Grün-Weiße ziehen ins Viertelfinale des DHB-Pokals ein!

DKB Handball-Bundesliga

33:29-Erfolg gegen HBW Balingen-Weilstetten - Dienstag findet Auslosung live auf tv.sport1.de statt

Handball-Bundesligist HSG Wetzlar hat den Sprung unter die letzten acht Mannschaften des DHB-Pokalwettbewerbes geschafft. Durch einen in keiner Phase der Begegnung gefährdeten 33:29 (16:11)-Erfolg über den Liga-Konkurrenten HBW Balingen-Weilstetten steht das Team von Trainer Kai Wandschneider nun im Viertelfinale am 26. Februar 2014 und hofft auf eine günstige Auslosung, die am kommenden Dienstag vorgenommen werden wird.

Freude über den deutlichen Sieg gegen den Drittletzten der Bundesliga wollte bei den Mittelhessen indes nicht aufkommen, weil der überragende HSG-Torschütze Steffen Fäth (14/3) in der Schlussphase der Partie bei einem nicht geahndeten Stürmerfoul des Balingers Fabian Böhm mit einer Knieverletzung ausscheiden musste. „Böhm ist mir auf das Knie gefallen, das dadurch durchgeschlagen ist. Ich hoffe, dass nur eine Überdehnung vorliegt. Ob ein Innenbandschaden oder gar eine Meniskusverletzung vorliegt, das muss bei der Untersuchung bei unserem Mannschaftsarzt Marco Kettrukat festgestellt werden“, sagte nach dem Schlusspfiff der Nationalspieler, erneut einer der stärksten HSG-Akteure. „Die Verletzung von Steffen ist ein Wermutstropfen in unserem großartigen Achtelfinalsieg. Zudem ist jetzt das Traumpaar der Liga, Ivano Balic und Steffen Fäth, getrennt. Das ist für uns mehr als bitter“, erklärte Wandschneider, der von einem „souveränen Start-Ziel-Sieg“ gegen Balingen sprach.

Mit einem 6:0-Traumstart bis zur 9. Minuten hatten die Mittelhessen in der Dutenhofener Sporthalle den Gästen gezeigt, wer Herr im Haus sein sollte. „Das ist unsere Halle, die kennen wir in- und auswendig. Wir hatten uns vorgenommen, von der ersten Minute an Vollgas zu geben, und das gelang uns dank einer großartigen Abwehr und einem starken Andi Wolff im Tor“, meinte Rechtsaußen Tobias Reichmann, der mit acht Treffern wieder einmal deutlich auf sich aufmerksam machte.

Wegen der Wetzlarer Dominanz musste HBW-Trainer Rolf Brack schon nach neun Minuten seine erste Spielerbesprechung durchführen. Fortan agierten die Schwarzwälder meistens mit ihrem bekannten System, einen siebten Feldspieler für den Torhüter in den Angriff einzubinden. Obwohl die 6:0-Abwehrformation der Lahnstädter gut stand, die personelle Überlegenheit der Gäste in der Offensive führte nun auch zu Treffern. Beim 11:7 (19.) hatte sich die Brack-Truppe vom Schock der Anfangsminuten erholt und jetzt auch ein Lebenszeichen von sich gegeben. Doch die Wetzlarer ließen nichts anbrennen. Nach dem 16:11-Pausenstand hieß es bald 20:13 (34.), als Reichmann eine Rückhand-Ballstaffette von Ivano Balic und Evars Klesniks sicher abschloss. Die „Gallier von der Alb“, die auf die verletzten Kai Häfner und Roland Schlinger verzichten mussten, mühten sich zwar emsig, für eine Überraschung fehlten ihnen aber die spielerische Klasse und das Durchsetzungsvermögen. Für diese Attribute der Begegnung war Wetzlar zuständig.

Balics Kunstwurf in Unterzahl zum 24:18 (44.) brachte die nicht ausverkaufte altehrwürdige Spielstätte zum Kochen. In der Schlussphase hatte das Publikum noch mehrmals Anlass, den HSG-Protagonisten Beifall auf offener Szene zu spenden. Dazu provozierte auch Steffen Fäths Gewaltwurf, der zum 31:24 (54.) im HBW-Tor einschlug, ehe Balingen in den letzten Minuten für etwas Ergebniskosmetik bis zum 33:29-Endstand sorgte.

„Für uns war das heute ein gefühlter Acht-Tore-Sieg“, beurteilte Kai Wandschneider nach dem Abpfiff die überlegene Vorstellung seiner Truppe. Sebastian Weber, der seine Einsatzzeit sowohl in Abwehr und Angriff rechtfertigte, dankte den Zuschauern und sprach von „einer tollen Stimmung, die uns in dieser intensiv geführten Auseinandersetzung toll geholfen hat.“

HSG-Schlussmann Andreas Wolff, der nicht nur wegen eines gehaltenen Strafwurfs zu den besten Wetzlarern zählte, gab das Lob an seine Kollegen weiter: „Unsere überragende Offensive hat heute das Spiel gewonnen.“

Wetzlar: Dahl (22. bis 29., bei einem Siebenmeter) Wolff – Schmidt (2/2), Prieto, Tiedtke (1), Tönnesen (1), Reichmann (8), Fäth (14/3), Bliznac (1), Balic (3), Klesniks (1), Rompf, Weber (2), Laudt.

Balingen/Weilstetten: Ketelaer, Puhle – Böhm (5), König (1), Foth, Tubic (1), Ettwein (1), Wolfgang Strobel (2), Theuerkauf (4/2), Wessig, Martin Strobel (6), Kintrup (2), Billek (4), Liniger (3/1).

Schiedsrichter: Baumgart/Wild (Altenheim/Elgersweiler) – Zuschauer: 1222 – Zeitstrafen: Wetzlar fünf (Schmidt, Prieto zwei, Tönnesen, Rompf), Balingen/Weilstetten fünf (Foth, Tubic, Wessig, Martin Strobel zwei) – verworfene Siebenmeter: Schmidt (24., Wetzlar) scheitert an Puhle, Liniger (30., Balingen/Weilstetten) scheitert an Wolff, Theuerkauf (50., Balingen/ Weilstetten) scheitert an Wolff.

Quelle: Gießener Anzeiger