Daniel Valo und HSG Wetzlar gehen ab Sommer getrennte Wege!

DKB Handball-Bundesliga

Mittelhessen verlängert Vertrag mit erfahrenem Slowaken nicht – 34jähriger arbeitet hart an Comeback

Der Handball-Bundesligist HSG Wetzlar wird den Ende Juni auslaufenden Vertrag von Rückraumspieler Daniel Valo nicht verlängern. Das teilten die Verantwortlichen des Clubs dem 34jährigen Slowaken dieser Tage in einem persönlichen Gespräch mit. Der ebenso wurfgewaltige wie sympathische Linkshänder war im Juli 2009 von der MT Melsungen nach Mittelhessen gewechselt und seitdem einer der erfolgreichsten Torschützen der Grün-Weißen. Während der Sommer-Vorbereitung auf die laufende Spielzeit hatte sich Valo zum Leidwesen der Domstädter in einem Testspiel eine Kreuzbandverletzung zugezogen, die einen Pflichtspieleinsatz des 2,03 Meter großen Familienvaters in der aktuellen Saison noch nicht zuließ.

„Daniel ist ein absoluter Musterprofi und in vielerlei Hinsicht ein Vorbild für jüngere Spieler. Auch seit seiner Verletzung im Juli arbeitet er überaus diszipliniert und extrem hart an seiner Rückkehr aufs Parkett und wir sind uns sicher, dass er allerspätestens im Sommer wieder hundertprozentig fit sein wird“, so HSG-Geschäftsführer Björn Seipp. „Vor Daniel liegen sicherlich noch ein paar erfolgreiche Jahre als Handballprofi und natürlich wird uns der Abschied von ihm und seiner Familie sehr schwer fallen, allerdings haben wir für die Besetzung der rechten Rückraumposition andere Pläne – wollen uns zukunftsorientierter aufstellen.“

Valo ist Mitglied der slowakischen Nationalmannschaft, für die er bereits über 130 Spieler bestritt und mehr als 500 Tore erzielte. Im deutschen Handball-Oberhaus kommt der Linkshänder auf knapp 250 Einsätze, in denen er weit über 800 Treffer markierte.

„Natürlich wird mir der Abschied aus Wetzlar sehr schwer fallen, denn meine Familie und ich fühlen uns hier sehr wohl und haben tolle Menschen kennengelernt“, so Daniel Valo. „Die Entscheidung wurde mir in einem offenen Gespräch frühzeitig mitgeteilt und erklärt. Ich bin Profi und akzeptiere dies. Jetzt konzentriere ich mich voll darauf, so schnell wie möglich wieder fit zu werden. Toll wäre es natürlich, wenn ich noch einmal vor unseren sensationellen Fans auflaufen könnte. Laut unserer Ärzte mache ich gute Fortschritte. Es war eine tolle Zeit hier in Wetzlar, die zum Glück ja noch nicht vorbei ist.“