„Gerade gegen Lübbecke brauchen wir einen Hexenkessel!“

DKB Handball-Bundesliga

Wetzlars Trainer Kai Wandschneider baut im Duell mit auswärtsstarken Ostwestfalen besonders auf Unterstützung der grün-weißen Fans

Am Mittwochabend fliegt wieder der Handball durch die Rittal Arena! Dann empfangen die Bundesliga-Handballer der HSG Wetzlar den TuS N-Lübbecke, derzeit eines der auswärtsstärksten Teams der DKB Handball-Bundesliga. Anwurf der Partie ist bereits um 19.00 Uhr. Die Abendkasse öffnet bereits um 17.30 Uhr. Geleitet wird das Duell der letztjährigen Tabellennachbarn von den erfahrenen DHB-Elitekader-Schiedsrichtern Marcus und Andreas Pritschow. Die Spielaufsicht hat Ralf Damian.

„Bei den derzeitigen Ergebnissen in der Liga war der Punktgewinn am vergangenen Wochenende in Melsungen enorm wichtig für uns. Jetzt wollen wir gegen Lübbecke nachlegen“, gibt HSG-Coach Kai Wandschneider klar die Marschrichtung für das Heimspiel am Mittwochabend vor, auch wenn der 54-jährige um die Schwere der Aufgabe weiß. „Lübbecke ist in dieser Saison enorm auswärtsstark, hatte alle fünf Pluspunkte in fremden Hallen eingefahren und ist ein ganz unangenehm zu spielender Gegner. Der TuS verfügt über eine extrem ausgeglichene Mannschaft, in der alle Positionen doppelt gut besetzt sind“, so Wandschneider, der den Verantwortlichen um Gästetrainer Dirk Beuchler ein Kompliment ausspricht. „Sie haben ein gutes Team zusammengestellt, mit einem interessanten Mix aus gestandenen Spielern wie Blazicko, Schöngarth, Vukovic, Pajovic oder Lǿke und talentierten Nachwuchsakteuren wie Semisch, Tauabo, Pieczkowski oder Dissinger. Dazu spielt Lübbecke viele gute Konzeptionen. Sie sind für jedes Team der Liga ein brandgefährlicher Gegner! Ich erwarte den TuS am Ende der Saison auf einem einstelligen Tabellenplatz.“

Bange ist dem Wetzlarer Trainer jedoch trotzdem nicht vor der Partie, auch wenn die Grün-Weißen weiterhin mit einigen Verletzungssorgen zu kämpfen haben. „Wir gehen selbstbewusst an die Aufgabe heran, mit dem Wissen um die eigenen Stärken“, so Wandschneider, der seinen Spielern ein Kompliment ausspricht. „Unsere Mannschaft hat einfach eine tolle Moral. Jeder Spieler identifiziert sich zu Einhundertprozent mit seiner Aufgabe und gibt immer alles, um diese für das Team zu erfüllen. Das ist keine Selbstverständlichkeit sondern ein hohes Gut im Profisport.“ Der Coach hofft darauf, am Mittwochabend wieder auf Nationalspieler Steffen Fäth zurückgreifen zu können, der nach seiner Fußverletzung wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen ist. „Ob er spielen kann, wird sich vielleicht sogar erst kurz vor dem Anpfiff entscheiden“, verrät Wandschneider, der zudem um die angeschlagenen Routiniers Jens Tiedtke (Rückenprobleme) und Florian Laudt (Schambeinentzündung) bangt. „Alle sind heiß und wollen spielen, nur ob es auch wirklich geht, wissen wir heute noch nicht!“

Aufgrund der derzeit noch unklaren Personalsituation baut Wandschneider im dritten Heimspiel der Saison ganz besonders auf die Unterstützung von den Rängen. „Gerade gegen ein so auswärtsstarkes Team wie Lübbecke brauchen wir den Hexenkessel Rittal Arena“, so der gebürtige Hamburger. „Unsere Zuschauer können aus jedem unserer Spieler noch ein paar Prozent mehr herauskitzeln. Das wird am Mittwochabend nötig sein, um weitere wichtige Zähler einzufahren. Dazu müssen wir, anders als am vergangenen Wochenende in Kassel, von der ersten Minute an hellwach sein und in der Abwehr den Kampf annehmen. Nur wenn wir gleich hellwach, konzentriert und fokussiert sind, dazu die nötige Unterstützung von der Torwart-Position haben, stehen die Chancen auf Sieg gut. Das Potential, Lübbecke zu schlagen, haben wir ohne Zweifel!“

Für das Duell des aktuelle Tabellensechsten gegen den Vierzehnten der Liga sind aktuell noch Sitz- und Stehplatzkarten zu haben. „Im Vorverkauf merken wir derzeit schon einen Unterschied zu den Heimspielen am Wochenende“, so HSG-Geschäftsführer Björn Seipp, der am Mittwochabend von rund 3.600 Besuchern in der Rittal Arena Wetzlar ausgeht. „Eigentlich hätte die Partie am Wochenende stattfinden sollen, doch da war die Arena wegen einer Veranstaltung bereits längerfristig belegt. Somit mussten wir auf den Wochentag ausweichen und haben den Anwurf bewusst auf 19 Uhr gelegt, damit auch die jugendlichen Fans die Möglichkeit haben, das Spiel zu sehen. Auch die Fußballfans verpassen nichts, denn im Foyer wird nach unserer Partie die Champions League-Spiele, unter anderem mit dem BVB, live über die Bildschirme übertragen“, so der 40-jährige.