Der absolute Wahnsinn – Wetzlar schlägt Leipzig

DKB Handball-Bundesliga Nachwuchs

Das haben wohl nur die kühnsten Optimisten angenommen: Die U 19 der HSG Wetzlar schlägt im Final-Hinspiel der deutschen A-Jugend-Meisterschaft den Favoriten SC DHfK Leipzig und schafft sich vor über 1300 Zuschauern eine außerordentliche gute Ausgangsposition für das Rückspiel.

Wahnsinn! Die HSG Wetzlar U 19 schlägt die A-Jugend des SC DHfK Leipzig im Hinspiel des Finales um die Deutsche Meisterschaft mit 32:26 (16:12) und bringt die Sporthalle Dutenhofen zum Beben. Damit hat der Bundesliga-Nachwuchs eine richtig gute Ausgangsposition für das Rückspiel in Leipzig am kommenden Sonntag (14 Uhr). Ein überragender Lukas Gümbel und Jan Stroh im Tor führten die U 19 zum Triumph über den Titelfavoriten. Mit einer ähnlich geschlossenen Mannschaftsleistung, kann Wetzlar eine tolle Saison mit dem Meistertitel krönen.

Selbst HSG-Coach Thomas Weber, der sonst durch recht wenig aus der Ruhe zu bringen ist, grinste nach dem Abpfiff bis über beide Ohren: »Das war heute eine super Abwehrleistung von meinem Team. Wenn mir vorher jemand gesagt hätte, dass wir mit sechs Toren gewinnen, hätte ich das sofort unterschrieben«, erklärte der Coach überglücklich. Allerdings trat der Übungsleiter im selben Atemzug auch auf die Euphoriebremse: »Wir haben immer noch die zweite Halbzeit in Leipzig zu spielen.«
Vor offiziell 1300 Zuschauern in der bis auf den letzten Platz gefüllten Sporthalle Dutenhofen hatte Wetzlar schon in der Anfangsphase den vermeintlichen Favoriten unter Druck gesetzt. Leipzig hatte in der regulären Spielzeit alle 22 Spiele für sich entscheiden können. Auch durch die K.o.-Phase marschierte das Team von André Haber souverän. Im Rückspiel in Berlin vergangene Woche sorgten die Füchse für die erste Niederlage der Sachsen überhaupt.

Gerade die Zuschauer sorgten in der spannenden und umkämpften Partie für Gänsehautatmosphäre, feuerten die Hausherren 60 Minuten lang an. Von Beginn an trat Wetzlar frech auf. Leipzig zeigte sich sichtbar überrascht von der Spielstärke der Grün-Weißen, die genau in der richtigen Saisonphase zu ihrer besten Form gefunden zu haben scheinen.