Ausbildungsaktion von Lotto Hessen und HSG Wetzlar voller Erfolg!

Großes Interesse an der Ausbildungaktion herrschte an der Westerwaldschule in Driedorf.

DKB Handball-Bundesliga

Handball-Bundesligist vermittelt Schülerinnen und Schülern in Mittelhessen Lösungsansätze um Schule, Studium oder Ausbildung und leistungsorientierten Sport unter einen Hut zu bringen

Mit dem Besuch an der Carl-Kellner-Gesamtschule in Braunfels startete dieser Tage die Ausbildungsaktion „Lotto Hessen und HSG Wetzlar schaffen Chancen“, die der Handball-Erstligist gemeinsam mit ihrem langjährigen Partner und in Kooperation der Techniker Krankenkasse gestartet hatte. Auch die Westerwaldschule in Driedorf und Carl von Weinberg-Schule in Frankfurt hatten sich um einen Besuch des Bundesligisten und seiner Partner beworben und bei der Facebook-Auslosung, die für großes Interesse gesorgt hatte, gewonnen.

Wie bekommen Jugendliche leistungsorientierten Sport und Schule oder Ausbildung unter einen Hut? Auf diese Fragen erhielten die Schülerinnen und Schüler Antworten und Denkanstöße von HSG-Jugendkoordinator Arno Jung und Geschäftsführer Björn Seipp. Ebenso berichteten an den Schulen die Wetzlarer Handballprofis Philipp und Michael Müller sowie Nikolai Weber über ihren schulischen und beruflichen Werdegang neben dem Sport. Alle drei hatten trotz hohen Trainingsaufwands erfolgreich eine Ausbildung absolviert und konnten somit aus der Praxis berichten.

Zwischen 30 und 100 Schülerinnen und Schülern nahmen an den drei genannten Schulen an den Vorträgen teil, stellen Fragen und diskutierten. „Sowohl in der Schule als auch im Verein sind grundsätzlich Talent und Zielstrebigkeit gefragt“, erläuterte Arno Jung, der weiß, dass es für die Jugendlichen, gerade in einer veränderten Schullandschaft mit all ihren Anforderungen nicht leicht sei, beides erfolgreich unter einen Hut zu bringen. Aus diesem Grund müsse früh eine gute Kommunikation stattfinden, zwischen dem jungen Talent, ihren Lehrern, Trainern, Vereinen und dem Elternhaus. HSG-Geschäftsführer Björn Seipp pflichtete „seinem“ Jugendkoordinator bei: „Es muss frühzeitig gesprochen und geplant werden, damit sich nicht irgendwann eine Tür für den Jugendlichen schließt, sondern beide, sowohl in Schule als auch im Sport, so lange wie möglich offen bleiben.“ 

Doch nicht nur die Schwierigkeiten auf dem Weg zum erfolgreichen (Profi-)Sportler wurden in den Gesprächen thematisiert. So beschrieb HSG-Rückraumspieler Philipp Müller, dass unter anderem er ein „gutes Beispiel dafür sei, dass sich Sportler auch während ihrer Profikarriere mit ihrer späteren beruflichen Laufbahn befassen können.“ Der 28-jährige schloss zu Anfang seiner Handballkarriere eine kaufmännische Ausbildung ab und befindet sich momentan im fünften Semester eines Fernstudiums. „Sich nur auf eine Sache zu konzentrieren ist der falsche Weg! Man sollte früh darauf achten und die Grundlagen durch Gespräche mit Eltern, Verein und Lehrern, dass man sowohl in der Schule als auch beim Sport Topleistungen bringen kann“, so der gebürtige Bayreuther. Des Weiteren führte Arno Jung, der selbst Unternehmer ist, aus, dass man dem Sport dauerhaft treu bleiben sollte, auch wenn man gegebenenfalls den Sprung in höhere Spielklassen nicht schafft: „Der Sport nimmt einen immer größeren Stellenwert bei Bewerbungen ein. Als Sportler ist man grundsätzlich ehrgeizig und fleißig. Zudem werden im Sport Team- und Kritikfähigkeit, Loyalität und Spaß am gemeinsamen Erfolg gefördert. Alles Attribute, die auch im Berufsleben eine wichtige Rolle einnehmen. Deshalb bevorzugen Unternehmen oftmals Bewerber, die aktiv und leistungsorientiert Sport treiben."

In den Diskussionen der Aktion "Lotto Hessen und HSG Wetzlar schaffen Chancen" wurde deutlich, dass es auf dem Weg zum erfolgreichen Sportler viele Hürden zu überwinden gibt und Ehrgeiz übergreifend gefragt ist. Ohne eine schulische Ausbildung ist es nicht möglich, wie Philipp Müller, sich ein zweites Standbein aufzubauen, auf dass der Rückraumspieler auch seiner Zeit als Profisportler aufbauen kann. Um eine erfolgreiche Symbiose zwischen Schule und Sport herzustellen, bedarf es im Sinne der Talente vor allem einer umfangreichen Kommunikation - und genau für diese gab die Aktion "Lotto Hessen und die HSG Wetzlar schaffen Chancen" einen Anstoß.