Hessens Ministerpräsident traut HSG Wetzlar „noch so einiges zu“!

Bild: www.sportfoto-vogler.de

DKB Handball-Bundesliga

Volker Bouffier beim Heimspiel der Grün-Weißen gegen THW Kiel zu Gast – Für Mittelhessen ist letztliche Niederlage „kein Beinbruch“!

Aus der stillheimlichen Hoffnung der Spieler, Verantwortlichen und Fans der HSG Wetzlar, auch dem Rekordmeister THW Kiel am Mittwochabend ein Bein stellen zu können, wurde am Ende nichts. Mit 30:26 (16:14) siegten die „Zebras“ in der ausverkauften Rittal Arena und nahmen im Spitzenspiel des 14. Spieltags die Punkte mit in den Hohen Norden.

„Um Kiel zu schlagen, braucht man auf jeder Position Hundertprozent. Das haben wir leider nicht geschafft“, so Wetzlars Kreisläufer Sebastian Weber nach dem Abpfiff. „Wir haben trotzdem über weite Strecken ein gutes Spiel gemacht, wie ich finde. Wir haben alles versucht und können uns nichts vorwerfen. Jetzt ging eben mal ein Spiel verloren, gegen eine Spitzenmannschaft, gegen die man verlieren kann. Wir konzentrieren uns jetzt auf die nächsten Aufgaben, die wir gewinnen wollen und das schaffen wir auch!“

Ähnlich sah es auch Trainer Kai Wandschneider. „Die Niederlage gegen den THW ist kein Beinbruch! Wir wussten, dass wir, wenn wir Kiel schlagen wollen und dürfen, alle an die absolut obere Leistungsgrenze kommen müssen, was wir aber diesmal nicht geschafft haben“, so der 56-järhige. „Unsere Positionsabwehr war in den ersten 30 Minuten okay, aber wir haben da sieben technische Fehler im Angriff fabriziert und sind so in die Kieler Konter gelaufen. Das wollten wir eigentlich vermeiden! Trotzdem hat die Mannschaft großartige Moral bewiesen, trotz unterschiedlichster Rückschläge die Köpfe nicht hängen gelassen und weiter gespielt, sich Chancen rausgearbeitet und Tore erzielt. Besonders gut hat mir Vladan Lipovina gefallen, der ein tolles Spiel gemacht hat, worüber ich sehr froh bin. Wir werden das Spiel direkt abhaken, ein paar Tage Pause machen und uns dann auf den HSV vorbereiten. Hier hat keiner Grund die Köpfe hängen zu lassen, denn wir haben bislang eine richtig tolle Saison gespielt. Wir wissen woran wir arbeiten müssen und das werden wir auch machen!“

Bouffier: „Was die HSG Wetzlar schon jetzt geleistet hat, ist klasse!“

Nach dem Schlusspfiff waren die tapfer kämpfenden Hausherren von 4.421 Fans mit großem Applause in die Kabine verabschiedet worden und auch von Volker Bouffier, dem hessischen Ministerpräsidenten, der unter den Zuschauern weilte, gab es im Sport1-Halbzeitinterview ein Lob von höchster Stelle. „Wie die HSG Wetzlar sich entwickelt hat, ist großartig! Wir haben viele Situationen, wo vermeintlich kleine Vereine mit kleinem Budget etwas Tolles reißen, und das tut man hier! Ich bin zurückhaltend, die Runde ist ja noch nicht zu Ende, aber das was die HSG Wetzlar schon jetzt geleistet hat, ist klasse“, so Bouffier, der als gebürtiger Gießener selbst einmal Jugend-Nationalspieler im Basketball war. „Ich glaube, es hängt hier in Wetzlar damit zusammen, das die Atmosphäre im Club und in der Mannschaft stimmt, dass sie ein Team sind und einen tollen Trainer haben. Ich traue der HSG Wetzlar noch einiges zu!“ Von einem Team, das über die Jahre gegen den Abstieg gekämpft hat, hin zu einer gestandenen Mannschaft im Tabellenmittelfeld der „stärksten Liga der Welt“ - auch dafür hatte der Ministerpräsident eine Erklärung. „Ich glaube, da kommen hier in Wetzlar verschiedenste Elemente zusammen. Auch das Geschick, wenn die Stars gehen, neue hoffnungsvolle Talente einzubauen. Man kann sehr viele gute Individualisten haben, das ist noch lange keine gute Mannschaft!“ Für den Ministerpräsidenten ist die HSG Wetzlar mittlerweile ein wichtiges sportliches Aushängeschild Hessens. „Der Club ist weit über Mittelhessen hinaus von großer Bedeutung! Wir haben eine lange und erfolgreiche Handballtradition und dieser Sport hat hier eine echte Heimat. Das merkt man auch daran, dass die Hütte immer voll ist!“

Hier geht´s zum kompletten Interview: http://video.sport1.de/video/volker-bouffier-ueber-die-ereignisse-in-paris__0_yecxfgsg