Hand und Fuß: HSG Wetzlar zu Gast bei den Nullfünfern

DKB Handball-Bundesliga

Training der Mittelhessen mal anders

Vor vier Wochen haben die Nullfünfer im Training Hand angelegt. Unter Anleitung von vier Profis des Handball-Bundesligisten HSG Wetzlar testeten sie damals ihre Fertigkeiten in der fremden Sportart. Am Dienstagvormittag folgte der Sportarten übergreifende Gegenbesuch. Die Wetzlarer Handballer traten in Kaderstärke beim Fußball-Bundesligisten 1. FSV Mainz 05 zum gemeinsamen Training auf dem Rasenplatz am Bruchwegstadion an. Fazit nach einer Trainingseinheit mit Aufwärmübungen, Spielformen und Torabschlüssen: Viel Spaß auf beiden Seiten und gesteigertes Interesse am Sport der anderen.

Der Besuch der allesamt im Gardemaß auflaufenden Handball-Hünen hatte allerdings auch praktische Vorteile – der aufgrund von Länderspielabstellungen und Verletzungen halbierte Kader konnte so aufgefüllt eine lockere Trainingseinheit mit vielen spielerischen Elementen absolvieren. Zum Abschluss gab es noch ein kleines Turnier zwischen drei aus Fußball- und Handballprofis zusammengemischten Teams und eine Menge lachender Gesichter auf dem Platz. 

„So eine gemeinsame Trainingseinheit bringt den Spielern vor allem Spaß und vermittelt eine Offenheit, andere Sportarten und deren spezifische Bewegungsabläufe kennenzulernen“, sagt 05-Coach Thomas Tuchel, „zwischen uns Trainern ist es ein spannender Erfahrungsaustausch auf höchstem sportlichen Niveau. Wir haben gemeinsam mit den Handballern anspruchsvolle Übungen absolviert, die sie gut gemeistert haben. Das haben wir allerdings auch erwartet, denn sie spielen ja immer zum Aufwärmen Fußball.“

Kai Wandschneider, Trainer der HSG Wetzlar, fügt hinzu: „Das war eine unterhaltsame Trainingseinheit für uns. Der Fußball ist uns ja nicht fremd, viele Handballer sind über den Fußball zu unserem Sport gekommen und wir spielen zum Aufwärmen sehr viel Fußball. Bei manchen Spielformen wie dem Ausspielen einer Überzahl gibt es sogar Ähnlichkeiten zwischen beiden Sportarten. Für mich war der Austausch mit Thomas Tuchel sehr interessant, da sich methodische Ansätze in unserer Arbeit durchaus ähneln. Ich kann mir vorstellen, dass sich zwischen uns weitere interessante Gespräche ergeben.“

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