„Für mich geht ein Kindheitstraum in Erfüllung“

Neuzugang aus Schweden: Kristian Bliznac.

DKB Handball-Bundesliga

Neuzugang Kristian Bliznac spricht in diesem Interview über sein Engagement bei der HSG Wetzlar

Auf der Position im linken Rückraum hat sich der Handball-Erstligist HSG Wetzlar zur neuen Saison gleich doppelt verstärkt. Neben Dennis Krause (vom VfL Gummersbach) ist auch der Schwede Kristian Bliznac an die Lahn gewechselt. Mit 2,04 Metern verfügt der Rechtshänder über Gardemaß, was ihm nicht nur in der Offensive, sondern auch in der Abwehr zu gute kommt. Bliznac, der wie sein Mannschaftskollege Kent Robin Tönnesen von IK Sävehof kam, konnte in der abgelaufenen Spielzeit mit 47 Treffern in der Champions League überzeugen. Allein in den beiden Gruppenspiele gegen den deutschen Serienmeister THW Kiel war der wurfgewaltige Rückraumschütze 17 Mal erfolgreich, was ihn zu einem von zahlreichen Erstligisten begehrten Spieler machte. In seinem ersten Interview spricht Kristian Bliznac über seine Pläne mit der HSG Wetzlar, seine persönlichen Ziele und ersten Eindrücke aus der Vorbereitung auf die Saison 2013/2014.

Kristian, herzlich willkommen bei der HSG Wetzlar. Wie waren Deine ersten Eindrücke hier?

Bliznac: „Ich bin am Dienstag angekommen und wurde vom Team super aufgenommen. Die Jungs machen alle einen sehr netten Eindruck und auch das Drumherum gefällt mir äußerst gut. Die HSG Wetzlar ist ein sehr professionell geführter Verein, was ihn abhebt von anderen Vereinen.“

Was hat Dich überzeugt, dass Du zur HSG Wetzlar gewechselt bist?

Bliznac: „Wie auch Kent Robin habe ich mich in Göteborg mit Kai Wandschneider getroffen. Dieser erste Eindruck war so positiv, dass mir die Entscheidung nach Wetzlar zu wechseln nicht schwer fiel. Es fühlt sich richtig gut an, endlich mit den Jungs loslegen zu können und die Unterstützung, die ich in den ersten Tagen hier erfahren habe, spricht für ein familiäres Umfeld.“

Wie hast Du Dich in Schweden über die HSG Wetzlar informiert?

Bliznac: „Mit Hilfe des Internets ist heute ja alles möglich. Ich habe mir bei Youtube einige Videos angeguckt und bin begeistert von dieser Atmosphäre. Freunde aus Deutschland haben mir gesagt, dass die Rittal Arena zu den lautesten Hallen in der DKB Handball-Bundesliga gehört. Ich kann es kaum erwarten unter dieser Kulisse einzulaufen.“

Wo siehst Du die Unterschiede zur schwedischen Liga?

Bliznac: „Die deutsche Liga ist die beste Liga der Welt. Die Dichte von guten Mannschaften ist in der DKB Handball-Bundesliga viel höher als in der schwedischen Eliteserie. Zudem ist das Tempo um einiges höher und der Handball in Deutschland ist physischer. Darauf freue ich mich schon, da ich das körperbetonte Spiel gern hab.“

Sprichst Du schon ein bisschen Deutsch?

Bliznac: „Nur ganz wenig. Ich kann bisher nur sagen wie ich heiße und wo ich wohne. Das sollte sich aber in den nächsten drei bis vier Monaten deutlich verbessert haben, da ich genauso wie Kent Robin, einen Deutschkurs belegen werde.“

Worauf freust Du Dich am meisten?

Bliznac: „Ganz klar auf das erste Heimspiel in der Rittal Arena und die tollen Fans. Für mich wird ein Traum wahr. Schon als ich ein Kind war, war es mein größtes Ziel in der Handball-Bundesliga zu spielen, den ich mir jetzt bei der HSG Wetzlar erfüllen kann.“ 

Welche Ziele verfolgst Du mit der HSG Wetzlar?

Bliznac: „Ich möchte mir so viele Einsatzzeiten wie möglich erspielen und mich bei der HSG Wetzlar etablieren. Mit Steffen Fäth und Dennis Krause habe ich große Konkurrenz auf meiner Position im linken Rückraum, aber das ist auch gut so, da der Erfolg der Mannschaft im Vordergrund steht.“

Eure Vorbereitung auf die neue Saison 2013/2014 hat gerade begonnen. Machen Dir Vorbereitungen Spaß oder würdest Du diese Phase lieber überspringen?

Bliznac: „Ich mag es sehr ans Limit zu gehen, weshalb ich mich sogar auf die Vorbereitung freue. Mit dem Laktattest hab ich schon eine kleine Kostprobe erhalten, von dem was auf mich zukommt. Mit Thorsten Ribbecke verfügt die HSG Wetzlar über einen sehr qualifizierten Athletiktrainer, weshalb ich mich sehr auf die Zusammenarbeit und das anstehende Trainingslager freue. Das Tempo im Training der letzten Tage war extrem hoch und auch beim ersten Testspiel am Samstag haben wir 60 Minuten Gas gegeben, daran muss ich mich noch etwas gewöhnen, aber es macht Spass, dass wir mit so viel Power agieren!“