„Das Zusammenspiel und die Absprachen werden besser“

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Wetzlars Neuzugang Andrej Klimovets braucht noch etwas Zeit, um sich zu akklimatisieren

Sie tanzten im Kreis und jubelten ausgelassen. Die Erleichterung war den Spielern des Handball-Bundesligisten HSG Wetzlar nach dem knappen 26:25 (13:14)-Sieg gegen Frisch Auf Göppingen förmlich anzusehen. Inmitten der Jubeltraube auch der Wetzlarer Neuzugang Andrej Klimovets. Und auch wenn auf dem Spielfeld während der abgelaufenen 60 Minuten einige Abstimmungsprobleme zwischen der Deckungsreihe der Grün-Weißen und dem 37-jährigen Ex-Nationalspieler offenkundig waren, im Freudenkreis war es, als wäre er schon seit Jahren ein Teil des Teams.

 

Nach etwas mehr als einer Woche in Wetzlar befragte der Anzeiger den gebürtigen Weißrussen nach seinen ersten Eindrücken.

Ein knapper Sieg gegen Göppingen und Andrej Klimovets nur in der Deckung eingesetzt, war das der Schlüssel zum Erfolg?

Andrej Klimovets: Es ist schwer, in so kurzer Zeit hinein zu kommen. Ich habe alles versucht, 100 Prozent gegeben und bin sehr froh, dass wir gewonnen haben. Gut war sicher, dass wir bis zum Ende gekämpft haben, und insofern ist es ein Verdienst der gesamten Mannschaft.

Die Vorbereitung verlief in der letzten Woche vor dem Start eher mäßig. Wie schwer wiegt da ein halbes Jahr Abwesenheit von der Bundesliga und was dürfen die Fans noch von Andrej Klimovets erwarten?

Klimovets: Wie gesagt, es ist schwer in so kurzer Zeit hinein zu kommen, insofern bin ich froh über das Ergebnis. Es braucht noch ein wenig Zeit, bis die Abstimmung besser wird und dann, so denke ich, werden das Zusammenspiel und die Absprachen sicher noch besser. Ich will helfen, dass die HSG ihre Ziele erreicht - und dafür gebe ich 100 Prozent.

Sie haben nun zwei der hessischen Vereine kennengelernt, was ist der Unterschied zwischen der HSG Wetzlar und der MT aus Melsungen?

Klimovets: Ich muss von Kronau aus nach Wetzlar nicht so weit fahren (lacht). Nein, ich denke, da gibt es viele Parallelen. Beide wollen primär in der ersten Liga bleiben, stecken nie auf und haben darüber hinaus große Ziele. Diese zu realisieren, geht in solchen Vereinen eben nur Stück für Stück.

In der kommenden Woche steht das wichtige Derby gegen den TV Hüttenberg an, was muss besser werden, damit auch dort gepunktet werden kann?

Klimovets: Wenn wir so kämpfen und spielen wie gegen Göppingen und dann das Ergebnis so ist, dann wäre alles o.k. (lacht). In erster Linie müssen wir uns in der Deckung noch etwas steigern. Ich habe Hüttenberg schon gesehen und wir alle wissen, es gibt in dieser Liga keine leichten Gegner oder Spiele. Ich habe lange genug in der Bundesliga gespielt und weiß daher, in solchen Spielen musst du immer 100 Prozent geben und dich vollends konzentrieren.

(ebi)