Fotos, Springen und Interviews! HSG Wetzlar in Sommervorbereitung gestartet

Bild: www.sportfoto-vogler.de

DKB Handball-Bundesliga

Nach sechsstündigem Fotoshooting legt Handball-Erstligist in Sporthalle Münchholzhausen los - Kai Wandschneider: "Bin froh, dass es wieder los geht!"

„Die Pause war gefühlt sehr kurz, aber ich bin irgendwie auch froh, dass es wieder los geht“, ließ Kai Wandschneider, Trainer des Handball-Erstligisten HSG Wetzlar, direkt wissen, als er sichtlich regeneriert und braun gebrannt am Montagmorgen zum Fotoshooting der Grün-Weißen erschien. Der „Trainer der Saison 2016/2017“ hatte die fünfwöchige Auszeit einmal mehr dazu genutzt, um eine ausgiebige Fahrradtour zu absolvieren - diesmal rund um den Bodensee. „Ich brauche das, um den Kopf frei zu bekommen und mich körperlich auszupowern“, so Wandschneider. „Das ist die beste Erholung für mich!"

Bereits um 9 Uhr trafen sich Spieler, Trainer, Betreuer und Offizielle der HSG Wetzlar in den Räumlichkeiten des Partners MEDIASHOTS in Linden, um unter der Anleitung von Eigentümer Marco Kessler, dessen fleißigen Mitarbeitern und der Leadagentur first art die offiziellen Teambilder für die 20. Erstliga-Saison der Mittelhessen in Folge zu erstellen. „Die Begrüßung waren ein großes Hallo“, verrät Geschäftsführer Björn Seipp, der froh ist, "dass es in diesem Sommer nicht wieder einen so großen Umbruch im Team gibt.“ Ausnahmslos Alexander Hermann (Bergischer HC) und der Schwede Olle Forsell Schefvert (IK Sävehof) stoßen neu zur Mannschaft. Youngster Tim Rüdiger entspringt der eigenen A-Jugend und hatte bereits in der abgelaufenen Saison regelmäßig mit dem Bundesligateam trainiert. „Wir sind gleich herzlich von allen empfangen worden. Das tut einfach gut, wenn man in lachende Gesichter schaut“, so Hermann, der bereits vor seinem Urlaubsantritt eine Wohnung in Gießen bezogen hatte. 

Nach knapp sechs Stunden Fotosession, die die Grün-Weißen nebenbei auch zu einem „Movement-Screening“ nach Vorgabe der Berufsgenossenschaft nutzten, waren alle Bilder im Kasten und es ging für das komplette Team, ausgenommen der Jugend-Nationalspieler Till Klimpke und Hendrik Schreiber, die mit dem DHB-Team derzeit einen Lehrgang in Wetzlar absolvieren, in die Sporthalle Münchholzhausen. Dort floss dann, unter den Augen der heimischen Presse, der Schweiß in Strömen, denn Athletiktrainer Jonas Rath nutzte die knapp zwei Stunden, um die Spieler mit Sprung- und Lauftests auf Herz und Nieren zu prüfen. „Diese Werte, plus die eines Shutteltests, brauchen wir, um jeden Spieler einzeln für die Vorbereitung einstellen zu können, denn wir wollen ja aus jedem das Beste rauskitzeln“, so Rath. „Generell machen die Jungs einen guten, erholten und fitten Eindruck. Das ist schon einmal positiv zum Start.“

Lediglich Benjamin Buric plagt sich derzeit noch mit den Folgen eines Muskelfaserrisses aus dem EM-Qualifikationsspiel Bosniens gegen Spanien Mitte Juni herum. Dagegen konnte das Team sowohl Linkshänder Joao Ferraz (Schulterverletzung) und Maximilian Holst (Kreuzbandriss) wieder in ihren  Reihen begrüßen. „Beide haben das Training hier in Wetzlar bereits vor zwei Wochen aufgenommen“, erklärt Björn Seipp. „Sie haben in dieser Zeit täglich sowohl Reha-Maßnahmen und Physiotherapie wahrgenommen als auch mit der U23 im konditionellen und athletischen Bereich trainiert“, so der 43-jährige. „Wir sind froh, dass beide jetzt wieder im Mannschaftstraining dabei sind., werden allerdings behutsam mit ihnen starten.“

Neu bei den Grün-Weißen ist auch Physiotherapeut Jonas Ruppert. Der frühere Handballer (hatte u.a. in der Jugend beim TV Großwallstadt mit Jannik Kohlbacher gespielt) tritt die Nachfolge von Aljoscha Nickel an, der die Grün-Weißen zum Saisonende verlassen hatte, um ein Medizinstudium zu beginnen. „Wir sind sehr froh, dass es Thomas Stubner und Christian Zschau von unserem Partner Physics 4 Sports so kurzfristig gelungen ist, in Jonas einen kompetenten, engagierten und handball-afinen Ersatz zu finden“, freut sich Björn Seipp. „Jonas wird sich, wie Olle und Alex auch, schnell bei uns einleben und seinen professionellen Beitrag zu einer hoffentlich erfolgreich Saison beitragen.“

Während der letztjährige Tabellensechste der DKB Handball-Bundesliga in dieser Woche noch in Münchholzhausen trainieren muss, da die eigentliche Halle in Dutenhofen aufgrund von Sanierungsarbeiten gesperrt ist, bricht das Team am Montagmorgen von Köln aus nach Portugal auf, um in südeuropäischen Gefilden ein knapp einwöchiges Trainingslager zu absolvieren. Unter anderem besichtigen die Grün-Weißen dort auch eine Produktionswerk des Wetzlarer Kamera-Herstellers Leica. „In Portugal stehen jede Menge hartes Training, Besprechungen, Besichtigungen und auch Teambuilding auf dem Programm“, verrät der Geschäftsführer. „Es wird also alles andere als langweilig!"