Grün-Weißen sichern sich verdienten Punkt in Magdeburg!

Bild: www.sportfoto-vogler.de

DKB Handball-Bundesliga

Trainer Kai Wandschneider lobt das Kollektiv beim 26:26-Unentschieden – Andreas Wolff: „Remis ist wie ein Sieg für uns!“

Als Maximilian Holst 64 Sekunden vor Schluss beim Stand von 26:26 mit seinem siebten Siebenmeter, zuvor hatte er alle anderen sechs Strafwürfe sicher verwandelt, an Magdeburgs Torwart Dario Quenstedt scheiterte, sah es so aus, als müssten die Handballer der HSG Wetzlar mit einer Niederlage die Heimreise antreten. Doch dem weiterhin verunsicherten SC Magdeburg gelang es in der verbleibenden Spielzeit nicht mehr, die HSG-Deckung zu überwinden, sodass die Gäste kurze Zeit später das 26:26 (12:11)-Unentschieden wie einen Sieg feierten, während die Magdeburger Gastgeber frustriert in die Kabine schlichen.

„Das Unentschieden ist wie ein Sieg für uns, weil es sehr schwierig ist, in Magdeburg etwas zu holen, da die Zuschauer dort sehr giftig sind“, freute sich Wetzlars Nationaltorwart Andreas Wolff über den Auswärtspunkt.

Gestützt auf seine Paraden hatten die Grün-Weißen zur Pause sogar mit 12:11 geführt, wobei sie zwischenzeitlich mit 4:6 (17.) zurückgelegen hatten. Doch vor 6775 Zuschauern in der GETEC-Arena versäumten es die Gastgeber aufgrund ihrer schwachen Chancenauswertung diesen Vorsprung weiter auszubauen. So gingen die Wetzlarer sogar beim 9:8 durch den schnellen Linksaußen Holst (25.) wieder in Führung. Die Schützlinge von Trainer Kai Wandschneider behaupteten diesen Vorsprung auch bis zur Pause.

Danach wechselte die Führung zum SCM, 16:14 (35.) hieß es, bevor Wetzlar beim 16:17 in Front ging, beim 21:18 (47.) aber den Anschluss zu verlieren drohte. Doch angeführt von den Nationalspielern Steffen Fäth mit sechs Toren und Jannik Kohlbacher schlug die HSG Wetzlar zurück und führte nach 57 Minuten mit 26:25, bevor sie nach dem Ausgleich von Michael Haaß (57.) mit dem Punkt zufrieden war. Schließlich hatten die Gäste auf den verletzten Mittelblocker Kristian Bliznac verzichten müssen, der gar nicht die Reise nach Sachsen-Anhalt angetreten hatte. Zudem gingen Evars Klesniks und Vladan Lipovina nur angeschlagen in die Begegnung.

So zeigte sich Wetzlars Übungsleiter Kai Wandschneider auch zufrieden ob des einen Zählers, den die Wetzlarer Farben mit nach Hause nahmen, bevor zum Jahresabschluss Schlusslicht TuS N-Lübbecke in die Rittal-Arena kommt. Denn mit 23:15-Punkten wahren die Mittelhessen den achten Tabellenplatz und unterstreichen weiter ihr starkes Auftreten in der Spielzeit 2015/16. 

Für Gastgeber-Trainer Bennet Wiegert bleibt die Bilanz ausgeglichen, nachdem er als Nachfolger des bisherigen Übungsleiters Geir Sveinsson nach einem 29:25-Erfolg gegen Frisch Auf Göppingen eine 22:27-Niederlage gegen den HSV Hamburg erlitten hatte. Da mochte er sogar Maximilian Holst beim siebten Siebenmeter dankbar gewesen sein.

Stenogramm:

SC Magdeburg: Damgaard (7), Zelenovic (5), Haaß (4), Grafenhorst (3), Weber (3), Bagersted (2), van Olphen (2)

HSG Wetzlar: Holst (9), Fäth (6), Ferraz (2), Hahn (2), Laudt (2), Weber (2), Kohlbacher (1), Lipovina (1), Mirkulovski (1)

Zuschauer: 6.775

Quelle: Gießener Anzeiger