke abschließend.

SG Nied: S.Kister, Anheier; F.Kister (1), Portscher (3), Back (2), Sämann (1), Schneider (7/1), Akkas (4), Becker (3), Hamann (1), Hahn, Kauf (2), Pforr (1), Dörr (4)

HSG Wetzlar: Gümbel, Sulzbach; J. Wallwaey (3/2), Pjanic (3), Krell (3), Lindenstruth (4), L. Wallwaey (5), J. Weber (3), Köhn (1), Schaus (1), T. Weber (3), Kraft (7), Wick (1)

Schiedsrichter: Koepcke/Leist (Wiesbaden).– Zuschauer: 70. – Zeitstrafen: 6:2 Minuten. – Siebenmeter: 2/2:2/2

Quelle: Gießener Allgemeine vom 11.11.2013