Buric & Co. drehen Partie gegen Hannover in der zweiten Halbzeit!

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DKB Handball-Bundesliga

10:3-Lauf der Grün-Weißen lässt Duell der Tabellennachbarn kippen - Kohlbacher und Björnsen treffen je achtmal - Torhüterleistung am Ende ausschlaggebend

Die HSG Wetzlar hat das Duell gegen Tabellennachbar TSV Hannover-Burgdorf am heutigen Samstagabend für sich entschieden. Das Team von Kai Wandschneider behielt mit 34:30 (14:16) die Oberhand. Mit je acht Treffern hatten Jannik Kohlbacher und Kristian Björnsen ebenso wie der siebenfache Torschütze Philipp Weber großen Anteil am Erfolg der Hausherren. Für Hannover erzielte Kai Häfner ebenfalls sieben Tore. Die HSG steht nun mit 26:20 Punkten auf dem siebten Tabellenplatz, die Recken sind mit 22:24 Zählern Tabellenachter. 

Die beiden Heimspiele im Februar waren wechselhaft für die HSG Wetzlar, nach einem deutlichen 27:22 im Derby gegen die MT Melsungen folgte ein deutliches 18:26 gegen den SC Magdeburg. Erster Gast im März war mit der TSV Hannover-Burgdorf ein Tabellennachbar, gegen den sich die Hessen einiges vorgenommen hatten. Die Hausherren setzten durch Nationalspieler Jannik Kohlbacher auch gleich den ersten Treffer und beantworteten den zwischenzeitlichen Ausgleich von Kai Häfner mit einem Doppelschlag von Kristian Björnsen und Stefan Cavor - der am Rande des Spiels seine Vertragsverlängerung bekannt gab - zum 3:1. 

Hannover war mit einigem Druck angereist, vier Spiele in Serie hatten die Niedersachsen verloren. Nach einer ersten Unterzahlsituation kamen die Gäste aber besser ins Spiel, zwei Treffer von Kai Häfner brachten den Ausgleich. Die nächse Unterzahl überstanden die Recken ohne größeren Schaden und bei numerischer Gleichzahl konnte Casper Ulrich Mortensen sein Team beim 5:4 erstmals in Vorlage bringen. Hannover war nun am Drücker, ein Strafwurf von Mortensen sorgte für das 7:5 und als Kai Häfner nach einer Viertelstunde das 10:7 erzielte, lagen bereits drei Tore zwischen den Konkurrenten. 

Wetzlars Coach Kai Wandschneider nahm die Auszeit, doch die Gäste gaben weiter den Ton an - obschon sie ihre erste Überzahlsituation nicht hatten nutzen können. Die Niedersachsen spielten nicht fehlerfrei und verpassten die Chance, sich weiter abzusetzen. Nach dem 13:10 kam Wetzlar zur Freude der 4.239 Zuschauer durch Treffer von Stefan Kneer und Jannik Kohlbacher wieder auf ein Tor heran. Morten Olsen erhöhte aber auf der Gegenseite und auf den nächsten Wetzlarer Treffer antworteten Mait Patrail und Casper Ulrich Mortensen zur erneuten Drei-Tore-Führung. Wieder vergab Hannover die Chance zu erhöhen, trotz Unterzahl konnte Philipp Weber mit der Sirene so zum 16:14-Pausenstand verkürzen.

Nach Wiederbeginn zog Hannover-Burgdorf erneut auf drei Tore davon, Wetzlar ließ sich davon aber nicht beeindrucken. Und nach dem 17:20 sollte sich das Blatt wenden, nach sechs Minuten des zweiten Abschnitts bekamen die Hausherren das Heft in die Hand. Die Deckung steigerte sich und im Tor war nun Benjamin Buric ein guter Rückhalt, mit zahlreichen Paraden ließ er die Gäste aus Niedersachsen verzweifeln. Fünf Minuten in Folge blieb Buric ohne Gegentreffer, die Grundlage für die Aufholjagd, die nicht nur zum Ausgleich durch Jannik Kohlbacher führte: Stefan Cavor legte in Überzahl den Führungstreffer zum 21:20 nach.

Hannover hatte bereits vergebens versucht mit einer Auszeit den Lauf der Gäste zu stoppen, dies gelang auch nicht durch den zwischenzeitlichen Ausgleichstreffer von Joakim Hykkerud. Philipp Weber und Kasper Kvist erhöhten auf 23:21. Hannover versuchte Schritt zu halten, in Unterzahl erzielte Mait Patrail einen wichtigen Treffer - der Rückraumspieler kassierte auf der Gegenseite dann aber ebenfalls eine Zeitstrafe, wie wenig später auch ein Wetzlarer Akteur. In der umkämpften Partie zog Wetzlar über 25:22 und 27:23 weiter davon - zwölf Minuten vor dem Ende nahm das Team aus Hannover bereits die letzte Auszeit. 

In der packenden Auseinandersetzung ging es hin und her. Hannover verkürzte den Abstand zunächst auf zwei Tore, Kai Häfner traf zum 28:26 und 29:27. Wetzlar hatte aber immer eine Antwort, so auch auf das 30:28 von Lars Lehnhoff und das 31:29 von Morten Olsen. Fünf Minuten vor dem Ende bot sich dann aber die Chance auf den Anschluss, doch Hannover vergab und auf der Gegenseite erzielte Philipp Weber das 32:29. Kai Häfner hielt die Hoffnungen der Recken am Leben, doch wieder vergaben die Niedersachsen die Möglichkeit den Abstand auf ein Tor zu verkürzen. Die Zeit lief längst für die HSG Wetzlar, die mit dem nächsten Treffer von Filip Mirkulovski dann endgültig die Weichen zum 34:30-Erfolg stellte.

Stenogramm:

HSG Wetzlar Wetzlar: Buric, Nikolai Weber (13. bis 30, bei einem Siebenmeter) – Kneer (2), Björnsen (8/5), Pöter (4), Mirkulovski (1), Philipp Weber (7), Hahn, Berggren, Kvist, Klesniks, Lindskog, Cavor (4), Kohlbacher (8).
TSV Hannover-Burgdorf: Ziemer, Wilde (27. bis 30.) – Mortensen (5/1), Patrail (2), Hykkerud (1), Lehnhoff (2/2), Häfner (7), Böhm (4), Karason (1), Olsen (6), Pollex, Kalafut (1), Christophersen, Kastening (1).
Schiedsrichter: Holm/Brauer (Hagen/Hamburg) – Zuschauer: 4.293 – Zeitstrafen: Wetzlar vier (Björnsen, Mirkulovski zwei, Klesniks), Hannover-Burgdorf sechs (Patrail zwei, Häfner, Böhm zwei, Kastening).

Quelle: www.handball-welt.de