Grün-Weiße können tolle Woche krönen

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TuS N-Lübbecke kommt mit Rückenwind

Die HSG Wetzlar ist wieder in der Spur. Die zwei Siege am Sonntag gegen den TBV Lemgo (32:29) und am Mittwoch bei Eintracht Hildesheim (24:23) haben dem Handball-Bundesligisten Luft im Abstiegskampf verschafft. Ein Erfolg morgen in der heimischen Rittal-Arena gegen den TuS N-Lübbecke könnte eine tolle Woche krönen.

 

Doch die Ostwestfalen reisen mit viel Rückenwind nach Mittelhessen. Aus den letzten sechs Spielen holte der Tabellenachte 10:2 Punkte und bezwang mit dem HSV Hamburg (32:31) unter der Woche immerhin den Deutschen Meister. TuS-Trainer Markus Baur, der am 7. Dezember des vergangenen Jahres in Wetzlar sein Debüt gab und seitdem aus dem damaligen Abstiegskandidaten ein Team geformt hat, das um die Europapokalplätze mitspielen kann, verfällt ob der guten Ergebnisse nicht in Euphorie. "Bei uns ist alles im Lot", sagt der ehemalige Weltklasse-Mittelmann völlig unaufgeregt, auch wenn er seine Mannschaft für den Auftritt gegen Hamburg lobt: "Das war ein sehr gutes Spiel."

Von 1998 bis 2001 trug der Kapitän der deutschen Weltmeister-Mannschaft von 2007 das Trikot der HSG Dutenhofen/Münchholzhausen. Doch das Duell gegen Wetzlar hat für den 40-Jährigen längst keine besondere Note mehr. "Ich bin ja nie für die HSG in der Arena aufgelaufen. Würden wir in der Dutenhofener Sporthalle spielen, wäre das etwas anderes", sagt Baur, der nur auf den langzeitverletzten Stefan Just verzichten muss und damit auf seine imposante Rückraumreihe mit Arne Niemeyer, Daniel Svensson (beide links), dem Ex-Gummersbacher Drago Vukovic (Mitte) und Kristian Svensson (rechts) bauen kann, die im Zusammenspiel mit dem norwegischen Kreisläufer Frank Løke das Prunkstück des Euro-City-Cup-Siegers der Jahre 1997 und 1998 bildet.

Chalepo warnt vor Ex-Club

Damals - noch unter dem Namen TuS Nettelstedt - trug Gennadij Chalepo das Trikot der Rot-Schwarzen, morgen kämpft er als Trainer der HSG Wetzlar gegen seinen Ex-Club um zwei Punkte. Der gebürtige Weißrusse hat gehörigen Respekt vor den Ostwestfalen. "Es wird eine Herausforderung für uns, den Rückraum und den Kreis in den Griff zu kriegen", sagt Chalepo, der definitiv auf den gestern in Bad Neustadt an der Saale erfolgreich am Finger operierten Alois Mraz verzichten muss, aber auf das Mitwirken der angeschlagenen Daniel Valo, Giorgos Chalkidis und Philipp Müller hofft. "Unsere Ärzte geben alles", erklärte der 42-Jährige.

Besondere Unterstützung erhalten die HSG-Spieler morgen von ihren jeweiligen Heimatvereinen. Die Wetzlarer haben Abordnungen der Ausbildungsclubs ihrer Profis eingeladen. So kommen unter anderem Kinder des TV Goldstein (Steffen Fäth), des TV Kornwestheim (Peter Jungwirth) und des TSV Altenwalde (Lars Friedrich) in die Domstadt. Unterstützung, die notwendig ist, schließlich reist die "Mannschaft der Stunde" an.

Arne Wohlfarth