Auf der Suche nach Kontinuität! HSG Wetzlar vor Ligaduell mit VfL Gummersbach mit Personalproblemen

DKB Handball-Bundesliga

Alois Mraz und Fannar Fridgeirsson angeschlagen – Daniel Valo fällt Samstag komplett aus

Durch ein Wellenbad der Gefühle treibt der Erstligist HSG Wetzlar derzeit die Handball-Fans in Mittelhessen. Auf eine verdiente Heimniederlage gegen den TSV Hannover-Burgdorf am 8. Spieltag folgte wenige Tage ein Überraschungserfolg beim favorisierten Ligakonkurrenten SC Magdeburg. Doch Mitte dieser Woche gab es dann den nächsten Nackenschlag für die Grün-Weißen. In der 3. Runde des DHB-Pokals unterlagen die Müller, Weber & Co. beim Zweitligisten VfL Bad Schwartau mit 30:33 und schieden somit überraschend frühzeitig aus dem Wettbewerb aus. Am Samstag steht für den aktuellen Tabellenfünften der Liga nunmehr das schwere Heimspiel gegen den VfL Gummersbach an. Anwurf der Partie ist um 19 Uhr in der Rittal Arena Wetzlar.

„Unserer Mannschaft fehlt es derzeit an der Konstanz, die uns zu Beginn der Saison stark gemacht hat“, analysiert HSG-Geschäftsführer Björn Seipp, der das Ausscheiden im DHB-Pokal als herbe Enttäuschung beschreibt. „Wir haben in diesem Spiel fast alles vermissen lassen, was uns bislang ausgezeichnet hat. Zudem war erstmals die fehlende Einstellung zum Spiel zu bemängeln. Das sind wir von unserer Mannschaft nicht gewohnt und dies ist auch nicht zu akzeptieren.“

Entsprechend deutliche Worte fand Trainer Kai Wandschneider auch in den anschließenden Trainingseinheiten und Einzelgesprächen. „In dieser Englischen Woche bleibt nicht viel Zeit, um vor dem nächsten Spiel gegen Gummersbach grundlegende Dinge im Training zu verändern. Am Samstag ist einfach jeder gefragt, wieder die nötige Einstellung, Konzentration und Aggressivität auf das Parkett zu bringen und ins Kollektiv einfließen zu lassen, um dieses Negativerlebnis vergessen zu machen“, so der Coach, der den VfL Gummersbach intensiv beobachtet hat. „Der VfL hat eine brandgefährliche Mannschaft, die unter anderem mit Adrian Pfahl, Kantin Mahé und Vedran Zrnic über sehr viel individuelle Klasse verfügt. Wir werden in diesem Spiel an unsere oberste Leistungsgrenze gehen müssen, um erfolgreich sein zu können.“ Nicht einfacher macht die Aufgabe, dass die HSG Wetzlar derzeit von einigen Verletzungssorgen geplagt ist. So fielen beim Pokalspiel am Mittwoch bereits Fannar Fridgeirsson (Fußverletzung) und Alois Mraz (Rücken- und Leistenprobleme) aus. Zudem verletzte sich Linkshänder Daniel Valo, der sich bei einer Abwehraktion einen Bänderriss im Fuß zuzog und am Wochenende verletzt ausfällt. „Trotzdem haben wir in dieser Saison schon bewiese, dass wir das Potential haben, auch gegen Gummersbach zu Hause zu gewinnen. Wenn Spieler ausfallen, müssen das die anderen kompensieren“, so Wandschneider, der hofft, dass zumindest Fridgeirsson und Mraz am Samstag eingesetzt werden können.

Geschäftsführer Björn Seipp spricht auch dem Publikum am Samstag eine wichtige Rolle zu. „Wir haben stimmungsgewaltige Fans, die die Mannschaft immer enorm pushen. Das wird keine leichte Aufgabe gegen Gummersbach, die meiner Meinung nach zuletzt auswärts besser aufgetreten sind, als in den Heimspielen. Selbst wenn es für uns am Samstag vielleicht einmal nicht so gut laufen sollte, müssen die Fans als 8. Mann da sein und das Team mit Vollgas unterstützen, damit diese wichtigen zwei Punkte in Wetzlar bleiben“. Die Mittelhessen rechnen am Samstag einmal mehr mit über 3.500 Zuschauern. Geleitet wird die Partie, für die es ab 17.30 Uhr noch Steh- und Sitzplatzkarten an der Abendkasse gibt, von den erfahrenen DHB-Schiedsrichtern Martin Harms und Jörg Mahlich.