Dickes Ausrufezeichen! HSG Wetzlar schlägt Frisch Auf Göppingen mit 34:27

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DKB Handball-Bundesliga

Mittelhessen bezahlen Erfolg mit Verletzung von Olle Forsell-Schefvert

Dickes Ausrufezeichen zum Rückrundenbeginn der DKB Handball-Bundesliga! Die HSG Wetzlar hat am ersten Spieltag nach der EM-Pause in der heimischen Rittal Arena mit 34:27 (16:17) gegen Frisch Auf! Göppingen gewonnen und sich selbst für eine bärenstarke zweite Hälfte belohnt. „Ich bin sehr zufrieden mit der Leistung meiner Mannschaft. Wir haben eine überragende zweite Halbzeit gespielt und verdient gewonnen“, freute sich HSG-Trainer Kai Wandschneider.

3.824 Zuschauer waren in die Arena gekommen, unter ihnen auch der HBL-Geschäftsführer Frank Bohmann, und sahen lange Zeit ein  Duell auf Augenhöhe. Auch weil Marcel Schiller für die Gäste aus Göppingen zehn Tore erzielte. Nach dem 16:17 zur Pause steigerten sich die Wetzlarer, die in Jannik Kohlbacher (8) und Stefan Cavor (6) ihre besten Schützen hatten. Die Hausherren kassierten im zweiten Abschnitt nur noch zehn Gegentore, der Schlüssel zum am Ende dann doch deutlichen 34:27-Erfolg.

Von Beginn an entwickelte sich ein offensiv geprägtes Spiel, weder die Abwehrreihe der HSG Wetzlar noch die von Frisch Auf! Göppingen fand zunächst ins Spiel. Die Gäste legten vor (0:2). Im Gegenzug konnte Olle Forsell-Schefvert dann aber das erste Tor des Jahres für die Hausherren erzielen. Dank der Übersicht von Joao Ferraz verkürzte der Schwede. Wenig später glich Kohlbacher den Rückstand aus.

Den ersten Siebenmeter der Partie gab es nach elf Minuten. Marcel Schiller nutzte diesen und hielt die Gäste in Vorlage. In der Offensive hatte Göppingen im ersten Durchgang wenig Mühe, sich gute Chancen und leichte Treffer zu erspielen. Auf der anderen Seite spielte Ferraz einen sehenswerten Pass über die Schulter auf Kohlbacher, der den Ball zum 6:6 hinter Daniel Rebmann im Tor von Göppingen unterbringen konnte.

Schock! Olle Forsell-Schefvert verletzt sich!

Der Schlagabtausch blieb unterhaltsam: Stefan Cavor traf für Wetzlar, Sesum antwortete. Knapp 30 Sekunden vor dem Ende unterbrach Wandschneider das Spiel mit seiner Auszeit, der letzte Angriff seines Teams saß: Philip Pöter sorgte für 16:17-Halbzeitstand.

Nach Wiederbeginn blieb die Partie zunächst offen: Göppingen hatte wieder den ersten Treffer erzielt, Maximilian Holst und Stefan Kneer sorgten beim 18:18 dann aber für den Ausgleich. Stefan Cavor brachte die Hausherren beim 19:18 unter dem Jubel der Fans erstmals in Führung. Wetzlar schien die Begegnung in den Griff zu bekommen, Stefan Kneer erhöhte auf 20:18. Allerdings meldete sich Göppingen mit einem Doppelschlag zum 20:20 zurück.

In der Folge standen die Gastgeber besser in der Deckung, und Benjamin Buric wurde zwischen den Pfosten ein Faktor. Göppingen hingegen verlor den Faden, einfache Fehler spielten Wetzlar in die Karten. Über sechs Minuten gelang Göppingen kein Treffer. Wetzlar hingegen kam zu einigen und stellte mit einem Sechs-Tore-Lauf die Weichen für den Sieg: Cavor, Kneer, Björnsen, Torhüter Buric, wieder Cavor und ein weiteres Mal Kneer sorgten für das 26:20.

Wetzlar kontrollierte nun das Spielgeschehen. Die Deckung hatte im zweiten Abschnitt die gewohnte Präsenz, und im Angriff agierte die HSG mit dem nötigen Druck. Dabei mussten die Grün-Weißen allerdings auf Olle Forsell-Schefvert verzichten, der nach einem Zusammenprall ins Klinikum gebracht wurde. „Olle ist zur Sicherheit mit einem Rettungswagen ins Wetzlarer Klinikum gefahren worden, weil wir uns nicht sicher sind, was es ist, ob die Rippe einen Knacks bekommen hat oder gegebenenfalls auch die Milz. Wir hoffen, dass es nicht so dramatisch ist, wie es sich zunächst angesehen und angehört hat. Aber die genaue Diagnose werden wir erst am morgigen Tag bekannt geben können“, sagte HSG-Geschäftsführer Björn Seipp.

HSG Wetzlar: Buric (1), Klimpke, Weber (n.e); Kvist (1), Holst (4/4), Kneer (4), Forsell-Schefvert (3), Mirkulovski (n.e.), Pöter (4), Ferraz, Cavor (6), Volentics, Björnsen (3), Lindskog, Kohlbacher (8), Klesniks.

Frisch Auf Göppingen: Prost, Rebmann; Schiller (10/5), Ritterbach, Sesum (5), Fontaine (n.e.), Kneule (2), Damgaard (2), Nägele, Bagersted (4), Kozina (2), Rentschler (2).

Stenogramm / Schiedsrichter: Schulze/Tönnies. – Zuschauer: 3814. – Siebenmeter: 4/4:8/5. – Zeitstrafen: 4:8 Minuten.

 

Quelle: handball-world.com