Ausverkaufte Arena soll angeschlagenen Wetzlarern „Flügel verleihen“!

Bild: www.sportfoto-vogler.de

DKB Handball-Bundesliga

Mittelhessen vor Duell mit ThSV Eisenach am Sonntag von Grippewelle geplagt – Sechstes Heimspiel in Folge vor vollen Rängen mit 4.421 Zuschauern

Zum sechsten Mal in Folge dürfen sich die Bundesliga-Handballer der HSG Wetzlar in einem Heimspiel auf ein ausverkauftes Haus freuen. Wenn am Sonntag um 15 Uhr der Aufsteiger ThSV Eisenach in der Rittal Arena zu Gast ist, werden einmal mehr 4.421 Zuschauer versuchen, die Grün-Weißen zum Sieg zu treiben. „Unsere Fans spielen am Sonntag eine entscheidende Rolle! Wir brauchen in diesem Spiel, in dem es keinen Schönheitspreis zu gewinnen gibt, die uneingeschränkte Unterstützung von den Rängen. Unsere Zuschauer müssen uns Flügel verleihen“, fordert HSG-Trainer Kai Wandschneider, auch mit Blick auf die Personalsituation, denn in den vergangenen Tagen hatte die Grippewelle die Mittelhessen heimgesucht. 

Gleich fünf Spieler hatten sich unter der Woche zumindest phasenweise krank gemeldet. Kristian Bliznac, Evars Klesniks, Jannik Kohlbacher, Florian Laudt und Jonas Müller nahmen nur sehr eingeschränkt oder gar nicht am Trainingsbetrieb teil. Joao Ferraz konnte in den vergangenen beiden Tagen wegen einer schweren Hüftprellung nicht mitwirken. Das will Wandschneider jedoch nicht als mögliches Alibi gelten lassen und gibt eine klare Marschrichtung vor: „Nach dem Spiel fragt keiner mehr nach den Umständen. Wir müssen dieses Spiel gewinnen!“

Trotzdem, dass die Gäste aus Thüringen erst acht Punkte in der laufenden Runde geholt haben, warnt Wandschneider vor dem körperlich robusten Aufsteiger. „Eisenach hat einen sehr wurfstarken Rückraum. Dazu versucht Trainer Petkovic durch viele Wechsel der Abwehrformation den Gegner immer wieder vor neue Herausforderungen zu stellen“, weiß der 56jährige, was auf sein Team am Sonntagnachmittag zukommt. „Darauf werden wir jedoch eingestellt sein und Lösungen parat haben, die es dann anzuwenden gilt. Für uns wird wichtig sein, dass wir auf unsere eigene Leistung schauen und einige Dinge im Vergleich zur Partie in Kassel deutlich besser machen. Vor allem hat mir dort Tempo und Abschlussverhalten im Angriff und der Rückzug nicht gefallen. Das haben wir in aller Klarheit aufgearbeitet und diesbezüglich gilt es konzentrierter und engagierter zu Werke zu gehen.“

Geleitet wird die Partie am Sonntag von den beiden Unparteiischen Peter Behrens und Marc Fasthoff (DHB-Elitekader) aus Düsseldorf. Die Spielaufsicht hat Jürgen Rieber. Der letzte Erstligaerfolg der Gäste vom Fuße der Wartburg in Mittelhessen liegt bereits zwölf Jahre zurück. Insgesamt konnte die HSG Wetzlar neun der 15 direkten Duelle für sich entscheiden. Das Hinspiel endeten 29:25 für die Grün-Weißen.

„Trotz einiger gesundheitlicher Probleme merke ich der Mannschaft an, dass sie sich auf dieses Heimspiel freut“, verrät Kai Wandschneider. „Die Jungs haben Spaß an der tollen Atmosphäre in der Rittal Arena und das hat man in den Heimspielen der aktuellen Saison immer gemerkt. Diese Freude, gepaart mit der nötigen Lockerheit und einem ordentlichen Schuss Aggressivität gilt es am Sonntag auf die Platte zu bringen, dann werden wir erfolgreich sein können. Sicher sind wir der Favorit in diesem Spiel, aber der deutlich größere Druck liegt bei Eisenach, die eben auch auswärts Punkte sammeln müssen, um in der Liga zu bleiben.“