Ferraz wird zum Matchwinner: Heißer Fight zwischen Wetzlar und Aufsteiger Stuttgart

DKB Handball-Bundesliga

Was für ein Bundesligaeinstand für Joao Ferraz: Der Neuzugang der HSG Wetzlar sicherte mit seinem Treffer Sekunden vor Schluss den 28:27 (13:13)-Sieg für seine Mannschaft gegen TVB 1898 Stuttgart.

Bedanken konnten sich die Mittelhessen jedoch auch beim starken Andreas Wolff, der gerade in der Schlussphase zu Höchstform auflief. Beste Werfer waren Wetzlars Maximilian Holst (11) und die Stuttgarter Lars Friedrich und Tobias Schimmelbauer mit je fünf Treffern.

Der erste Treffer der 50. Bundesliga-Saison ging auf das Konto von HSG-Neuzugang Joao Ferraz, der zum 1:0 für die Mittelhessen einnetzte. Stuttgart ließ sich von diesem Gegentor jedoch nicht aus der Ruhe bringen und ging durch zwei schnelle Treffer von Dominik Weiß und Michael Schweikardt selbst in Führung: 2:1 in der 3. Spielminute. 

Nach dieser Anfangshektik wurde es etwas ruhiger. Erst in der 7. Minute konnte Tobias Hahn das zweite Tor für Wetzlar erzielen. Dass in Stuttgart ein Aufsteiger auflief, war dem Spiel jedoch nicht anzusehen. Beide Teams agierten auf Augenhöhe, die Führung wechselte. Mal lag die HSG mit 6:4 (12.) in Front, dann führt der TVB mit 9:7 (20.). Entsprechend dem ausgeglichenen Spielverlauf ging es mit 13:13 in die Kabine.
Im zweiten Durchgang blieb es weiterhin ausgeglichen, keine der beiden Mannschaften konnte sich auf mehr als zwei Tore absetzen oder gar eine Entscheidung einleiten. Während sich bei Stuttgart Neuzugang Sajad Esteki mit zwei Treffern einbringen konnte, glänzte bei der HSG vor allem Maximilian Holst. Zwar hatte der Linksaußen in der ersten Halbzeit noch einen Siebenmeter verworfen, doch trotzdem standen Mitte des zweiten Durchgangs zehn Tore auf seinem Konto.

Nachdem Stuttgart nach Wiederanpfiff zunächst hatte in Führung gehen können, kam Wetzlar bald wieder zurück: Über 19:17 (43.) setzte sich das Team von Kai Wandschneider bis zur 49 Spielminute auf 23:21 ab. Doch Stuttgart steckte nicht auf: Thomas König legte beim Stand von 22:24 (52.) die Auszeit und fand offensichtlich die richtigen Worte. Seine Mannschaft drehte den Spielstand und führte nach dem dritten Treffer von Weiß seinerseits mit 26:24.

Fünfeinhalb Minuten vor dem Ende legte nun Wandschneider die Auszeit. Seine Mannschaft glich durch Jannik Kohlbacher und den elften Treffer von Holst zum 26:26 aus. So ging es mit einem Unentschieden in die letzten Sekunden. Nach einem Foul an Filip Mirkulovski übernahm Ferraz die Verantwortung und traf aus dem Rückraum zum 28:27. König legte umgehend die Auszeit - es blieben noch sechs Sekunden. Doch es reichte nicht: Wetzlar siegte hauchdünn mit einem Tor, Stuttgart wurde für den großen Kampf nicht belohnt.

Quelle: www.handball-world.com