Grün-Weißen möchten in Essen Wiedergutmachung betreiben!

DKB Handball-Bundesliga

Daniel Valo: „Wollen zwei Punkte holen!“ – Fäth fehlt wegen Knieverletzung, Einsatz von Tiedtke und Reichmann fraglich

In der DKB Handball-Bundesliga möchte die HSG Wetzlar am Freitag bei TUSEM Essen Wiedergutmachung betreiben. Im Hinspiel in der eigenen Rittal Arena musste das Team von Trainer Kai Wandschneider gegen den damals noch punktlosen Tabellenletzten ein unerwartetes 33:33-Unentschieden hinnehmen. Jetzt soll es für die Mittelhessen in der Sporthalle „Am Hallo“ zu mehr reichen! „Wir wollen in Essen einen weiteren Schritt tun, um eine bärenstarke Saison abzurunden. Unser eigener Anspruch muss es sein, dort zu gewinnen“, so Wandschneiders Marschroute. Bei diesem Vorhaben müssen die Grün-Weißen jedoch auf Rückraumshooter Steffen Fäth verzichten, bei dem nach dem Heimspiel gegen die Füchse Berlin ein Einriss der Patellasehne diagnostiziert wurde. Der 23-Jährige wird seinem Team somit bis zum Saisonende fehlen. 

„Die Verletzung von Steffen trifft uns natürlich hart. Dazu steht hinter den Einsätzen der angeschlagenen Tobias Reichmann und Jens Tiedtke noch einige Fragezeichen. Die Mannschaft ist aber gefestigt, selbstbewusst und ausgeglichen genug besetzt, um eventuelle Ausfälle gemeinsam zu kompensieren“, so HSG-Geschäftsführer Björn Seipp. Dass die Domstädter personelle Rückschläge wegstecken können, haben sie bereits des Öfteren in der noch laufenden Spielzeit demonstriert. „Steffen, Jens und Tobi sind sehr wichtige Spieler für uns, aber trotzdem hätten wir im Notfall immer noch eine starke und schlagkräftige Truppe beisammen, die das Potential besitzt in Essen zu gewinnen“, ließ Kai Wandschneider selbstbewusst verlauten. 

Daniel Valo pflichtet seinem Trainer bei und verweist auf die ansteigende Formkurve seiner Mannen: „Wir sind im Moment sehr gut drauf. Wenn wir unsere Leistung der vergangenen Wochen ein weiteres Mal abrufen können, stehen für uns auch in Essen die Chancen nicht schlecht.“ Doch trotz aller Erfolge und guter Eindrücke, die zuletzt gesammelt werden konnten, ist man im Wetzlarer Lager gewarnt ob der Stärken des bereits feststehenden Absteigers. „Das wird kein einfaches Spiel, da Essen nichts mehr zu verlieren hat und sie in eigener Halle immer stärker spielen. Sie werden sich vernünftig aus der 1.Liga verabschieden wollen und auch im Hinspiel haben sie gezeigt, was sie an einem guten Tag im Stande sind abzurufen“, so der slowakische Rückraumschütze. „Im Vergleich zum Hinspiel müssen wir effizienter Spielen und unsere herausgespielten Chancen konsequent verwerten.“

Sein Coach schlägt in die gleiche Kerbe und verweist auf die Leistungssteigerung der Gastgeber in der Rückrunde: „Essen verfügt über einige gute Spieler, wie zum Beispiel Hannes Lindt, Fabian Böhm oder David Breuer, die ich schon trainieren durfte. Von insgesamt acht Punkten holte der TUSEM ganze sieben in der Rückrunde, was wirklich sehr beachtlich ist. Wir dürfen Essen in keiner Weise unterschätzen und müssen am Freitag eine hundertprozentige Einstellung an den Tag legen.“

Das Unentschieden aus dem Hinspiel sollte dabei helfen, denn die Enttäuschung über den damaligen Punktverlust ist noch immer nicht aus den Köpfen der Wetzlarer Spieler gewichen. „Natürlich ärgert uns das noch, denn wir haben an diesem Tag nicht unser volles Potential abrufen können“, sagte Daniel Valo und fügte hinzu: „Wir sind heiß darauf die Scharte am Freitag wieder auszuwetzen. Wir fahren nicht nach Essen um noch einmal Unentschieden zu spielen. Damals haben wir einen Punkt verloren und dieses Mal wollen wir beide Zähler haben!“

Große Unterstützung erfahren die Mittelhessen aus dem eigenen Fanlager. Einmal mehr begleitet der Fanclub „Grün-Weiß“ das HSG-Team zu einem Auswärtsspiel „Wir rechnen mit knapp 80 Fans, die uns in der Sporthalle ‚Am Hallo‘ lautstark unterstützen werden“, so Björn Seipp. „Das ist einmal mehr sensationell!“