"Fall" Klimovets geht vors Gericht

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Entscheidung am Montag oder Dienstag

Andrej Klimovets sollte die Abwehr der HSG Wetzlar stabilisieren. Keine zwei Wochen nach der Verpflichtung des Weltmeisters von 2007 muss der Handball-Bundesligist einen Strafverteidiger bemühen. Die Entscheidung über die Rechtmäßigkeit des Einsatzes des gebürtigen Weißrussen und die Wertung des mit ihm errungenen 26:25-Sieges über Frisch Auf Göppingen fällt "vor Gericht".

 

Um "kein weiteres Risiko einzugehen", so Aufsichtsratssprecher Manfred Thielmann, verzichtete die HSG am Freitagabend im Derby beim TV Hüttenberg in Gießen auf einen Einsatz des Kreisläufers.

Da der zuletzt vereinslose 37-Jährige offenbar noch eine Spielberechtigung für die TSG Haßloch besitzt, bei der er sich zwischenzeitlich fit hielt, für die er aber keine Sekunde auf dem Feld stand, droht Wetzlar der Verlust der Punkte aus dem Sieg über Göppingen und dem 71-fachen deutschen Nationalspieler eine Sperre bis Saisonende.

"Wir sind fest überzeugt, dass wir die sportlich gewonnenen Punkte auch juristisch behalten werden. Wir haben von der HBL (dem Ligaverband Handball-Bundesliga, die Red.) die Spielgenehmigung für Andrej Klimovets erhalten und ihn folgerichtig eingesetzt", erklärte HSG-Aufsichtsratschef Thielmann: "Es gibt keinen anderen unterschriebenen Spielerpass als den bei uns."

HBL-Geschäftsführer Frank Bohmann kündigte auf Nachfrage eine Entscheidung seines Gremiums für "Montag oder Dienstag" an.

Thomas Hain