„Freue mich bei der HSG spielen zu können.“

Fan-Reporter Malte Krohn im Interview mit Maximilian Holst

DKB Handball-Bundesliga

Neuzugang Maximilian Holst im Gespräch mit dem HSG Wetzlar Fan-Reporter.

Zusammen mit Guillaume Joli ist Maximilian Holst einer der beiden Neuzugänge bei der HSG Wetzlar. Der 25-jährige wechselte vom TV Großwallstadt an die Lahn und wird sich in der neuen Saison mit Christian Rompf die Linksaußenposition teilen. Fan-Reporter Malte Krohn stand Maximilian Rede und Antwort.

Hallo Max, herzlich Willkommen in Wetzlar. Wie geht es dir? Wie waren die ersten beiden Trainingstage?

Maximilian: Mir geht es wirklich gut. In den letzten Tagen haben wir bereits eine Reihe von Tests absolviert. Davon waren einige auch durchaus etwas anstrengender. Aber so zum Reinkommen war das ganz gut. Man merkt halt schon, wenn man längere Zeit nicht mehr in der Halle war. Aber das ist ja auch ganz normal. Diese Woche werden wir noch mal ruhig reinkommen und ab der nächsten Woche wird das Programm dann deutlich angezogen.

Wie ist dein erster Eindruck vom Team?

Maximilian: Sehr gut. Ich wurde gut aufgenommen und fühle mich bereits sehr wohl. Jetzt versuche ich mich einzuleben und gut in die Mannschaft zu integrieren. Danach gucken wir dann mal weiter. Ich bin ja erst seit wenigen Tagen hier in Wetzlar.

Hast du schon etwas von der Gegend gesehen?

Maximilian: Viel habe ich noch nicht gesehen. Bislang war ich hauptsächlich mit dem Auto unterwegs. Heute Mittag war ich mal kurz in der Innenstadt von Gießen. Aber auch nur eine habe Stunde. Die Altstadt von Wetzlar habe ich mir immerhin schon angeschaut. Die ist wirklich sehr schön und gefällt mir gut.

Da ich in Lahnau wohne kenne ich zumindest auch schon einige der kleinen Orte rund um Wetzlar. Dorlar, Lützellinden und Dutenhofen sind mir bereits ein Begriff (lacht).

Was war letztendlich der Grund für den Wechsel zur HSG?

Maximilian: Ich hatte bereits seit einiger Zeit Kontakt zur HSG. Alleine schon dadurch, dass Kai Wandschneider, mein ehemaliger Trainer in Dormagen, hier Trainer ist. Unter ihm durfte ich damals, aus der Jugendmannschaft kommend, vier Jahre in der ersten Liga spielen. Der Kontakt ist auch danach nie abgerissen. Auch nicht, als wir in der vorletzten Saison mit Großwallstadt leider aus der ersten Liga abgestiegen sind. Deshalb freue ich mich sehr, dass der Wechsel zur HSG geklappt hat.

Es ist sportlich eine sehr reizvolle Aufgabe, da die Mannschaft super ist. Der Verein ist seit drei, vier Jahren stark im Aufwind. Man kann von außen betrachtet schon sagen, dass sich da ganz schön was getan hat. Und deshalb freue ich mich wirklich, hier spielen zu können.

Wie bist du überhaupt zum Handball gekommen?

Maximilian: In meiner Familie hat eigentlich fast jeder Handball gespielt. Mein Vater war auch in der Bundesliga aktiv. Dadurch bin ich recht früh zum Handball gekommen. Ich hatte einige Zeit Handball, Fußball und Tennis gespielt. Aber spätestens dann, wenn man das ein bisschen professioneller machen will, muss man sich irgendwann entscheiden. Mit 14 oder 15 Jahren bin ich dann ins Handball-Leistungszentrum nach Dormagen gegangen und habe mich ab diesem Moment voll auf den Handball konzentriert.

Die Rittal-Arena in Wetzlar ist dir nicht unbekannt, du kennst sie schon aus Sicht der gegnerischen Mannschaft. Ist dir irgendetwas in Erinnerung geblieben? Gibt es eine Besonderheit hier in Wetzlar?

Maximilian: Ich fand es immer schön als Auswärtsmannschaft in der Rittal-Arena in Wetzlar zu spielen. Die Stimmung ist toll, die Leute sind nah am Spielgeschehen dran. Das ist anders als in manchen der riesigen Multifunktionsarenen, die sehr weitläufig sind. Dort ist die Stimmung häufig nicht so gut.

In Wetzlar ist das anders. Alles ist recht kompakt und die Halle hat mit knapp 4.500 Zuschauern eine sehr gute Größe. Und ja klar, jetzt als Heimmannschaft wird das natürlich noch besser und cooler sein, dort zu spielen und die Unterstützung der Fans zu erfahren. Darauf freue ich mich schon.

Ich hatte mal einen Professor in der Universität, der hatte eine ziemlich ungewöhnliche Art, um sich einen Eindruck von Menschen zu machen. Er fragte stets danach, welches Wappentier man sich persönlich aussuchen würde. Mit welchem Tier man sich am ehesten identifizieren könnte und vor allem warum. Was hättest du gesagt?

Maximilian: Puh, das ist eine schwierige Frage. Dadurch, dass ich nicht so groß gewachsen bin, würde ich sagen, es müsste ein kleineres Tier sein. Ein kleineres, aber schnelles Tier. Das würde auch am ehsten zu meiner Spielposition und der Art und Weise, wie ich Handball spiele passen. So ein Wiesel ist schnell, das könnte passen. Aber da muss ich noch mal genauer drüber nachdenken. (lacht)

Vielen Dank für das sehr nette Gespräch mit Dir!