Buric & Co. schießen Göppingen aus der Rittal Arena!

Bild: www.sportfoto-vogler.de

DKB Handball-Bundesliga

Furiose Wetzlarer siegen EHF-Final-Four-Teilnehmer mit 29:19 (12:12) - Mit Heimsieg vor über 4.300 Zuschauern Tabellenplatz sechs gefestigt - Kohlbacher verletzt raus!

Die HSG Wetzlar Wetzlar konnte am Samstagabend den fünften Sieg in Folge in der DKB Handball-Bundesliga feiern. Die Mittelhessen, die damit ihren sechsten Tabellenplatz festigten, besiegten die Gäste von Frisch Auf Göppingen letztlich deutlich mit 29:19 (12:12). Über 4.300 Zuschauer verwandelten dabei die Rittal Arena Wetzlar in ein Tollhaus. Mit 19 Paraden war HSG Wetzlar-Keeper Benjamin Buric einmal mehr „Man of the match“.

Als Gastgeber des Final4 im EHF-Pokal träumt Frisch Auf Göppingen auch in dieser Saison vom internationalen Titel, doch in der Bundesliga könnte das Team noch in den Kampf um den Klassenverbleib verstrickt werden. Während die Kellerkinder punkteten, verlor FAG in Wetzlar im zweiten Abschnitt komplett den Faden und geriet gegen furios aufspielende Wetzlar nach einem 12:12 zur Pause am Ende mit 19:29 unter die Räder. 

Nach der Gruppenphase des EHF-Pokals und die als Gastgeber erreichte vorzeitigen Qualifikation für das Final4 scheint Frisch Auf Göppingen den Faden verloren zu haben, in den fünf Ligaspielen seit Anfang April gab es fünf Niederlagen. In Wetzlar sollte nun vor dem am kommenden Wochenende anstehenden internationalen Höhepunkt die Trendwende eingeleitet zu werden - und zunächst schien dies den Gästen zu gelingen. Bastian Rutschmann setzte mit einer Glanztat gegen Tobias Hahn gleich ein Zeichen, allerdings war auch sein Gegenüber Benjamin Buric von der ersten Minute an im Spiel und so setzte Jannk Kohlbacher dann den ersten Treffer für die Gastgeber. 

Es war der Auftakt eines abwechslungsreichen ersten Abschnitts. Mit dem ersten Göppinger Treffer sorgte Marcel Schiller zunächst für den Ausgleich, Philipp Weber und Jannik Kohlbacher erhöhten auf der Gegenseite jedoch auf 3:1. Die Führung hatte aber nur wenige Minuten Bestand, dank einer ordentlichen Deckungsarbeit und der Paraden von Rutschmann drehte Göppingen die Partie: Ein Doppelschlag von Tim Kneule sorgte für den Ausgleichund Marcel Schiller brachte den Gast erstmals in Vorlage. Die Wetzlarer Antwort folgte aber umgehend: Eine Viererserie drehte das 3:4 zu einem 7:4. 

Glänzend aufgelegt bei den Hausherren waren dabei Philipp Weber und Jannik Kohlbacher, die beiden Nationalspieler sollte die Göppinger Deckung nicht in den Griff bekommen. Einen weiterer Grund für die Serie waren mehrere Glanztaten von Benjamin Buric, doch auf der Gegenseite hielt Rutschmann sein Team im Spiel. Niclas Barud beendete die Durststrecke der Gäste, bis zum 9:6 blieb es aber zunächst beim Drei-Tore-Abstand. Adrian Pfahl führte Göppingen dann aber wieder auf ein Tor heran, der reaktivierte Christian Schöne sorgte wenig später für den Ausgleich. 

Mit einem Gleichstand ging es auch in die Kabinen, angesichts des 12:12 deuteten die Vorzeichen auf einen packenden zweiten Abschnitt. Wetzlar musste einen Rückschlag verkraften, aufgrund einer Wadenverletzung kam der bis dahin fünffach erfolgreiche Jannik Kohlbacher nicht zurück auf das Parkett und Adrian Pfahl warf die Gäste ein zweites Mal in Vorlage. Die Hausherren zeigten sich aber alles andere als beeindruckt: Stefan Cavor glich aus, Philipp Weber warf die HSG wieder in Front und legte nach einem Mirkulovski-Treffer auch noch das 17:13 nach. 

Zwei Einzelaktionen zum 17:15 ließen Göppingen noch einmal hoffen, doch Wetzlar startete eine weitere Serie. Die Gäste fanden nicht mehr ins Spiel, immer wieder liefen sich die Angreifer in der aufmerksamen Deckung der Hausherren fest und bei den wenigen Chancen stand dann auch noch häufig Benjamin Buric im Weg. Dieser blieb erneut einige Minuten ohne Gegentreffer und als Filip Mirkulovski das 20:15 markierte, nahm Göppingens Trainer Magnus Andersson bereits seine dritte und letzte Auszeit. 

Am Spiel änderte sich danach aber wenig, Wetzlar hatte das Kommando übernommen: Die Deckung der Gastgeber stand weiterhin sicher und die Führung sorgte auch in der Offensive für Selbstvertrauen. Nach dem 23:18 von Adrian Pfahl betrug der Abstand weiterhin fünf Tore und mit einer Fünfer-Serie zerstörten die Hausherren dann die letzten Hoffnungen der Gäste auf eine Trendwende. Manuel Späth, der sich ebenso angeschlagen in den Dienst der Mannschaft gestellt hatte wie der erkältete Primoz Prost, schob den Abstand noch einmal in den einstelligen Bereich, doch das letzte Wort hatte Wetzlar: Ein Siebenmeter von Fabian Kraft sorgte für den 29:19-Endstand. 

Quelle: www.handball-world.com