Ersatzgeschwächt, aber kampfeslustig gegen Pokalsieger!

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DKB Handball-Bundesliga

Füchse Berlin am Sonntag um 17.15 Uhr in Rittal Arena zu Gast – Mittelhessen erwarten einmal mehr volles Haus

Im vorletzten Heimspiel einer durchweg von Verletzungssorgen geprägten Saison empfängt die HSG Wetzlar am Sonntag den frischgebackenen DHB-Pokalsieger Füchse Berlin in der Rittal Arena Wetzlar. Die Partie, für die bereits heute über 4.000 Tickets verkauft sind, wird um 17.15 Uhr angepfiffen. An der Abendkasse sind ausnahmslos noch Stehplatzkarten erhältlich.

„Unser Faustpfand ist derzeit die Deckung, die in den vergangenen Spielen sehr gut gestanden hat. Im Angriff brauchen wir allen voran im Abschluss aus dem Rückraum eine Steigerung“, gibt HSG-Trainer Kai Wandschneider klar die Marschrichtung für Sonntag vor. „Die Füchse haben einen ausgeglichenen Kader mit zwei herausragenden Torhütern. Ich denke, dass ich kein Geheimnis erzähle, wenn ich sage, dass Berlin für Sonntag der klare Favorit ist.“

Unterstrichen wird dies durch die anhaltende Verletzungsmisere bei den Gastgebern. Neben Ivano Balic (Muskelbündelriss) und Kevin Schmidt (doppelter Bänderriss im Fuß) hat sich Mitte der Woche auch Kreisläufer Sebastian Weber (Kreuzbandzerrung) so schwer verletzt, dass er nicht nur im Duell mit dem Hauptstadtclub, sondern ebenfalls bis zum Saisonende ausfallen wird. Dazu schlagen sich aktuell Torhüter Magnus Dahl und Rückraumspieler Kent Robin Tönnesen mit grippalen Infekten herum. „Da Anfang der Woche zudem Tobias Reichmann und Steffen Fäth beim Lehrgang der Nationalmannschaft waren, hatten wir zwischenzeitlich nur sechs Feldspieler im Training und dieses, um einigermaßen trainieren zu können, mit unseren Anschlusskader- und U19-Spielern aufgefüllt“, erklärt Kai Wandschneider. „Eine optimale Vorbereitung auf dieses schwere Heimspiel sieht sicherlich anders aus, aber wir lassen das am Sonntag komplett beiseite. Die Mannschaft ist fokussiert und will dem Pokalsieger, getragen von unserem fantastischen Publikum, einen harten Fight liefern.“

Dass die Gäste, bei denen der ehemalige Wetzlarer Sven-Sören Christophersen nach langer Verletzungspause wieder im Kader steht, mit angezogener Handbremse spielen werden, davon geht Wandschneider nicht aus. „Auch wenn sich die Füchse tabellarisch bis Rundenende kaum verbessern oder verschlechtern können und am darauffolgenden Wochenende das Final4-Turnier im Europapokal ansteht, werden sie sich gegen uns nicht schonen – davon ist absolut nicht auszugehen.“

Auch seine Mannschaft sei, ungeachtet der Personalprobleme, heiß darauf, „vielleicht doch noch einen der ‚big-five‘-Teams in dieser Saison schlagen zu können“, so der HSG-Coach. „Alle Spieler hängen sich immer voll rein und das wird auch am Sonntag der Fall sein, aber natürlich muss bei uns alles passen, um gegen die Füchse punkten zu können.“ In den Kader der Grün-Weißen soll am Wochenende Eigengewächs Fabian Kraft rutschen und gemeinsam mit Christian Rompf die Linksaußenposition besetzen.

Die vergangenen beiden Heimspiele gegen Gummersbach und Magdeburg hatte die HSG Wetzlar gewinnen können. Aus Hannover am vergangenen Wochenende einen, laut Kai Wandschneider „verdienten Punkt“, leider nicht mitnehmen können. Aktuell rangieren die Mittelhessen auf Rang elf der Tabelle der DKB Handball-Bundesliga, durchaus aber noch mit Chancen bis Rundenende einen einstelligen Tabellenplatz erreichen zu können.