„Aus Traum vom Handballprofi soll Wirklichkeit werden!“

DKB Handball-Bundesliga

Eigengewächs Fabian Kraft verlängert Vertrag bei der HSG Wetzlar um ein weiteres Jahr

Mit seinen 20 Jahren gehörte Fabian Kraft in der vergangenen Saison zum erweiterten Kader des DKB Handball-Bundesligisten HSG Wetzlar und konnte zudem mit einem Zweitspielrecht für die benachbarte HSG Pohlheim ausgestattet enorm viel Spielpraxis in der 3. Liga sammeln. Nach dem Abstieg der Pohlheimer in die Oberliga Hessen wechselt der Lehramtsstudent nun „komplett“ zurück zu seinem Heimatverein, wo er dieser Tage seinen Vertrag um ein weiteres Jahr verlängerte. 

Ab der in der kommenden Woche startenden Vorbereitung wird Fabian Kraft nunmehr vornehmlich mit dem Erstligakader der HSG Wetzlar trainieren, jedoch im Spielbetrieb auch die „U23“-Mannschaft der Domstädter verstärken. Der sympathische Blondschopf  verkörpert die HSG Wetzlar wie kaum ein anderer, da er schon seit seinem sechsten Lebensjahr für die Grün-Weißen aktiv ist. Bei den Minis begann vor 14 Jahren die handballerische Laufbahn von „Fabi“ und in der gesamten Jugendzeit blieb er seinem Heimatverein treu. „Wenn man aus dem Wetzlarer Stadtteil Dutenhofen stammt, ist man von klein auf mit Handball konfrontiert“, so der Rückraumspieler, dem das Handball-Gen offensichtlich in die Wiege gelegt wurde. 

Papa Oliver hütete in den 80er Jahren das Gehäuse des damaligen Zweitligisten HSG Dutenhofen/Münchholzhausen und Mama Beate Kraft wusste ebenfalls mit dem Handball umzugehen, denn sie spielte für den TSV Dutenhofen in der Regionalliga. Auch Fabians ältere Schwester Carolin  trägt die grün-weißen Farben mit Stolz und schaffte mit der 1. Damenmannschaft der HSG in der abgelaufenen Spielzeit den Aufstieg in die 3. Liga. Auch sie ist wie Fabian auf der Spielmacherposition „zu Hause“ und hatte einen nicht unerheblichen Anteil am Aufstieg ihres Teams.

Eine solch tragende Rolle will Fabian Kraft auch gerne mal bei der HSG Wetzlar einnehmen, hat deshalb auch klare persönliche Ziele für die neue Saison: „Ich möchte mich im regelmäßigen Training mit der Bundesligamannschaft weiterentwickeln und dem Traum vom Handballprofi stetig näher kommen.“ In diese Richtung hat der 20jährige in der abgelaufenen Saison einen weiteren Schritt gemacht, als er schnell zum Stammspieler in der 3. Liga wurde. „In Pohlheim habe ich enorm viele Spielanteile erhalten und auf einem sehr guten Niveau gespielt. Das hat mir sehr gut getan und natürlich unheimlich viel Spaß gemacht. Für diese Möglichkeit bin ich der HSG Pohlheim sehr dankbar“, so das Nachwuchstalent. 

Doch nicht nur in der Halle macht der 1,85 große Mittelmann eine gute Figur. Beim diesjährigen Beachhandball-Turnier in der Sommerpause am Dutenhofener See stellte Fabian Kraft seine Klasse unter Beweis und wurde in einem namenhaften Teilnehmerfeld zum „besten Spieler des Turniers“ gewählt. Neben Beachhandball lenkt sich der 20-Jährige im Sommer mit Basketball, Fußball oder Beachvolleyball ab: „Mannschaftssportarten machen mir einfach sehr viel Spaß und so bekomme ich in der handballfreien Zeit den Kopf gut frei“. Im Winter geht es für Fabian am liebsten auf die Bretter, denn Skifahren gehört in der kalten Jahreszeit zu seinen liebsten Hobbys. In den letzten Wochen ging der Student viel Laufen oder hielt sich mit Krafttraining fit, „da die Vorbereitung der HSG Wetzlar durchaus kräftezehrend ist“, weiß Kraft. Treibt der „Youngster“ mal keinen Sport, gehört seine Zeit seiner Freundin Jasmina Camdzic, die mit Krafts Schwester in der 1. Damen-Mannschaft der HSG Dutenhofen/Münchholzhausen spielt und zugleich die Tochter von HSG-Co-Trainer Jasmin Camdzic ist. Eine ebenfalls besondere Beziehung hat der junge Spielmacher zu seinem neuen Mannschaftskollegen Sebastian Weber. Als Fabian nämlich in der der B-Jugend für die Grün-Weißen aktiv war, hießen seine beiden Trainer Andy Klimpke und eben Sebastian Weber. „Jetzt trainieren wir zusammen und vielleicht stehen wir bald auch mal in einem Bundesliga-Spiel gemeinsam für die HSG Wetzlar auf der Platte – das wäre natürlich sensationell“, hofft Kraft und geht seinen Weg konsequent weiter.