Fans tragen Grün-Weiße zum wichtigen Heimsieg!

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DKB Handball-Bundesliga

HSG Wetzlar bezwingt Aufsteiger HSC 2000 Coburg ungefährdet mit 31:24 (15:9) – Trainer Kai Wandschneider ist erleichtert und stolz auf sein Team!

"Handball pur" am Mittwochabend in der Rittal-Arena. Da bei der Bundesliga-Partie zwischen der HSG Wetzlar und dem HSC 2000 Coburg die Tonanlage in der Halle ausfiel, waren die Fans gefordert, für die nötige Stimmung zu sorgen. Das taten die 3989 Zuschauer, sorgten für eine Atmosphäre wie zu besten Zeiten in der Sporthalle Dutenhofen und trugen die Mannschaft von Trainer Kai Wandschneider zu einem 31:24 (15:9)-Erfolg.

Ein klassisches Vier-Punkte-Spiel war anberaumt – und die Gastgeber zeigten schnell, dass sie gewillt waren, dem gerecht zu werden. Mit dem Doppelwechsel Filip Mirkulovski und Philipp Weber, die in der Abwehr durch Emil Berggren und Stefan Kneer ersetzt wurden, ging HSG-Trainer Kai Wandschneider in die Partie. Im rechten Rückraum begann wie angekündigt Evars Klesniks, der den Vorzug vor Vladan Lipovina erhielt. Bereits in der fünften Minute trieb Wetzlar den HSC in das erste Zeitspiel, eroberte den Ball und schloss durch Kaper Kvist per Gegenstoß zum 3:2 ab. Gut im Spiel von Beginn an war auch Keeper Benjamin Buric, der mit 13 Paraden das Torhüterduell gegen die blassen HSC-Keeper für sich entschied. Als weiteres Problem der Coburger stellte sich die Einsparung eines Linkshänders im rechten Rückraum heraus. Coburgs Coach Jan Gorr scheute offensichtlich den langen Wechsel in der ersten Halbzeit, da in der zweiten erst Girts Lilienfelds auftauchte, aber kaum ins Spiel fand. In den letzten zehn Minuten besetzte gar Rechtsaußen Florian Billek diese Position und bewies mit drei Treffern, dass er durchaus auch aus dem Rückraum für Torgefahr sorgt.

Der sonst so oft gesuchte Kreisläufer Jannik Kohlbacher hatte gegen die Abwehr-Riesen des HSC einen schweren Arbeitstag. So gelangen ihm selbst zwar nur zwei Tore, doch seine Aktionen machten Platz für seine Mitspieler, die sich regelmäßig mit Toren bedankten. So wie beim Siebenmeter zum 9:5 in der 17. Minute von Philipp Weber, den Kohlbacher herausgeholt hatte.

Coburg versuchte, mit langen Angriffen zu Torchancen zu gelangen, hatte gegen die bewegliche Wetzlarer 6:0-Abwehr jedoch einen schweren Stand. So war die 15:9-Pausenführung ein deutlicher Fingerzeig. »Wir haben uns in der ersten Halbzeit zu viele kleine Fehler geleistet, die sich in der Summe extrem negativ auf unser Spiel ausgewirkt haben«, bemängelte Gorr. Die vor der Partie kritisierte magere Torausbeute der Grün-Weißen in den letzten Spielen schien für die Mannschaft Antrieb genug, sich vor eigenem Publikum zu beweisen. Die Wurfauswahl war deutlich verbessert, auch die Trefferquote der einzelnen Spieler zeigte nach oben. Weber hämmerte einen Ball nach dem anderen aus allen Lagen ins Coburger Gehäuse. Lipovina wartete geduldig auf seine Chancen, und auch Filip Mirkulovski marschierte mutig in die Schnittstellen und belohnte sich mit vier Treffern. Wetzlar agierte über die gesamte Spielzeit sehr konzentriert, ließ sich von kleinen Fehlern genauso wenig beeindrucken wie vom zwischenzeitlichen 12:16 (34.) durch Dominic Kelm.

»Das war heute ein Friss-oder-stirb-Spiel. Daher war ich schon mal sehr erleichtert, dass wir mit einem Sechs-Tore-Vorsprung in die Halbzeit gegangen sind«, so Wandschneider. »Ein großes Kompliment an unsere neu formierte Truppe, das haben die Jungs richtig gut hinbekommen.«

HSG Wetzlar: Buric, Nikolai Weber; Kneer, Lipovina (3), Björnsen (6), Mirkulovski (4), Philipp Weber (10/3), Kraft, Hahn, Berggren (1), Kvist (5), Klesniks, Lindskog, Kohlbacher (2).

HSC 2000 Coburg: Kulhanek, Krechel; Barsties (1), Wucherpfennig, Kelm (2), Weber, Coßbau (3/2), Billek (6), Riehn (1), Büdel (5), Harmandic (1), Lilienfelds, Kirveliavicius (5).

Im Stenogramm: Schiedsrichter: Moles/Pittner (Heddesheim/Karlsruhe). – Zuschauer 3989. – Zeitstrafen: 12:6 Minuten. – Siebenmeter: 3/3:2/2.


Quelle: Gießener Allgemeine/Daniela Pieth