Harmandic führt sein Team zum Sieg

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Bosnier übernimmt Verantwortung im Schlussspurt Chalepo-Truppe nun auf Platz zehn im Klassement

Es waren zwei geniale Momente, in denen Adnan Harmandic in den letzten fünf Minuten der Partie aufs Neue die Veranwortung übernahm und seine HSG Wetzlar auf die Siegerstraße brachte, die bis zur 55. Minute in der Rittal-Arena nicht ein einziges Mal geführt hatte. Nach seinem gewaltigen Rückraumkracher zum 25:24 (56.) steckte er den Ball im nächsten HSG-Angriff mustergültig zu Kari Kristjan Kristjansson durch, der das vorentscheidende 26:24 (57.) erzielte. Am Ende setzten sich die Mittelhessen am Mittwochabend in einer engen Partie der Handball-Bundesliga mit 26:25 (13:14) gegen Frisch Auf Göppingen durch und rangieren nun unmittelbar hinter den punktgleichen Schwaben auf Rang zehn im Klassement.

 

Harmandic wurde im Laufe der Begegnung immer besser, steuerte fünf Treffer zum Erfolg bei und führte gekonnt Regie für den schon vor dem Wechsel abgetauchten Timo Salzer. Dass die Gastgeber von Beginn an einem Rückstand hinterherliefen, der meistens zwischen drei und einem Tor variierte, lag vor allem an der weniger guten Defensivarbeit und einem Nikolai Weber, der gar nicht ins Spiel fand. Der Wetzlarer Schlussmann kam erst nach elf Minuten zu seiner ersten Parade.

Kurz darauf erzielte Göppingens Pavel Horak allerdings schon das 6:3 für seine Farben. Nach dem 7:3 zog HSG-Trainer Gennadij Chalepo erstmals die grüne Karte und stellte auf 5:1-Deckung um. Damit bekamen die Gastgeber, bei denen neben Peter Jungwirth und Christian Rompf auch Georgios Chalkidis nicht mit von der Partie war, Horak ein wenig besser in den Griff. Dennoch kassierten die Wetzlarer weiterhin zu viele einfache Gegentore. War es nicht Horak, so traf der hochgewachsene Michael Thiede von der halbrechten Position.

Dass die Gäste sich nicht jetzt schon entscheidend absetzten, lag auch am Ausfall von Michael Haaß, der seiner Mannschaft sehr fehlte. In der Abwehr wurde aufseiten der Schwaben zudem der grippekranke Dalibor Anusic vermisst.

Bis zur Pause blieb Wetzlar bis auf einen Treffer an Göppingen dran. Nach dem Wechsel war es zunächst Wetzlars Daniel Valo, der seine Farben im Spiel hielt. Zwischen der 36. und 38. Minute zeichnete er für drei HSG-Treffer verantwortlich. Die Schwaben lagen nach 43 Minuten dann letztmals mit drei Treffern in Front.

In der Folge hatten die Hausherren, bei  denen Neuzugang Andrej Klimovets noch nicht sein ganzes Potenzial abrufen konnte, ihre stärkste Phase. Im Angriff wurde es durch gelegentliche Kreisanspiele variantenreicher, Harmandic schoss sich warm, und im Tor fand der wieder aufs Parkett zurückgekehrte Nikolai Weber endlich zu alter Stärke. Dem 21:21 (48.) folge in der 55. Minute das 24:24. Dann kam die Zeit von Harmandic.

Göppingen kam zwar durch einen verwandelten Siebenmeter von Drasko Mrvaljevic noch mal auf einen Treffer heran (25:26/58.). Der letzte Strafwurf (59.) – ebenfalls durch Mrvaljevic – verfehlte aber sein Ziel, knallte an die Unterkante der Latte und landete anschließend in den Armen von Nikolai Weber.

»Niko hat in den letzten zehn Minuten toll gespielt. Auch unsere Abwehr hat sich in der zweiten Halbzeit gesteigert. Vor dem Wechsel hat sich die Mannschaft trotz eines zwischenzeitlichen Vier-Tore-Rückstands nicht aufgeben. Das war ein wichtiger Sieg«, gab Gennadij Chalepo zu Protokoll.

HSG Wetzlar: Weber (1.-20./38.-60.), Marinovic (21.-37.); Schmidt (4/2), Salzer, Valo (6), Mraz (3), Müller (2), Hahn (3), Harmandic (5/1), Friedrich (1), Kristjansson (2), Klimovets

Frisch Auf Göppingen: Tahirovic; Oprea (1), Thiede (6), Schöne (3), Späth (1), Mrvaljevic (6/2), Lobedank (1), Markez (1/1), Rnic (1), Markicevic, Horak (5)

Schiedsrichter: Brauer/Holm (Hamburg/Hagen)
Zuschauer: 3232
Zeitstrafen: 8:8 Minuten
Siebenmeter: 3/5:3/5

(cso)