Erstes „AOK-Trainerseminar“ der HSG Wetzlar ein voller Erfolg!

DKB Handball-Bundesliga

Über 50 Nachwuchstrainerinnen und -trainer aus ganz Hessen informieren sich über Ernährung, Nahrungsergänzung, Athletiktraining und sportmedizinische Betreuung im Jugendhandball

Am vergangenen Samstag hatten die HSG Wetzlar und ihr Gesundheitspartner, die AOK Hessen, erstmalig zur Trainerweiterbildung eingeladen. In der Sporthalle Münchholzhausen konnten Andreas Klimpke, Jugendkoordinator der HSG Wetzlar,  und Simone Döll, regionale Vertriebsleiterin der AOK Hessen, über 50 Nachwuchstrainerinnern und -trainer aus ganz Hessen begrüßen. Durch das Programm des Tages führte der Trainer der HSG Wetzlar U17, Martin Saul.

Im ersten Block referierte Petra Malm-Hannappel, Ernährungsberaterin, über Essstörungen bei Jugendlichen - ein für Übungsleiter eher pädagogisches Thema, welches in der Gesellschaft häufig mit dem Mantel des Schweigens zugedeckt wird. Ihre Erfahrung als Ernährungsberaterin und -therapeutin waren eine gute Grundlage für einen anregenden Vortrag, der den Teilnehmerinnen und Teilnehmer viele Denkanstöße geben konnte. In der anschließenden Diskussion war deutlich zu spüren, dass das Thema Essstörungen für die tägliche Arbeit mit den Heranwachsenden in den Vereinen große Bedeutung hat. Übungsleiter arbeiten regelmäßig mit den Jugendlichen an „Ich-Stärke“ und Selbstbewusstsein und basteln damit verantwortungsvoll an wichtigen Entwicklungsbausteinen.

Der anschließende Themenblock legte den Fokus auf die Ernährung als Ergänzung bzw. notwendige Voraussetzung zum Training. Jonas Meißner, Sport- und Ernährungswissenschaftler, relativierte in seinem hochinformativen Vortrag so manche Modeerscheinung zu Athletiktraining und zugehöriger Ernährung. Dabei verknüpfte er gekonnt aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse und praktische Erfahrungen aus seiner Arbeit als Athletiktrainer der U-Mannschaften der HSG Wetzlar. Mit seinem Vortrag konnte er viele Anregungen für das Training aller Altersgruppen geben, welche die Teilnehmer in einem Praxisblock mit athletischen Grundübungen am eigenen Leib erfahren konnten. In der abschließenden Diskussion wurde deutlich, dass zur optimalen Durchführung des Nachwuchstrainings gewisse Trainingsumfänge (Anzahl Trainingseinheiten) notwendig bzw. bei anderem Blickwinkel, falls mehr Trainingseinheiten nicht organisierbar sind, dass der Übungsbetrieb so komplex gestaltet werden sollte, dass ein Mindestmaß an athletischen Voraussetzung erarbeitet werden kann.

Anregungen dafür gab dann Martin Saul im dritten Themenblock „Verletzungsprophylaxe im Handballtraining“ anhand von Ausschnitten aus dem Jugendtraining. Unter Berücksichtigung der Vorgaben zum offensiven Abwehrspiel wurden Grundübungen und Grundspiele zur Schulung positionsspezifischer Anforderungen durchgeführt. Gleichzeitig wurden diese mit spieltypischen uni- und polydirektionalen Laufbewegungen, mit Medizinballarbeit oder auch mit Kräftigungs- und Gleichgewichtsübungen kombiniert. In der Diskussion dieses Beitrags wurde von den Teilnehmern besonders die Umsetzbarkeit im eigenen Training herausgearbeitet.

Im vierten und letzten Themenblock dieses Tages berichtete Physiotherapeut Ferdinand Jeske, Referent von K-Active (Sponsor der HSG Wetzlar) über neuere Entwicklungen bei der Erstversorgung von Verletzungen und konnte somit interessante sportmedizinische Anregungen zur Beschleunigung des Heilungsprozesses geben. Hilfreich war dabei, dass er alle Thesen anhand des Aufbaus der Gewebe und Gefäße im Körper verdeutlichen konnte.

Im abschließenden Plenum mit Martin Saul zogen die Verantwortlichen und Teilnehmer der Weiterbildung ein Resümee, welches durchweg positiv war. So wurden dann auch gleich Anregungen und Themenwünsche für das kommende Jahr gesammelt, damit diese erfolgreiche Veranstaltungsreihe mit der AOK Hessen fortgesetzt wird und erneut bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf solch einen Anklang trifft.