Deutliche Niederlage beim Bergischen HC

DKB Handball-Bundesliga

In der Fremde erneut nichts zu holen!

Erst lange nach Spielende fand zumindest Linksaußen Maximilian Holst, mit fünf Treffern bester HSG-Schütze, Worte für das mit 21:27 (9:12) verlorene Spiel. »Auswärts ist das natürlich immer ein bisschen schwieriger. Da musst du konsequenter spielen und musst die Bälle auch noch reinschießen. Wir haben es geschafft, den BHC stark zu machen.

Heute war es in der ersten Halbzeit vor allem der Angriff, wo wir zu schlecht waren.« Und er nahm sich aus der Kritik keinesfalls heraus. »Wir waren in der ersten Halbzeit nicht schlechter, wir verschießen aber sieben, acht, neun freie Chancen. Egal von wo – Kreis, Außen, Rückraum. Von den neun müssen wir fünf reinmachen und gehen mit einer Führung in die Halbzeit«, so der Torjäger.

Stattdessen lagen die Grün-Weißen zur Halbzeit bereits mit 9:12 im Rückstand. Kurz nach Wiederanpfiff wurde die HSG vom Bergischen HC wieder kalt erwischt, denn bereits in der 35. Minute (9:15) folgte die nächste Teambesprechung an der Seitenlinie. Nach 40 Minuten stellte Wetzlar die Defensive um, agierte fortan mit einer 3:3-Formation. Daraus resultierten zwar einige Ballgewinne, doch was Wandschneiders Jungs daraus machten, war nicht der Rede wert.  

Es gelang den Domstädtern in den letzten Spielminuten lediglich, das Ergebnis etwas freundlicher zu gestalten und den zwischenzeitlichen Zehn-Tore-Rückstand zumindest auf sechs Treffer herunterzufahren. »Ich glaube, das Ergebnis schmeichelt uns heute«, sagte Geschäftsführer Björn Seipp. Der Trainer sagte nach dem Spiel: »Jannik Kohlbacher und Steffen Fäth sind zwei Spieler, die maßgeblich zu unserer überragenden Saison beigetragen haben. Dass die irgendwann platt sind, weil man keine Alternativen hat, ist kein Wunder. Trotzdem bin ich enttäuscht über unsere Leistung, weil ich heute keinen einzigen Spieler gesehen habe, der an die Grenze seiner Leistungsfähigkeit gekommen wäre. Das war ein Spiel zum Vergessen«, so der Coach.


Bergischer HC: Gustavsson, Rudeck; Preuss, Gunnarsson )9/3), Nippes, Majdzinski (1), Oelze, Artmann (4), Hermann (7), Weiß, Gutbrod (3), Szilagyi (3), Jonovski, Aflitulin.

HSG Wetzlar: Wolff, Weber; Prieto (1), Lipovina (2), Rompf (2), Ferraz, Laudt, Holst (5/4), Fäth (4), Hahn (1), Joli, Klesniks (1), Kohlbacher (3), Mirkulovski (2).

Stenogramm / SR: Blümel/Loppaschewski (Berlin). – Z: 2713. – Zeitstrafen: 6:10 Min. – Siebenmeter: 3/3:5/4.