DHB-Pokal: HSG Wetzlar will diesmal "Hohe Hürde Coburg" meistern!

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DKB Handball-Bundesliga

Grün-Weiße treffen in 1. Runde im Mittelhessen-Derby auf TV Hüttenberg - Jannik Kohlbacher und Joao Ferraz wieder einsatzbereit

Nach über sechs Wochen erfolgreicher Sommervorbereitung starten die Bundesliga-Handballer der HSG Wetzlar am Samstag in die 1. Runde im DHB-Pokal. Wie schon in der vergangenen Saison müssen die Mittelhessen dafür ins rund 280 Kilometer entfernte fränkische Coburg reisen. Anders als damals, als es im "Finalspiel" am Sonntag gegen die Gastgeber nicht zum Weiterkommen reichte, wollen die Grün-Weißen diesmal den Einzug in die nächste Runde realisieren. "Dass das alles andere als einfach wird, ist überflüssig zu erwähnen", so HSG-Coach Kai Wandschneider, der sein Team allerdings gut vorbereitet sieht, zumal mit Europameister Jannik Kohlbacher und Joao Ferraz zwei zuletzt angeschlagene Leistungsträger zurückkehren werden. Verzichten müssen die Grün-Weißen allerdings auf die beiden Spielmacher Filip Mirkulovski und Philipp Pöter. „So ist das eben manchmal“, seufzt der 56-jährige. „In den ersten vier Wochen der Vorbereitung lief nichts schief, jetzt haben wir vier Spieler innerhalb weniger Tage, die ausgefallen sind. Wir werden aber trotzdem ein schlagkräftiges Kollektiv auf die Platte schicken, das genug Potential hat, um weiterzukommen.“

Erster Anwärter auf die Spielmacher-Position ist nunmehr Neuzugang Philipp Weber. Um dem 23-jährigen notwenige Pausen geben zu können, plant Wandschneider minutenweise mit Jannik Kohlbacher, Fabian Kraft oder Nachwuchsspieler Lukas Gümbel auf der Mitte. „Eines muss uns klar sein: Es geht nur mit 100 Prozent gegen den TV Hüttenberg“, fordert Wandschneider volle Konzentration im ersten Spiel am Samstag gegen den benachbarten Zweitliga-Aufsteiger. Beim Linden-Cup vor drei Wochen waren beide Teams schon einmal aufeinander getroffen. Damals setzten sich die Grün-Weißen nach starker erster Hälfte (22:12) mit 35:29 durch. Vor allem vor der Pause bestraften die Maximilian Holst & Co. beinahe jeden Fehler des Kontrahenten eiskalt.

"So einfach wie beim Linden-Cup wird es am Samstag ganz sicher nicht werden", weiß Wandschneider, der sein Team in dieser Woche akribisch auf den Gegner eingestellt hat. "Das Wochenende in Coburg wird eine hohe Hürde für uns, die es zu meistern gilt. Es ist davon auszugehen, dass sich im zweiten Halbfinale Coburg gegen Großsachsen durchsetzen wird. Deshalb würde im Finale am Sonntag ein ambitionierter Erstligist warten. Sollten wir dann der Gegner sein, dann müssen wir uns unseren Fehlern der vergangenen Saison lernen und auf den Punkt da sein. Das Ziel heißt ohne Wenn und Aber Qualifikation für die 2. Pokalrunde. Zudem ist das Wochenende ein richtig guter Test für den Ligaauftakt."

Den Erstrunden-Modus des Pokalwettbewerbs erachtet der Wetzlarer Trainer als dringend zu überdenken. "Anstatt in einer ausverkauften Hüttenberger Sporthalle steigt diese Partie nun in der Coburger Arena. Auch wenn uns vier Busse dorthin begleiten, werden wir vermutlich vor wenigen hundert Zuschauern spielen. Der Modus kann nicht im Sinne der Fans sein", so der 56-jährige. Seit vergangener Saison werden die beiden ersten Runden an einem Ort und an einem Wochenende ausgespielt, um so einen Termin zu sparen, der für die Nationalmannschaft freigeschaufelt wurde.