Handball-Erstligist HSG Wetzlar zieht positive Saisonbilanz!

DKB Handball-Bundesliga

Saisonziel „frühzeitiger Klassenerhalt“ erreicht – Erfreuliche Zuschauerentwicklung – Talente auch im Nachwuchsbereich entwickelt!

Im vereinseigenen „HSG Fan-TV“ haben der Geschäftsführer des Handball-Bundesligisten HSG Wetzlar, Björn Seipp und Trainer Kai Wandschneider eine positive Saisonbilanz gezogen. Gemeinsam blickten beide mit Moderator Daniel Wolf (Hit Radio FFH) und rund 50 Mitgliedern des Fanclubs „Grün-Weiß“ im Zuschauerraum auf die 16. Erstligasaison der Mittelhessen zurück.

„Es war eine brutal harte Saison“, erklärte Kai Wandschneider, dessen Team am Saisonende 29 Pluspunkte einsammeln und somit das zweitbeste Ergebnis seit dem Umzug in die Rittal Arena erzielen konnte. „So viele neue Spieler zu Saisonbeginn zu integrieren, war nicht einfach. Dazu kam, dass wir über die gesamte Spielzeit mit einem unglaublichen Verletzungspech zu kämpfen hatten. Auch sind gleich vier Spieler in dieser Zeit Vater geworden. Unter all diesen Gesichtspunkten hat es die Mannschaft letztlich richtig gut gemacht“, so der Coach, der aber auch kritische Töne anklingen lässt. „Zu Hause, vor unseren fantastischen Fans, haben wir in der abgelaufenen Saison zu wenige Punkte geholt. Die Niederlagen gegen den Bergischen HC, Minden aber auch gegen Berlin waren unnötig und ärgerlich. Stimmungstechnisch ist die Rittal Arena eine Festung, da müssen wir uns zum Ziel setzen, dass wir in der kommenden Spielzeit sportlich mitziehen. Mit dem Auswärtsauftreten können wir allerdings sehr zufrieden sein. 14 Punkte haben wir in fremden Hallen geholt, das ist stark.“ 

Als persönliches „Highlight-Spiel“ bezeichnet der 54jährige, der im Januar einmal mehr zum Trainer des Jahres in Mittelhessen gewählt wurde, das Hessenderby gegen Melsungen in Kassel. „Das war eine Top-Leistung meiner Mannschaft und ein Festtag für unsere Fans und Sponsoren. Dort so deutlich zu gewinnen, muss uns erst einmal einer nachmachen“, so Wandschneider, der aber auch den Auswärtserfolg in Magdeburg heraushebt. Dass es am Ende in dieser Saison zu keinem Erfolg gegen ein Team der „Big Five“ (Kiel, Berlin, Flensburg, Hamburg, Rhein Neckar-Löwen) gereicht hat, empfindet der Coach als „sehr schade“! „In Kiel und zu Hause gegen Berlin waren wir richtig nah dran, am Ende haben dann aber einige Faktoren gegen uns gesprochen, die für die kommende Saison Luft nach oben lassen“, so Wandschneider, der im Rückblick keinen Spieler besonders aus dem Kollektiv herausheben oder kritisieren möchte. „Die Mannschaft hat von Anfang an sehr gut mitgezogen und in jedem Spiel alles gegeben. Wir haben vom ersten Spieltag immer auch für ein gutes Torverhältnis gespielt und fast alle Spiele, egal ob auswärts oder zu Hause knapp halten können. Schade, dass es am Ende nicht zu 30 Punkten oder mehr gereichet hat. Die Teams vor uns haben alle das deutlich schlechtere Torverhältnis. Das bedeutet, dass wir in der Endabrechnung noch den ein oder anderen Platz hätten gut machen können“, so der Coach, dessen Vertrag von den Clubverantwortlichen bereits in der ersten Saisonhälfte vorzeitig bis 2017 verlängert wurde. „Platz 11 würde ich mit Blick zurück, aber auch die Schulnote ‚sehr gut’ geben!“ 

