Gefrustete Gastgeber müssen kämpfen

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HSG Wetzlar will in Hildesheim Bestätigung für Heimsieg gegen Lemgo liefern Fragezeichen bei Chalkidis

Zum Nachschlag holen fahren die Handballer der HSG Wetzlar heute nach Hildesheim. Denn beim Aufsteiger und Bundesliga-Schlusslicht mit dem ehemaligen HSG-Trainer Volker Mudrow auf der Bank wollen die Grün-Weißen zum Anpfiff um 20.15 Uhr beweisen, dass der mächtig gefeierte 29:26-Heimsieg gegen den TBV Lemgo keine Eintagsfliege war. „Wir müssen jetzt weiter punkten“, fordert auch Trainer Gennadij Chalepo.

 

Wetzlars Torhüter Niko Weber brachte es bei seiner Ehrung zum Sportler des Jahres der Stadt Wetzlar auf den Punkt: „Wenn wir am Mittwoch zwei Pünktchen holen und dann am Sonntag nachlegen, können wir zufrieden sein.“ Dann hätten die Mittelhessen, nach dem Sprung auf Platz zwölf, mit 14 positiven Zählern einen deutlicheren Abstand zu den Abstiegsrängen hergestellt. Nach der heutigen Partie des vorgezogenen Spieltags vom 30. Januar geht es am Sonntag in der heimischen Arena gegen den TuS N-Lübbecke, den Verein des ehemaligen HSG-Spielers Markus Baur.

Doch erst einmal muss in Hildesheim gewonnen werden. Und das wird kein leichter Gang. „Die müssen kämpfen. Das ist eine ihrer letzten Chancen“, weiß Chalepo um die Ausgangslage der Gastgeber, die erst einen Sieg (30:26-Coup gegen Frisch Auf Göppingen) auf dem Konto haben und zum Saisonauftakt mit 28:30 in Wetzlar verloren. Die Akteure des Trainerduos Mudrow/ Jürgen Kloth werden von ihrem Sonntagspiel noch mächtig gefrustet sein, als sie lange in Führung lagen, sich dann aber doch mit 24:26 der HBW Balingen-Weilstetten geschlagen geben mussten. Auch wenn Wetzlars Chefcoach die Qualitäten der dänischen Gastgeber-Asse Michael Qvist und Morten Slundt kennt, hat er eine defensive Deckungsformation als Ausgangsbasis bei den Hildesheimern im Sinn. Dabei muss er allerdings um den Einsatz seines Abwehrspezialisten Giorgios Chalkidis bangen, denn der plagt sich mit einer Unterschenkelzerrung herum.

Da aber der Rest der Mannschaft zur Verfügung steht, vermittelt die personelle Ausgangslage Zuversicht. Im personellen Bereich geht der Blick aber auch schon in Richtung neue Saison, zumal bei noch sieben HSG-Akteuren die Verträge im Sommer auslaufen. Als potenzielle Neuzugänge werden derzeit etliche Namen gehandelt, so stehen Nationalspieler Michael Müller, der Zwillingsbruder des HSG-Halblinken Philipp Müller, und Christoph Theuerkauf auf der Wunschliste der Wetzlarer, wobei der Kreisläufer des TBV Lemgo am Sonntag trotz der Niederlage seiner Farben mit sieben Toren auf sich aufmerksam machte. Gehandelt wird aber auch Andy Kunz, der ehemalige Linksaußen des TV Großwallstadt, der jetzt beim Drittligisten TV Kirchzell auf Torejagd geht und wieder zurück in die Eliteliga will.

Aber bevor die HSG Wetzlar im Blick auf die nächste Saison personell Nachschlag holt, muss sie erst einmal weiter Punkte sammeln, um den Erstliga-Status zu wahren.

(am)