„Das wird ein richtig schweres Spiel – aber nicht nur für uns!“

DKB Handball-Bundesliga

HSG Wetzlar trifft am Samstag in eigener Halle auf die „Mannschaft der Stunde“ – SC Magdeburg um 19 Uhr zu Gast – Nur noch Stehplatzkarten erhältlich

Am Samstagabend hat der Handball-Erstligist HSG Wetzlar die „Mannschaft der Stunde“ der DKB Handball-Bundesliga zu Gast. Um 19 Uhr empfangen die Grün-Weißen den Tabellensiebten SC Magdeburg in der Rittal Arena Wetzlar. Das Gastgeberteam von Trainer Kai Wandschneider hatte Mitte November das Hinspiel in der GETC-Arena knapp mit 28:27 für sich entscheiden können, am Wochenende erwartet der HSG-Coach jedoch ein Spiel unter „ganz  anderen Voraussetzungen“.

„Magdeburg hat in den vergangenen sechs Ligaspielen 11:1-Punkte geholt und dabei unter anderem ein Remis in Kiel sowie einen überaus deutlichen Heimsieg über Hamburg feiern dürfen. Das zeigt, zu welchen Leistungen der SCM jetzt, nachdem viele verletzte Spieler in den Kader zurückgekehrt sind, in der Lage ist und, dass die Verantwortlichen vor Rundenbeginn mit ihren Europapokal-Ambitionen nicht ganz falsch gelegen haben“, so Wandschneider, der dem neuen Magdeburger Coach Uwe Jungandreas ein Kompliment ausspricht. „Ich kenne Uwe aus vielen Duellen in der zweiten Liga. Er ist ein Taktikfuchs, der ein gutes Gespür für seine Spieler und Situationen hat. Er wird seine Mannschaft sehr akribisch auf uns eingestellt haben, allen voran auf unsere vorgezogene 5:1-Abwehr, die im Hinspiel der Schlüssel zum Sieg war.“ Aber Wandschneider gibt sich vorbereitet: „Natürlich haben auch wir die letzten Spiele des SCM genauestens analysiert, Schwächen und somit Chancen für uns herausgearbeitet und uns ein paar neue Dinge einfallen lassen, mit denen wir Magdeburg überraschen wollen und werden!“

Für den Wetzlarer Coach, der weiterhin auf die Langzeitverletzten Ivano Balic und Kevin Schmidt verzichten muss, sind die Gäste jedoch der klare Favorit. „Magdeburg ist komplett und auf allen Positionen doppelt gut besetzt. Sie spielen eine aggressive und verhältnismäßig offensive 6:0-Deckung, mit einem derzeit sehr starken Torhüter Ejlers dahinter. Durch diese massive Deckung kommen sie zu vielen leichten Ballgewinnen und einfachen Gegenstoßtoren. Das gilt es für uns zu verhindern, indem wir im Angriff konzentriert und konsequent spielen und schnell zurücklaufen“, weiß der 54jährige. „Das wird ein richtig schweres Spiel – aber nicht nur für uns!“

Groß ist die Vorfreude der mittelhessischen Handballfans auf diese Partie, für die es bereits seit längerer Zeit keine Sitzplatzkarten mehr gibt. „Es ist toll, dass wir in Wetzlar regelmäßig vor vollem Haus spielen können. Die tolle  Stimmung in der Rittal Arena kann uns Flügel verleihen und die brauchen wir auch am Samstagabend“, appelliert Wandschneider an die eigenen Anhänger, sein ersatzgeschwächtes Team einmal mehr von der ersten bis zur letzten Minute bedingungslos zu unterstützen. „Wenn ich mir von meiner Mannschaft etwas wünschen dürfte, dann wäre es, dass wir am Wochenende die Angriffsleistung aus dem letzten Heimspiel gegen Gummersbach und die Abwehrstärke aus dem  Duell mit Flensburg wiederholen – denn dann werden wir als Sieger vom Parkett gehen“, ist sich der Handballlehrer sicher, der die zuletzt angeschlagenen Tobias Reichmann und Adnan Harmandic wieder einsetzen kann. „Viel wird aber auch auf unsere Torhüter ankommen! Wenn sie es schaffen, zwei starke Halbzeiten zu spielen, dann kann das das Fundament für einen weiteren Achtungserfolg sein. Wir haben uns zum Ziel gesetzt für den Club und unsere tollen Fans noch so viele Punkte wie möglich zu sammeln, warum damit nicht schon am Samstag beginnen?“

Die Rittal Arena öffnet um 17.30 Uhr ihre Tore und auch die Abendkasse, an der noch Stehplatztickets erhältlich sein werden. Die HSG Wetzlar bittet alle Besucher, die mit dem Auto anreisen, möglichst frühzeitig loszufahren, da das angrenzende Einkaufszentrum FORUM Wetzlar noch geöffnet und somit die Parkplatzsuche erschwert sein wird.