Gegen verstärkte Mindener voll auf eigene Qualitäten setzen!

Bild: www.sportfoto-vogler.de

DKB Handball-Bundesliga

HSG Wetzlar empfängt Traditionsklub aus Ostwestfalen am Donnerstagabend um 18.30 Uhr in Rittal Arena Wetzlar – Über 4.000 Zuschauer erwartet

Die ganze Handball-Region Mittelhessen freut sich, dass am Donnerstagabend endlich wieder der Ball durch die Rittal Arena fliegt. Über 4.000 Zuschauer erwartet der Erstligist HSG Wetzlar im ersten Heimspiel der neuen Saison in der DKB Handball-Bundesliga, wenn am Donnerstagabend um 18.30 Uhr GWD Minden zu Gast ist. Wetzlars Trainer Kai Wandschneider erwartet dann einen „heißen Tanz“, gegen einen Gegner, „der sich vor Saisonbeginn ganz gezielt und schlau verstärkt hat und somit eine andere Hausnummer als noch in der abgelaufenen Saison sein wird.“ Geleitet wird die Partie, für die es auch noch Sitzplatzkarten im Vorverkauf zu erwerben gibt, von den Unparteiischen Sebastian Grobe und Adrian Kinzel (DHB-Elitekader). Die Spielleitung hat die ehemalige Bundesliga-Schiedsrichterin Jutta Ehrmann-Wolf. 

„Natürlich hat unser Auswärtssieg in Gummersbach einiges an Selbstvertrauen gebracht“, blickt Wandschneider noch einmal auf der vergangene Wochenende zurück, als die Grün-Weißen mit 33:22 in der Schwalbe Arena triumphieren konnten. „Allerdings ist die Höhe des Sieges schön für unser Torverhältnis, täuscht aber über den Spielverlauf hinweg.“ Der Trainer hatte gerade an der Abwehrarbeit seiner Mannschaft in der 1. Halbzeit einiges zu kritisieren. „Das haben wir aufgearbeitet. Mit der zweiten Halbzeit war ich dann zufrieden. An diese Leistung, auch im Tor, müssen wir gegen Minden anknüpfen und diese über 60 Minuten abrufen, wenn wir als Sieger vom Parkett gehen wollen.“

Wandschneiders Appell an die Fans: „Bitte volle Unterstützung für die Mannschaft aber mögliche falsche Erwartungshaltungen bremsen, bremsen, bremsen!“

An den Gästen, die mit dem Aus im DHB-Pokal und der Heimniederlage gegen Leipzig durchaus schon unter Druck stehen, wollen sich die Mittelhessen nicht orientieren. „Minden hat jede Menge Qualität und ist nicht zu unterschätzen. Das haben wir im Videostudium natürlich genauestens analysiert. Trotzdem wollen wir uns voll auf uns und unsere eigenen Qualitäten fokussieren. Wenn wir diese im Kollektiv auf die Platte bringen, dann wird es für jeden Gast schwer, etwas zählbares aus unserer stimmungsgewaltigen Rittal Arena mitzunehmen“, so Wandschneider, der auf die gewaltige Fanpower von den Rängen zählt, aber auch den Zeigefinger hebt. „Wir und auch die Zuschauer müssen uns verinnerlichen, dass das kein Selbstläufer wird. Die vergangene Saison ist vorbei und es geht alles wieder bei null los. Also bitte, volle Unterstützung für die Mannschaft aber mögliche falsche Erwartungshaltungen bremsen, bremsen, bremsen!“

Personell müssen der 57-jährige und sein Team am Donnerstagabend einen wichtigen Ausfall verkraften. Abwehrchef Evars Klesniks fällt mit einem Bandscheibenvorfall aus. Der Lette wird dieser Tage in Kassel operiert und bis Dezember fehlen. „Das ist ein schwerer Verlust, aber es ist jetzt nun mal so und es hilft nicht zu jammern. Jetzt müssen Stefan Kneer, Anton Lindskog und Olle Forsell Schefvert gemeinsam den Mittelblock bilden und mit allen anderen noch kräftiger anpacken“, so Wandschneider.   

Neuzugang Alexander Hermann voller Vorfreude: „Ich bekomme eine Gänsehaut, wenn ich an Donnerstagabend denke!“

Für zwei Spieler wird das erste Heimspiel der Saison in der Rittal Arena ein außergewöhnliches Spiel: die beiden Neuzugänge der Grün-Weißen Olle Forsell Schefvert und Alexander Hermann. „Alex hat schon in Gummersbach bewiesen, wie wertvoll er für uns sein kann. Respekt, er kam dort in den letzten 20 Minuten von der Bank und war einer unserer Matchwinner“, so der Wetzlarer Coach. „Ich wünsche beiden einen tollen Einstand in der Rittal Arena, denn beide sind tolle Typen.“ Spricht man Olle Forsell Schefvert auf den Donnerstagabend an, dann sprudelt es förmlich aus ihm heraus: „Das wird ein ganz besonderer Tag in meinem bisherigen Handballer-Leben. Ein Traum wird für mich wahr! Sollte mir dann vielleicht noch mein erstes Pflichtspiel-Tor gelingen und wir hoffentlich als Sieger vom Platz gehen können, wäre das einfach nur herausragend.“ Auch Alexander Hermann kann es kaum erwarten: „„Ich bekomme eine Gänsehaut, wenn ich an Donnerstagabend denke. Ich war bereits zweimal als Gegner in der Rittal Arena zu Gast und schon damals beeindruckt von der Stimmung, die die grün-weißen Fans erzeugen. Jetzt trage ich dann das erste Mal das Trikot der HSG Wetzlar und ich freue mich einfach riesig auf dieses Erlebnis. Ja, die Unterstützung der Fans in Wetzlar ist etwas Besonderes!“