„Entscheidung mit Weitblick“: Wetzlar verlängert mit Trainer Kai Wandschneider vorzeitig bis 2015!

DKB Handball-Bundesliga

52jähriger ist für sportlichen Aufschwung der Mittelhessen verantwortlich

Die Bundesliga-Handballer der HSG Wetzlar stehen derzeit, nach sieben Spieltagen in der DKB Handball-Bundesliga, mit 9:5 Punkten auf Platz 5 der Tabelle und werden von Experten als bisheriges Überraschungsteam der Liga bezeichnet. Für diesen sportlichen Aufschwung ist allen voran Trainer Kai Wandschneider (Bild) verantwortlich, dessen Vertrag der Aufsichtsrat der Mittelhessen heute vorzeitig um weitere zwei Jahre, bis zum 30. Juni 2015, verlängert hat.

„Wir freuen uns sehr über die positive Entwicklung, die unsere Mannschaft unter der Führung von Kai Wandschneider genommen hat und sind mit seiner Arbeit auf und abseits des Spielfeldes absolut zufrieden“, so HSG-Geschäftsführer Björn Seipp. „Kai ist für jeden Spieler ein Vorbild in Sachen Profitum. Er lebt für den Handball, ist ein akribischer Arbeiter und ausgewiesener Fachmann mit realistischem Weitblick. Wir sind sehr froh, dass er das Angebot angenommen hat und mit uns gemeinsam den Erstligastandort in Wetzlar, mit den vorhandenen Mitteln, nachhaltig weiterentwickeln möchte.“

Wandschneider: „Freue mich über das Vertrauen und fühle mich wohl in Wetzlar“

Auch der 52jährige, der mittlerweile im benachbarten Gießen wohnt, freut sich auf die weitere Zusammenarbeit: „Ich freue mich sehr darüber, dass mir die Verantwortliches das Vertrauen für eine langfristige Zusammenarbeit ausgesprochen haben. Ich fühle mich sehr wohl hier in Mittelhessen und die tägliche Arbeit mit der Mannschaft macht mir extrem viel Spaß. Der stets fairen, offenen und zielstrebigen Gespräche mit Aufsichtsrat und Geschäftsführung haben mich bestärkt, das Vertragsangebot anzunehmen. Ich freue mich auf unsere gemeinsame Zukunft!“

Kai Wandschneider war im März dieses Jahres als Nachfolger von Gennadij Chalepo (heute beim Ligakonkurrenten TuS N-Lübbecke unter Vertrag) von den Mittelhessen verpflichtet worden. Der 52jährige hatte zuvor über neun Jahre Bayer Dormagen bzw. den DHC Rheinland trainiert, ehe der Club Insolvenz anmelden musste. Wandschneider nahm sich daraufhin eine etwa einjährige Auszeit vom „stressigen Handballgeschäft“, doch als der Ruf aus Wetzlar ihn erreichte, zögerte der gebürtige Hamburger nicht und übernahm das sportliche Ruder in Mittelhessen, obwohl sich die Grün-Weißen zu diesem Zeitpunkt in akuter Abstiegsgefahr befanden.

Unter der Führung von Wandschneider zog die HSG Wetzlar den Kopf noch aus der Schlinge, allen voran durch einen Auswärtssieg am vorletzten Spieltag beim VfL Gummersbach und konnte letztlich den Klassenerhalt bejubeln. Heute, vier Monate und sieben Spieltage in der neuen Erstliga-Saison später, rangieren die Domstädter im Vorderfeld der Tabelle der DKB Handball-Bundesliga – u.a. nach Heimsiegen über den HSV Hamburg, den TBV Lemgo, den TV Großwallstadt und dem ersten Auswärtserfolg der Grün-Weißen bei HBW Balingen-Weilstetten. Dazu brachte die HSG Wetzlar am „Tag der deutschen Einheit“ das Kunststück fertig, beim 31:31-Unentschieden auch dem letztjährigen Vizemeister und Champions League-Teilnehmer SG Flensburg-Handewitt einen Punkt in der Rittal Arena abzuknöpfen.

Schon an diesem Freitag müssen die Mittelhessen erneut ran und empfangen zu Hause den TSV Hannover-Burgdorf. Anwurf der Partie ist um 19.45 Uhr in der Rittal Arena.