Drei Wetzlarer Jungs sagen „Tschüss“!

Bild: www.sportfoto-vogler.de

DKB Handball-Bundesliga

Tobias Hahn, Emil Berggren und Philipp Weber werden nach Heimspiel gegen Rhein-Neckar Löwen verabschiedet

Erstmals seit einigen Spielzeiten bestreitet die HSG Wetzlar in dieser Saison das letzte Spiel nicht zu Hause. Deshalb findet bereits heute, am vorletzten Spieltag, die Verabschiedung verdienter Spieler statt, die den Klub nach Rundenende verlassen müssen. Wir möchten Emil Berggren, Philipp Weber und Tobias Hahn schon jetzt auf diesem Weg ein großes „Dankeschön“ aussprechen.

Philipp Weber #20                         

Im vergangenen Sommer wechselte Philipp Weber vom SC DHfK Leipzig an die Lahn und wurde hier in Mittelhessen schnell Stammspieler und Haupttorschütze. Seine Leistungen blieben auch dem DHB nicht verborgen und so feierte der Rechtshänder Anfang 2017 auch sein Länderspiel-Debüt. „Flippi spielt in dieser Spielzeit die Saison seines Lebens“, weiß HSG-Trainer Kai Wandschneider zu berichten, für den Webers Bitte um vorzeitige Vertragsauflösung genau so überraschend kam, wie für Verantwortliche, Fans und Mitspieler der Grün-Weißen. Aus privaten Gründen zieht es den 24-jährigen jetzt zurück nach Leipzig und zu dem Klub, der ihm für die laufende Saison keinen Vertrag mehr gegeben hatte. „Wir haben das letztlich so akzeptiert“, so Geschäftsführer Björn Seipp. „Der Abschied von Philipp fällt uns trotzdem sehr, sehr schwer!“

Tobias Hahn #26                           

Er ist der dienstälteste Spieler im aktuellen Kader der HSG Wetzlar – und das mit gerade einmal 29 Jahren. Tobias Hahn wechselte im Februar 2011 vom damaligen Zweiligisten HSG Frankfurt/Rheinmain an die Lahn. Hatte zuvor als torgefährlicher und abwehrstarker Rechtsaußen von sich reden gemacht und bestätigte dies bis heute im grün-weißen Trikot. Hahn, der nicht erst durch seine Freundin Kyra seinen Lebensmittelpunkt in Wetzlar gefunden hat, ist laut Trainer Kai Wandschneider „ein Spieler und Mensch, der immer da ist, wenn man ihn braucht“! Auch dadurch hat sich der gebürtige Massenheimer zum Sympathieträger und Publikumsliebling in Wetzlar entwickelt. Hahn, der derzeit eine kaufmännische Ausbildung beim Klub-Partner MT Logistik absolviert, wechselt nunmehr zum Nachbarn TV Hüttenberg und macht somit einem aufstrebenden Nachwuchstalent im Kader Platz. „Tobi werden wir ganz sicher vermissen“, so Geschäftsführer Björn Seipp. „Er wird immer einer von uns bleiben!“   

Emil Berggren #29                                

Der Schwede kam erst zu Beginn der Saison zur HSG Wetzlar als sich der Klub große Sorgen um die sportliche Zukunft von Spielmacher Philipp Pöter machen musste. Emil Berggren, der bis dahin ohne Verein gewesen war und sich in Sävehof fit gehalten hatte, brauchte nicht lange, um sich in Mittelhessen und der Liga zu akklimatisieren, hatte er doch schon beim Bergischen HC Erstliga-Erfahrung gesammelt. „Emil hat dieser tollen Mannschaft gut getan“, weiß Kai Wandschneider. „Er ist ein Teamplayer und eine Art Straßenhandballer, der manchmal unorthodox spielt, was uns geholfen hat.“ In Erinnerung bleibt diesbezüglich zum Beispiel das Heimspiel gegen Leipzig, dass der 30-jährige am Ende mit seinen Treffern zugunsten der HSG Wetzlar entschied. Emil Berggren, der mit der schwedischen Nationalspielerin Jamina Roberts seit vielen Jahren liiert ist, hat sein neues sportliches Ziel noch nicht bekannt gegeben. „Er kann vielen Klubs eine große Hilfe sein, auch weil er ein richtig toller Typ ist“, weiß Geschäftsführer Björn Seipp. „Wir wünschen Emil nur das Beste für seine sportliche und private Zukunft“.