Auch Björn Seipp, der vor nunmehr dreieinhalb Jahren seinen Job als Geschäftsführer bei den Domstädtern angetreten hatte, blickt positiv gestimmt auf die Saison 2013/2014 in der DKB Handball-Bundesliga zurück. „Wir können mehr als zufrieden sein“, verrät der 40jährige, der allen Mitarbeitern, Aufsichtsräten, Sponsoren, Fans, Dienstleistern und den Verantwortlichen der Stadt Wetzlar großen Dank für das Geleistete und die Unterstützung ausspricht. „Hinter den Kulissen haben wir in den vergangenen Monaten schon richtig hart arbeiten müssen, aber es hat sich letztlich alles ausgezahlt“, so Seipp. „Die HSG Wetzlar hat in der nunmehr abgelaufenen Saison auch abseits des Spielfeldes den nächsten großen Schritt in die richtige Richtung gemacht. Allen voran haben wir uns dank der Unterstützung von rund 170 Partnerunternehmen wirtschaftlich weiter gefestigt, was sich auch in der dritten Lizenzerteilung ohne Auflagen in Folge wiederspiegelt.“

Als einer von ganz wenigen Erstligisten ist es den Grün-Weißen zudem gelungen, den Zuschauerschnitt noch einmal zu steigern. Während die Ligazahlen rückläufig sind, besuchten in der Spielzeit 2013/2014 im Schnitt fast 4.100 Zuschauer die Heimspiele der HSG Wetzlar in der Rittal Arena. „Das bedeutet eine Auslastung von 93 Prozent“, erklärt der Geschäftsführer. „Ebenso beachtlich ist, dass wir erstmals alle Sitzplätze über die komplette Spielzeit ausverkauft hatten. Das zeigt, dass sich unser Club als sportliches Aushängeschild unserer Region etabliert hat und die Menschen mittlerweile sehr gerne zur HSG Wetzlar gehen! Für uns ist das Herausforderung genug, weiter hart an der Entwicklung unserer Marke zu arbeiten. Unser neuer Claim ‚Weil Du das Spiel liebst.’ wird hier in Wetzlar positiv gelebt.“ 

Gelungen sei laut Seipp auch die noch engere Zusammenarbeit mit den Trägervereinen TSV Dutenhofen und TV Münchholzhausen. „Wir haben in dieser Saison die leistungsorientiert arbeitenden, männlichen Jugendmannschaft U17, U19 und U23 unter das Dach der HSG Wetzlar geholt. Ein Schritt, der sich, so denke ich, für alle ausgezahlt hat. Sportlich haben wir unsere Ziele sogar übertroffen. Die U17 wurde erneut Hessenmeister, die U19 hat sich in der A-Jugend-Bundesliga etabliert und die U23 ist verlustpunktfrei in die Oberliga Hessen aufgestiegen. Zudem haben wir mit Stefan Hanemann und Moritz Zörb zwei talentierte Nachwuchsspieler weiter an die Bundesliga-Mannschaft herangeführt“, erklärt Seipp, um anzufügen, dass der Club zudem stolz sei, in den vergangenen Monaten neue Jugendnationalspieler (u.a. Lukas Gümbel, Jonas Müller) aus dem eigenen Nachwuchs „entwickelt“ zu haben.

In der kommenden Spielzeit setzt die HSG Wetzlar auf Kontinuität. Drei Abgängen im Erstligakader (Schmidt, Valo, Reichmann) stehen mit Maximilian Holst (TV Großwallstadt, Linksaußen) und Guillaume Joli (Dunkerque/FRA, Rechtsaußen) zwei Neuzugänge gegenüber. Zudem rückt mit Torhüter Stefan Hanemann ein 18jähriges Eigengewächs in den HBL-Kader auf. „Wir klopfen drei Mal auf Holz, dass uns das Verletzungspech in der nächsten Saison nicht mehr in dieser krassen Form heimsucht und sich die Mannschaft im Sommer komplett auf den harten Ligaalltag vorbereiten kann – dann können wir, anders als vor einem Jahr, mit einer eingespielten Mannschaft ins erste Rundenspiel gegen Minden starten“, hofft Björn Seipp, der sich sehr über die Vertragsverlängerung von Weltstar Ivano Balic freut. „Ivano ist ein Glücksfall für uns – sportlich, menschlich und auch unternehmerisch. Wir fühlt sich bei uns sehr wohl, arbeitet hart an seiner Genesung und wird weiterhin der Führungsspieler sein, der, wie Kai Wandschneider immer sagt, unser Team und jeden einzelnen Spieler besser macht.“  

Link zur Sendung:

http://www.youtube.com/watch?v=x8Bz8nHKBMc