Auf Erstligisten HSG Wetzlar wartet „hohe Auswärtshürde“ im Schwabenland!

DKB Handball-Bundesliga

Mittelhessen müssen am Samstagabend bei „FrischAuf!“ Göppingen ran

Auf die Bundesliga-Handballer der HSG Wetzlar wartet am kommenden Samstag eine hohe Auswärtshürde. Die Mittelhessen müssen in der stimmungsgewaltigen EWS-Arena in Göppingen ran. Anwurf der Partie ist um 20.15 Uhr. Geleitet wird die Begegnung vom erfahrenen Schiedsrichtergespann Christoph Immel und Ronald Klein.

„Wir sind froh, dass die Pause in der Bundesliga vorbei ist. Das waren zwei lange Trainingswochen“, so HSG-Trainer Kai Wandschneider, der in den Übungseinheiten zuletzt gleich auf sechs Nationalspieler verzichten musste. „Glücklicherweise sind alle, trotz der Anstrengungen in der EM-Qualifikation, gesund zurückgekommen. Ich sehe, dass die Mannschaft brennt und das Spiel in Göppingen unbedingt erfolgreich gestalten will.“ 

In den vergangenen Jahren war die Hohenstaufenhalle allerdings kein gutes Pflaster für die Domstädter. Seit mittlerweile acht Jahren warten die Wetzlarer auf einen Punktgewinn in Göppingen. Zuletzt war dies Ende Februar 2004 der Fall, als die Grün-Weißen dem favorisierten Team von „FischAuf!“ ein 25:25-Unentschieden abtrotzen konnten. „Die Vergangenheit interessiert uns überhaupt nicht. Für uns zählt nur das hier und jetzt“, gibt Wandschneider klar die Richtung für seine Mannschaft vor. „Nach den Erfolgen in der Liga in Magdeburg und gegen Gummersbach zu Hause fahren wir selbstbewusst nach Göppingen – mit dem Wissen, dass wir, wenn jeder Einhundertprozent abruft, das Zeug dazu haben, auch in diesem Auswärtsspiel zu bestehen.“

Wandschneider: „Ich sehe, dass die Mannschaft brennt!“

Nichtsdestotrotz weiß der HSG-Coach um die Schwere der Aufgabe. „Göppingen hat eine erfahrene und robuste Mannschaft mit individuell sehr starken Spielern. Dort dürfen wir uns keine Schwäche leisten und müssen in Abwehr und Angriff voll konzentriert spielen“, so der 53-jährige, der noch um den Einsatz von Daniel Valo (Bild) bangt. Der Slowake hatte sich bei der Pokalniederlage in Bad Schwartau einen Bänderriss im Fuß zugezogen und arbeitet gemeinsam mit den Physiotherapeuten des Clubs täglich auf sein Comeback hin. „Aktuell plane ich nicht mit ihm, aber vielleicht klappt es ja doch noch mit einem Einsatz.“ Definitiv ausfallen wird Rechtsaußen Tobias Hahn, der nach einem Kreuzbandriss im März jedoch mittlerweile wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen ist. Um im Trikot auf das Spielfeld zu laufen, braucht es allerdings noch etwas Zeit.

Seipp: „Tabellenstand spiegelt nicht Leistungsvermögen von Göppingen!“

Sieben Plätze trennen die beiden Kontrahenten aktuell in der Tabelle der DKB Handball-Bundesliga. Während die HSG Wetzlar aktuell den vierten Rang belegt, finden sich die ambitionierten Schwaben derzeit nur auf dem elften Tabellenplatz wieder. „Das spiegelt aber nicht das Leistungsvermögen der Göppinger“, spricht HSG-Geschäftsführer Björn Seipp „FrischAuf!“ die Favoritenrolle zu. „Nach den letzten zwei Niederlagen in der Bundesliga wird Göppingen heiß darauf sein, die Trendwende einzuleiten. Deshalb wird es für unsere Mannschaft vor allem wichtig sein, in der Anfangsphase hellwach und bereit zu sein – bereit für aggressive Abwehrarbeit, konzentriertes Angriffsspiel und eine starke Torhüterleistung. Diesmal sind auf jeden Fall alle Wetzlarer Spieler uneingeschränkt spielberechtigt, so dass die Entscheidung sportlich auf dem Parkett fallen sollte!“