Die Drei vom Kreis

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Mit Andrej Klimovets hat der Konkurrenzkampf bei der HSG Wetzlar zugenommen

Gegen Göppingen saß Giorgios Chalkidis auf der „Zusatzbank“, wie Trainer Gennadij Chalepo den Bereich hinter der Bande neben der Auswechselbank nennt. Dort sitzen in der Regel einige Verantwortliche der HSG Wetzlar sowie die Spieler, die nicht zum Einsatz kommen oder möglicherweise während des Spiels nachgemeldet werden. Sicherlich waren des Griechen muskuläre Probleme mit dafür verantwortlich, dass der Kreisläufer und Abwehrchef weichen musste für Andrej Klimovets, die jüngste Neuverpflichtung der HSG Wetzlar.

 

Doch nach dem Engagement des deutsch-weißrussischen Routiniers wird diese Situation öfters eintreten. „Das mit drei Kreisläufern, das wird schwierig. Das sage ich ganz ehrlich“, weiß Chalepo, dass er vor keiner leichten, aber manchmal heiklen Situation steht. „Ich hoffe, dass sie den Kampf annehmen“, sagt er im Blick auf Chalkidis und Kari Kristjan Kristjansson.

Denn auch der Isländer Kristjansson ist mit im Boot der Männer in der ersten Reihe des Angriffs. Für Klimovets spricht, dass er gleichermaßen in Abwehr und Angriff spielen kann, beim Pflichtspieldebüt gegen Göppingen aber nur in der Defensive zum Einsatz kam. „Mit Andrej haben wir eine Wechselnotwendigkeit weniger“, sagt sein neuer Trainer, mit dem er vor 20 Jahren in Minsk noch zusammenspielte, mit Blick auf die nächsten Aufgaben.

Bislang war Chalkidis, dessen Vertrag zum Saisonende ausläuft, meist der Mann für die Defensive, Kristjansson wird überwiegend im Angriff eingesetzt. Offen ist noch, ob der Isländer auch in der nächsten Saison am Kreis der Wetzlarer spielt, nachdem mit Jens Tiedtke vom TV Großwallstadt bereits ein neuer Kreisläufer verpflichtet wurde.

Die Personalie Kristjansson wird auch erst einmal in der Schwebe bleiben. Denn nach drei Verpflichtungen für die neue Saison (neben Tiedtke noch Michael Müller für den rechten Rückraum und Rechtsaußen Tobias Reichmann) liegt die Priorität auf der Suche nach einer speziellen Position. Der „zentrale Chef für die Abwehr“, wie Manfred Thielmann, der Aufsichtsratssprecher der HSG erklärt, soll baldmöglichst gefunden werden. Alle anderen Gespräche lägen derzeit „auf Eis“. Dieser Abwehr-Chef könnte auch der 37 Jahre alte Klimovets mit der Trikotnummer 71 sein. Aber es würden derzeit etliche Gespräche geführt, sagt Thielmann.

Von dieser Position hängen die weiteren Personal-Entscheidungen ab. So muss nicht nur Kristjansson warten. Auch im Rückraum sieht Thielmann einen Spieler zu viel. Hier ist vor allem die Personalie Timo Salzer ungeklärt. Dagegen wird es bei Daniel Valo und Lars Friedrich keine Gespräche mehr geben, macht Thielmann deutlich. Valo habe für Michael Müller weichen müssen, Friedrich hat noch einen Vertrag über diese Spielzeit hinaus.

In diesem Zusammenhang wiederholt Manfred Thielmann gerne seine schon vor Wochen getätigte Aussage: „Wir sind in der glücklichen Situation, zu bestimmen, wer bei uns spielen kann.“ Und es stehe jetzt schon fest, dass der neue Spielerkader weniger kosten werde als der jetzige. Da spiele den Mittelhessen auch die Entwicklung im deutschen Handball in die Hände. Und ein weiteres Faktum: Mit Gennadij Chalepo („mit dem ich mich hundertprozentig identifiziere“, so Thielmann) hat die HSG einen preiswerten Trainer angestellt. „Jimmy“ kassiere deutlich weniger als seine drei Vorgänger, womit er nichts gegen die Qualitäten von Martin Schwalb, Volker Mudrow und Michael Roth sagen wolle.

(am)