Es "müllert" doppelt bei der HSG Wetzlar

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Michael Müller folgt im Sommer Bruder Philipp

Handball-Bundesligist HSG Wetzlar ist ein echter Transferhammer gelungen. Ab kommender Saison trägt Michael Müller das Trikot der Grün-Weißen und wird dann wieder mit seinem Zwillingsbruder Philipp vereint sein, der gleichzeitig seinen Vertrag bei den Domstädtern bis 30. Juni 2014 verlängert hat.

 

Es "müllert" künftig an der Lahn. Ein Coup, über den Manfred Thielmann, der Aufsichtsratssprecher der HSG, gestern stolz war. Denn Michael Müller, dessen Vertrag bei den Rhein-Neckar Löwen ausläuft und der sich für zwei Jahre an Wetzlar bindet, war sehr begehrt. Bei vielen Bundesligisten, aber auch bei etlichen ausländischen Clubs. "Wir haben gute Überzeugungsarbeit geleistet", sagte Thielmann, der in den Gesprächen mit den Zwilligen mit "unserer soliden Arbeit" und dem "nachvollziehbaren sportlichen Konzept" punktete und damit die finanzkräftigere Konkurrenz ausstach.

"Ich freue mich sehr auf Wetzlar. Zum einen kann ich wieder mit meinem Bruder in einer Mannschaft spielen und zum anderen in einem jungen Team eine andere Rolle einnehmen, als ich sie derzeit bei den Rhein-Neckar Löwen habe", sagte Michael Müller, der sich im vergangenen Jahr einen Kreuzbandriss zuzog und in dieser Runde bei dem Spitzenclub aus Baden klar im Schatten des Polen Krzysztof Lijewski steht. "Ich möchte bei der HSG mit Spaß wieder zu alter Stärke finden und meinen Teil dazu beitragen, dass der Verein den Erfolg hat, der angestrebt wird", ergänzte der 27-Jährige, der bei der WM 2009 in Kroatien mit dem deutschen Team Fünfter wurde.

Daniel Valo muss gehen, Kevin Schmidt soll in den nächsten Tagen verlängern

Für den auf dem Transfermarkt nicht minder begehrten Philipp Müller war die Verpflichtung seines Bruders "nicht ausschlaggebend" für die Vertragsverlängerung bei der HSG. Der linke Rückraumspieler fügte aber hinzu: "Es ist natürlich toll, dass ich ab Sommer wieder mit Michi in einem Team auflaufen kann. Ich fühle mich in Wetzlar pudelwohl und habe großen Respekt vor der Arbeit, die hier geleistet wird."

Leidtragender der Verpflichtung des wurfgewaltigen Linkshänders ist Daniel Valo, der keinen neuen Kontrakt erhält. "Es war keine Entscheidung gegen Daniel", betonte Wetzlars Trainer Gennadij Chalepo. Manfred Thielmann ("Daniel war ziemlich geknickt" ) betonte, dass sich die Grün-Weißen "zwei solche Linkshänder nicht leisten können", zumal Lars Friedrich noch einen Vertrag für kommende Saison hat.

In den nächsten Tagen hofft Thielmann darauf, sich mit Linksaußen Kevin Schmidt auf eine weitere Zusammenarbeit zu einigen. Nach der Partie gegen den VfL Gummersbach (21. Dezember) folgen Gespräche mit den beiden Kreisläufern Kari Kristjan Kristjansson und Giorgos Chalkidis, die ebenfalls nur noch bis Sommer an die Wetzlarer gebunden sind. Erst nach diesen Unterredungen will Thielmann entscheiden, ob ein neuer Kreisläufer verpflichtet wird. Ein Kandidat bleibt der Lemgoer Christoph Theuerkauf.

Arne Wohlfarth