Bundestrainer Heuberger freut sich auf Länderspiel-Test in Wetzlar!

DKB Handball-Bundesliga

Steffen Fäth und Tobias Reichmann hoffen auf Einsatz am Di., den 03. Juni 2014 gegen Norwegen - Letzter Test vor dem WM-Qualifikationsspielen gegen Polen!

Die Zeit drängt, denn in der ersten Junihälfte kommen die Stunden der Wahrheit für den deutschen Handball. Nachdem sich die deutsche Eliteauswahl weder für die Olympischen Spiele 2012 in London noch für die Europameisterschaft 2014 in Dänemark qualifizieren konnte, werden die Playoff-Spiele gegen Polen zur Teilnahme an der Weltmeisterschaft in Katar zeigen, wohin der Weg des deutschen Handballs führt: Zurück in die Weltspitze oder mit einem endgültigen Rutsch in die Versenkung. Eine wichtige Station für das Nationalteam ist dabei ein finaler Test gegen Norwegen. "Wir wollen uns mit einem starken Gegner messen", so Bundestrainer Martin Heuberger heute.

Die Vorbereitung auf die beiden „K.O.-Spiele“ gegen Polen - 07.06.2014 in Danzig und am 14.06.2014 in Magdeburg - laufen bereits jetzt an. Am letzten Wochenende bezwang das neuformierte Team von Bundestrainer Martin Heuberger Ungarn in Oldenburg mit 28:24 und in Lingen mit 31:24 Toren. „Das war ein gelungener Test für alle Mannschaftsteile“, erklärte Heuberger zu dem Vergleich mit den Magyaren anlässlich eines Pressegesprächs in Wetzlar, wo am 3. Juni in der Rittal-Arena (voraussichtlich 19.30 Uhr) die letzte Tauglichkeitsprüfung seiner Schützlinge – dieses Mal gegen Norwegen - stattfinden wird. Für die Partie sind nur noch wenige Sitzplatzkarten, jedoch noch ausreichend Stehplatztickets erhältlich.

„Wir haben ein starken Gegner gesucht, mit dem wir uns messen können. Norwegen verfügt über eine eingespielte Mannschaft mit einer starken 6:0-Abwehr, herausragenden Rückraumschützen und international erfahrene Akteure wie zum Beispiel Bjarte Myrhol“, sagte der 49-Jährige und betonte, „dass durchaus die Spielanlage der Norweger mit der von Polen vergleichbar ist“. 

Die Nationalmannschaft trifft sich nach dem letzten Bundesliga-Spieltag (24. Mai) zum Abschiedsspiel für Oliver Roggisch (25. Mai, 15.00 Uhr, SAP-Arena Mannheim), um sich dann ganz auf die beiden Partien gegen Polen vorzubereiten. 

„Von daher ist es notwendig, dass wir zuvor noch einmal unsere Form gegen Norwegen überprüfen, denn die Vergangenheit hat gezeigt, wie wichtig es ist, den Rhythmus zu finden.“ Polen, das bei der Europameisterschaft Platz 6 belegte, bezeichnete Martin Heuberger als eine Mannschaft „mit sehr viel Qualitäten, gegen die wir uns schon den einen oder anderen Schachzug überlegen werden müssen.“ 

Sehr zufrieden zeigte sich der Schutterwälder mit der Vorstellung der Rückkehrer Michael Kraus (FA Göppingen) und Johannes „Yogi“ Bitter (HSV) gegen Ungarn. „Mimi (Kraus) hat sich super in das Team integriert und Jogi (Bitter) zählt nun einmal zu den Besten seines Faches“, meinte der Bundestrainer. Auch die beiden Nationalspieler der HSG Wetzlar, Steffen Fäth und Tobias Reichmann, begrüßen die Wiederberufung der beiden Mannschaftskollegen. 

„Mit Mimi Kraus ist noch einmal frischer Wind in die Truppe gekommen“ , sagte Tobias Reichmann, den aktuell keine gesundheitliche Probleme plagen und der sich mit guten Leistungen in den restlichen Bundesligabegegnungen für den Nationalkader empfehlen will. Steffen Fäth laboriert nach wie vor an einer Entzündung im Knie nach seiner Operation. „Es ist wichtig, dass Steffen Spielpraxis bekommt“, erklärte Heuberger. 

Nach seiner Auffassung handelt es sich bei der Königsposition im linken Rückraum nicht um die „Problemzone der Nationalmannschaft“, wie jüngst in der überregionalen Presse zu lesen war, „denn mit Steffen Fäth, Tim Kneule und Stefan Kneer haben wir eine ausgezeichnete Besetzung, zumal auch Michael Kraus auf dieser Position spielen kann“. Zur Diskussion um die Einbürgerung des Ex-Wetzlarer und jetzigen Hamburgers Petar Djordjic bezog der Bundestrainer diplomatisch Stellung: “Aufgrund seiner Qualitäten haben wir Interesse an ihm, doch er muss Leistung zeigen, und das geht nur, wenn er beim HSV auch die notwendigen Spielanteile erhält.“ 

Für die Stadt Wetzlar bezeichneten Oberbürgermeister Wolfram Dette und Bürgermeister Manfred Wagner (Sportdezernent) das Länderspiel gegen Norwegen in der Rittal-Arena als ein weiteres „Highlight“ für die Sportstadt Wetzlar, die aufgrund ihrer Infrastruktur und durch die Mitwirkung der engagierten Vereine über die besten Voraussetzungen verfügt, solche Großveranstaltungen zu meistern.